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Reisebericht Insel Paros

22.09. - 13.10.1995

Diesen Reisebericht habe ich erst im Juni 2005 wiederentdeckt und genauso abgetippt, wie ich ihn damals geschrieben hatte. Inklusive aller Zeitwechsel :) Deshalb auch die alte Rechtschreibung. Einige Rechtschreibfehler habe ich allerdings korrigiert. Und nun viel Spaß beim Lesen!

 
 

Freitag, 22. September 1995

Der Flug war schön. Über Deutschland alles bedeckt, die Alpen etwas freier, danach wieder bis zur Küste wolkig. Venedig leider von Wolken verdeckt. Restliche italienische Ostküste meist wolkig, teilweise klar oder auch dunstig. Dann sind wir über die Adria nach Griechenland geflogen - kaum noch Wolken. Bald, Richtung Athen, gar keine Wolken mehr - freier Blick! Bevor wir in Athen landen konnten, mussten wir zwei Warteschleifen drehen, ich vermute über Plepones. Der Blick war sehr schön. Dann ca. 11.00 Uhr gut in Athen gelandet. Es war herrlich warm. Mit dem Bus wurden wir zum Hafen zur Fähre gebracht. Dort sind wir um ca. 12.00 Uhr angekommen. Man sagte uns, die Fähre liefe um 14.00 Uhr aus. So gingen wir schon an Bord der "Dimitra", auch weil wir nicht wussten, wohin mit dem Gepäck. Die Fähre fuhr erst um 16.00 Uhr ab! Wir fuhren und fuhren und fuhren. Bei jeder Insel, die wir sahen, dachten wir, das könnte unsere sein, fuhren jedoch überall vorbei. Die Sonne ging unter. Es war warm und doch feucht und etwas kalt. Toller Sternenhimmel! Waren da Lichter am Horizont? Oder die Berge einer Insel? Fehlanzeige. Gegen 22.00 Uhr erreichten wir eine Insel. War das Paros? Wir fragten. Nein, es war Siros. Schrecklich. Um 22.45 Uhr kamen wir endlich auf Paros an und wurden schon von der Reiseleiterin empfangen und in den Bus gesteckt, der uns zu unserem Hotel brachte. Hotel Kouros bei Naoussa. Kleines, sehr schönes Zimmer. Einfach, schlicht, aber süß. Laken als Zudecke. Bad sauber und hübsch. Wir waren müde...

 
 

Samstag, 23. September 1995

Aufstehen um 8.30 Uhr, Frühstück gegen 9.00 Uhr (war gut). Spaziergang zum Strand, Füß4 im Wasser. Um 12.00 Uhr kam die Reiseleiterin Sabine ins Hotel und erzählte von Paros bis ca. 12.45 Uhr. Dann haben wir uns langsam fertig gemacht und sind zum Strand gegangen: Baden, Ausruhen, Spielen. Ein Baum am Strand (Schatten), unter den wir uns legten. Als wir dort saßen, kam eine griechische Familie, die ihre Sachen genau neben uns hingelegt hat, obwohl der ganze Strand leer war. sie badeten dann "stundenlang" - wie Fische! Später haben wir einen Spaziergangsumweg ins Hotel gemacht. K. o. Postkarten geschrieben und gefaulenzt. Um 19.00 Uhr gab es Abendbrot. Sehr abenteuerlich. Menü: Makkaroni mit Tomatensoße, Salat, Lattichröllchen (scheußlich), Honigmelone. Wir platzten! Jetzt sitzen wir auf dem Balkon. Der Swimmingpool und auch die Mauer rings um die Liegefläche ist erleuchtet. Überall auf dem Hotelgelände sind kleine Lampen in den Mauern und an den Wegen. Vor dem Pool ist eine hübsche, etwas hawaiianisch wirkende Bar. Das Dach ist nämlich rund und mit Stroh gedeckt. Man hört Grillen oder ähnl. zirpen und es ist noch angenehm warm (20.30 Uhr). Ich trage nur Rock und T-Shirt, aber Strümpfe. Hier sind anscheinend überwiegend deutsche Urlauber und einige Bedienstete sprechen Deutsch. Sonst muß man seine Englischkenntnisse hervorkramen. Am Nebentisch saß beim Abendessen ein Pärchen (Deutsche), das nicht mal Englisch konnte, da mußten wir dolmetschen!

 
 

Sonntag, 24. September 1995

Ca. 8.20 Uhr Frühstück, dann bis 10.30 Uhr am Pool gelegen; war aber ziemlich kalt im Schatten, weil es sehr windig war. Später haben wir einen Spaziergang zu den Kolumbithres-Stränden gemacht. Sind schön, mit vielen Felsen, schwedisch, aber schon am Vormittag voll! Heute herrlicher Sonnenschein und klar, aber halt windig. Um 12.30 Uhr mit dem Shuttle-Minibus nach Naoussa. Mittagessen dort war abenteuerlich, wir verstanden Vieles auf der Speisekarte nicht. Detlev bestellte "Oktopus" und einen Wein, ich "Shrimps in spicy sauce" und eine Cola. Dazu bestellten wir noch einen "Greeksalad". Der Salat war spitze (Tomaten, Gurken, Oliven, Schafskäse, Zwiebeln, Olivenöl + Essig). Der Tintenfinsch (Tentakel mit Saugnäpfen von Detlev war auch gut und mein Gericht war etwas merkwürdig. Es hat gut geschmeckt - 4 große Shrimps in einer Suppe. Ich mußte erst die Suppe essen, ehe ich mit Messer und Gabel die Shrimps aus der Schale holen konnte. Bestimmt habe ich irgendwas falsch gemacht... Vor dem Restaurant hingen Tintenfische zum Trocknen. Nach dem Essen haben wir noch Äpfel gekauft und sind dann langsam in Richtung Hotel Kouros gelaufen (ca. 3 km). Der Weg war schön, da man eine gute Aussicht auf das Meer hatte und viele griechische Häuser sah. Um ca. 15.30 Uhr waren wir im Hotel. Da haben wir erstmal Siesta gemacht. Beim Mittagessen saß ich mit dem Rücken in der prallen Sonne und jetzt ist der recht rot-braun! Hoffentlich kein richtiger Sonnenbrand. Jetzt sitzen wir wieder auf dem Balkon; es ist 17.30 Uhr. Die Sonne verschwindet langsam hinter dem Haus. Heute fallen mir die Vögel besonders auf, die hier zwitschern und herumfliegen. Es gibt Vögel, die aussehen wie Spatzen und Schwalben, Möwen, Tauben und ganz kleine dunkle mit schwarzem flachen Kopf, die am Wasser im Schilf saßen. Apropos Schilf, die Bar am Pool hat ein schilfgedecktes Dach. Ca. 19.30 Uhr Abendbrot. Wir waren schon vorher satt. Es gab gefüllte Tomaten (gut), Salat, Souvlaki, Apfel. Wir waren sooo voll. Detlev hat Kopfschmerzen. Er saß beim Mittagessen ebenfalls in der Sonne und hat noch dazu Wein getrunken! 21.15 Uhr: Detlev liegt schon im Bett - eingerieben mit China-Öl und mit einer Aspirin im Magen. Er hat aber kein Fieber.

 
 

Montag, 25. September 1995

Ca. 8.10 Uhr Frühstück. Um 9.30 Uhr wurden wir abgeholt nach Parikia zu einem Fahrradverleih. Der Besitzer war sehr nett. Wir liehen uns, erstmal für einen Tag, zwei Mountainbikes aus. Nachdem wir noch Geld umgetauscht und Wasser gekauft hatten, ging's los. Ich habe nur gejammert, weil das Fahrrad so ungewohnt war (Sitzhaltung, kein Rücktritt, Gangschaltung,...). Nach einer Weile, es ging ziemlich bergauf, brach Detlev völlig zusammen und mußte sich am Straßenrand hinlegen. Nirgends Schatten. Auf der anderen Straßenseite fanden wir schließlich ein Fleckchen. Als es wieder ging, fuhren wir ein Stück weiter, diesmal bergab. Wir hielten Ausschau nach einem Weg zum Meer hinunter, den wir nach einer Weile auch endlich fanden, denn Detlev ging es nicht so besonders. Nach kurzer Rast in einem kleinen Schattenfleckchen konnten wir bis an einen Strand am Meer gelangen, wo es auch viel Schatten gab (Palm Beach). Dort machten wir eine lange Ruhepause. Hübsche Bucht. Als es Detlev wieder gut ging, wollten wir erstmal weiter bis nach Pounta, um dann evtl. umzukehren. Aber wir fanden dort den schönen Küstenweg, direkt am Meer entlang und total toll. An einem netten Strand, allerdings mit vielen Steinen, machten wir noch eine Pause mit Fußkühlung. Der restliche Weg nach Aliki war anstrengend, da sehr steinig, großschotterig. Aber wir schafften es schließlich doch. Aliki war ziemlich ausgestorben. Am Strand fanden wir ein Lokal, wo wir essen konnten. Das war allerdings mal wieder abenteuerlich. Der Ober behandelte uns meist wie Luft, aber wir schafften es dann doch, etwas zum Essen zu bekommen. Greek salad, Brot, Cola. Das Bezahlen war schwierig; ganze 20 min. beachtete uns der Ober überhaupt nicht. Mit Müh' und Not wurden wir unser Geld los. Mittlerweile war es schon 17.00 Uhr und wir wollten/mußten um ca. 18.00 Uhr wieder in Parikia sein. Von Aliki auf der Hauptstraße ging es stetig bergauf + Gegenwind, so daß wir ein ganzes Stück laufen mußten und die Räder schieben. Dennoch schafften wir es irgendwie, bis 18.00 Uhr in Parikia zu sein. Dort verlängerten wir die Ausleihe bis Sonntag und bekamen noch Tips. Es war nun schon dunkel. Nachdem wir noch bei der Reiseleiterin am anderen Ende der Hafenpromenade waren, fuhren wir im Dunkeln nach Hause ins Hotel. Dort fielen wir müde und total k. o. ins Bett.

 
 

Dienstag, 26. September 1995

Heute haben wir mal richtig ausgeschlafen und erst kurz nach 9.00 Uhr gefrühstückt. Mir tut alles weh von gestern. Am schlimmsten ist der Po und die Hände. Den Tag sind wir ganz in Ruhe angegangen. Am Vormittag waren wir auf dem Balkon und dann, als es zu heiß war, am Pool und schwimmen. Wir faulenzten noch ein bißchen und sind um ca. 13.30 Uhr mit den Rädern losgefahren. Erst Richtung Naoussa, dort zur Post und dann weiter zum Santa Maria Beach im Nordosten der Insel. Dort haben wir uns ausgeruht und am Strand gespielt. Leider hatte ich mein Handtuch und Detlev seine Badehose vergessen. Als es später anfing, leicht zu regnen, packten wir unsere Sachen und schwangen uns auf die Räder. Auf dem Weg nach Naoussa und dann ins Hotel regnete es ziemlich doll. In Naoussa haben wir eine Eis-Pause gemacht und uns untergestellt. Um ca. 17.20 Uhr waren wir wieder im Hotel. Heute früh, als ich die Laden vom Balkon geöffnet habe, kam plötzlich mauzend die getigerte Katze mit dem Halsband vom Balkon ins Zimmer. Mir ist immer noch ein Rätsel, wie sie auf den Balkon kam. Ich habe sie wieder rausgebracht und dort die Brekkies ausprobiert! Die schmeckten anscheinend vorzüglich. Die Katze war nun noch mehr anhänglich. Da habe ich sie kurzerhand auf den Flur gesetzt. Als wir heute früh am Pool saßen, konnten wir beobachten, wie der Pool(-boden) mit einem Spezialgerät gesäubert wurde (à la Detlev: "Swimmingpoolgrunds&auuml;uberungsmaschiene). Es war übrigens herrlich, im Pool zu schwimmen. Zum Abendessen kurz nach 19.00 Uhr gab es Erbsen in Tomatensoße, Tzatziki, Moussaka (Auflaufbrei) und eine Orange. Detlev freute sich über sein "Soda"! Ein lauter Trupp Franzosen (ältere) raubte uns beim Essen die Ruhe, da sie im Nebenraum etwas spielten und sich lautstark unterhielten.

 
 

Mittwoch, 27. September 1995

Nach dem Frühstück sind wir um ca. 10.00 Uhr mit den Rädern aufgebrochen. Wir fuhren über Naoussa und weiter Richtung Lefkes. Beim Dörfchen Ysternia bogen wir von der Hauptstraße ab und mußten nun einen langen Paß hinauf. Am Anfang fuhren wir noch, dann aber schafften wir es nicht mehr und schoben die Räder. Die Aussicht wäre bei klarem Wetter noch besser gewesen; leider war es bedeckt, was allerdings zum Radfahren angenehm war. Dann ging es bergab und durch das Städtchen Kostos, weiter bergauf und bergab bis nach Lefkes. Dabei haben wir viel geschoben. Am Wegrand haben wir eine vom Baum gefallene Feige gegessen, jedoch nur halb, dann kroch uns eine dicke Made entgegen. In Lefkes haben wir Pause gemacht, einen Apfel gegessen und etwas getrunken. Von dort aus guter Blick auf die Insel Naxos, leider dunstig. Dann sind wie wieder aufgebrochen und auf der Hauptstraße Richtung Parikia gefahren. Bis nach Marathi, wo die Marmorsteinbrüche und Höhlen sind, schafften wir alle Berge ohne schieben. Das war eine sehr gute Leistung! Vor Ort fanden wir zunächst die Eingänge zu den Höhlen nicht, aber als Leute mit einem Taxi ankamen, hat der Fahrer sie hingeführt und uns gesagt, welches der bester Eingang ist. Wir zogen uns warm an und gingen in die Höhle. Erst ging es steil bergab, dann etwas nach rechts und wieder steil bergauf. Es war ziemlich gruselig, dunkel und steinig. Durch die Steine war es auch rutschig. Den Weg nach draußen haben wir gut gefunden. Natürlich habe ich Photos gemacht. Danach sind wir die Hauptstraße wieder ein Stück zurück in Richtung Lefkes gefahren. Vor einer Kirche bogen wir auf einen Schotterweg in Richtung Naoussa ab. Von dort oben hatten wir einen tollen Blick zwischen den Bergen durch bis nach Naoussa. Der Schotterweg ging fast nur bergab (Downhill), teilweise recht steil und anstrengend zu fahren. Die Umgebung war total schön und auch die Aussicht aufs Meer. Als wir gut in Naoussa gelandet waren, aßen wir ein Eis und fuhren zum Hotel. Dort sprangen wir noch in den Pool und zogen uns hinterher warm an. Gerade habe ich eine Fledermaus gesehen. Es ist jetzt 18.25 Uhr. Wir haben Hunger.

 
 

Donnerstag, 28. September 1995

Ausgeschlafen. Frühstück erst ca. 9.15 Uhr. Um ca. 10.15 Uhr sind wir mit den Rädern losgefahren, zunächst Richtung Naoussa, wo wir Obst und Wasser kauften und Post einsteckten. Dann ging's weiter in Richtung Santa Maria Strand; wir bogen aber vorher noch rechts ab. Dort landeten wir an einem schönen und leeren Strand. Hinein ins Meer! Nach mehr als 1 Stunde Pause radelten wir einen Küstenweg entlang. Dabei konnten wir die Felsküste bewundern. Wir fuhren bis ungefähr in Höhe Ysternia und bogen dort in Richtung Hauptstraße nach Naoussa ab, da wir keine Lust mehr hatten. In Naoussa haben wir am Hafen "Greek Salad" und "Kalamari" gegessen und hinterher noch ein Eis. Danach fuhren wir nach Hause und badeten im Pool. Jetzt ist es 18.00 Uhr. Gegen 18.30 Uhr wurde es draußen sehr windig. Als ich auf den Balkon ging, bemerkte ich, daß mein Handtuch, das mit anderen zusammen über der Balkonmauer lag, verschwunden war. Ich sah, daß es auf die unten liegende Terasse mit Hund gefallen war und der Hund sich auf das Handtuch gelegt hatte und auch damit spielte! Detlev mußte es in einer Heldentat retten. Geschafft. Aber das Handtuch ist ziemlich dreckig. Zum Abendessen gab es gefüllte Aubergine, Salat, Kartoffeln + Fleisch, Eis. Plötzlich waren keine Franzosen mehr da! Wir haben dann noch zusammen Rätsel gelöst.

 
 

Freitag, 29. September 1995

Sturm! Verschlafen. Es war schon 9.40 Uhr als wir erwachten. Schnell zum Frühstück. Danach sind wir mit den Rädern nach Parikia gefahren und hatten dabei starken Gegenwind. In Parikia haben wir an einem Strand eine kurze Pause gemacht. Dort peitschte uns der Wind Sand gegen die Beine. Gute Wellen. Wir gingen zur Post und einkaufen, danach spazierten wir ohne Räder durch die engen Gassen. Das war sehr schön. Detlev kaufte sich voll Freude eine deutsche Zeitung. Dann sind wir mit den Rädern in Richtung Westküste aufgebrochen, wo auf den Karten eine Höhle aufgezeichnet war. Nach einiger Zeit fanden wir eine schöne Stelle zum Pausemachen, wo Sand und Felsen und tolle Brandung war (Füße ins Wasser!). Später fuhren wir weiter, bergauf, und suchten die Höhle. Von oben hatten wir einen guten Blick auf die Steilküste des Westens. Dort sahen wir im Felsen eine Höhle, zu der man aber nicht hinkam. Ganze Küste dort steil und felsig! Wir fuhren dann über Parikia zurück zum Hotel mit gutem Downhill am Ende. K. o. Wir badeten im Pool, allerdings war es schon ziemlich kalt (das Wasser). Danach wuschen wir den Beutel, der beschmutzt wurde, als wir die Westküste anschauten: Mein Rad fiel um und genau auf eine Packung Waldbeerensaft, welche aufplatzte. Leider merkten wir dieses Malheur etwas zu spät. Der ganze Saft war bereits ausgelaufen und alles klebte. Zum Abendessen gab es heute Gemüsetopf (Zucchini, Kartoffeln, ...), Salat, Hackfleischröllchen mit Kartoffelbrei und Honigmelone. Jetzt ist es ca. 20.15 Uhr. Detlev schummelt gerade beim Rätseln! Heute habe ich beim Radfahren viel gejammert; die Berge waren soo anstrengend und der Wind.

 
 

Samstag, 30. September 1995

Nach dem Frühstück fuhren wir um ca. 10.00 Uhr mit den Rädern in Richtung Naoussa los und weiter die Hauptstraße an der Ostküste entlang. Überall gute Aussicht. Wir fuhren zunächst nach Pisso Livadi, einem kleinen Ort mit hübschem Hafen. Dort aßen wir ein Eis und ruhten uns ein bißchen aus. Dann ging's weiter in Richtung Drios, dabei hatten wir von oben einen tollen Blick auf Pisso Livadi. Über Drios fuhren wir weiter zum Golden Beach, wo wir eine längere Pause machten. Dabei gingen wir am Strand spazieren und setzen uns dann auf die schönen Felsen, um einen Apfel zu essen und das Meer mit den Surfern dort in der Bucht zu genießen. Später fuhren wir weiter in Richtung Aliki. Dabei ging die Straße in Serpentinen bergauf. Wir schafften es, ohne schieben zu müssen. Oben angelangt, erwartete uns ein wunderbarer Ausblick. Downhill. Dann viele Uphills und Gegenwind. Aliki haben wir nur von oben gesehen. An einer Tankstelle machten wir nochmals halt, um etwas zu trinken, danach ging es weiter in Richtung Parikia. Dieser Streckenabschnitt war vor allem durch den Gegenwind sehr anstrengend. In Parikia waren wir schon total k. o., aber irgendwie haben wir den Weg von Parikia zum Hotel noch geschafft (immerhin noch ca. 11 km!). Dort haben wir heiß geduscht. Jetzt ist es 18.00 Uhr, die Sonne ist gerade hinter dem Berg verschwunden. Wir sitzen noch ein bißchen auf dem Balkon.

 
 

Sonntag, 1. Oktober 1995

Um 9.15 Uhr sind wir nach Parikia losgefahren und dort in einen schmalen Pfad eingebogen, der zum Schmetterlingstal (Butterflyvalley, Petaludes) führen sollte. Manchmal wußten wir nicht genau, wo es lang geht und wir mußten einige kurze Verschnaufpausen machen, da es so steil war (wir schoben die Räder). Als wir "Butterfly-valley" fanden, mußten wir feststellen, daß es seit dem 24.09. geschlossen ist und daß es sich nicht um ein ganzes Tal handelt, sondern nur um einen Garten, den wir uns nun nur von außen anschauen konnten. So fuhren wir bald weiter nach Pounta und dort mit der Fähre (100 Drs pro Person) nach Antiparos und dann in Richtung Tropfsteinhöhle. Erst war der Weg noch asphaltiert, danach aber trotzdem noch ganz gut befahrbar, da gut plattgewalzt. Zum Schluß ging es nur noch bergauf und wir mußten die Räder schieben (ca. 2 km). Kurz vor der Höhle schlossen wir die Räder an und liefen den letzten Anstieg ohne Räder. In der Höhle ging es viele Stufen etwa 90 m hinunter in den Berg, wo wir alles bewunderten. Es war gar nicht so kalt, im Gegenteil, vom Treppensteigen war uns recht warm und wir brauchten draußen erst einmal eine Erfrischung. Dann ging es Downhill, dabei begann es leicht zu regnen. Kurz vor dem Ort Antiparos wurde der Regen stärker. Wir setzten uns ins Trockene und aßen etwas. Wir hofften, es würde inzwischen aufhöhren, aber es regnete weiter. Mit der Fähre fuhren wir wieder nach Pounta. Es war ziemlich kalt, so stellten wir uns ein bißchen unter und versuchten, warm zu werden. Als der Regen nachließ fuhren wir schnell nach Parikia. Dort tauschten wir Geld um, telefonierten und gingen einkaufen. Danach gaben wir die Fahrräder ab und lieben zum Bus in Richtung Naoussa. Wir konnten die ankommenden Fischer beobachten, die sofort (vom Schiff aus) ihre Fische verkauften. Danach ging's los. Kurz vor "unserer" Kreuzung ging Detlev zum Busfahrer und sagte, daß wir dort aussteigen möchten. Beim Aussteigen mußten wir noch bezahlen. Dann liefen wir zum Hotel, wo wir duschten und später Abendbrot aßen: ARtischocken mit Zitronensoße, Salat, Schweinefleisch mit Pilzen, Birne. Jetzt machen wir Siesta (20.20 Uhr).

 
 

Montag, 2. Oktober 1995

Ausgeschlafen. Nach dem Frühstück sind wir zum Strand gegangen, aber durch den starken Wind war es ziemlich kalt, so daß wir versuchten, hinter einer Minidüne Schutz zu finden. Schließlich zogen wir uns im Hotel um und liefen nach Naoussa. Dort aßen wir bei "Sea food" (erstes Lokal, Sonnenbrand): Greek salad, Tuna salad, Makarele. Total lecker. Nach einem Spaziergang durch die Gassen und einem Eis liefen wir wieder zum Hotel zurück. Dort gingen wir in den Pool, das Wasser war eisig, aber nach einer warmen Dusche war alles wieder gut! Dann Siesta (ca. 18.15 Uhr). Heute mittag ist ein Trupp Franzosen angekommen.

 
 

Dienstag, 3. Oktober 1995

Blauer Himmel, keine Wolken! Heute machten wir einen Spaziergang über Kolumbithres und weiter bis fast zum Kap. Dort fanden wir einen kleinen Strand mit einer relativ windstillen Stelle, wo wir uns niederließen und herrlich faulenzten. Später sind wir auch baden gegangen, es war aber kalt. Auf dem Rückweg holten wir uns noch bei Kolumbithres ein Eis und wieder im Hotel saßen wir (von 15.00 Uhr) bis zum Sonnenuntergang auf dem Balkon. Abendessen: Grüne Bohnen, Tsatziki, Moussaka, Orange.

 
 

Mittwoch, 4. Oktober 1995

Herrlicher Sonnenschein! Um 10.00 Uhr fuhren wir mit dem Shuttlebus nach Naoussa, von dort um 10.30 Uhr nach Parikia, wo wir in den Bus einstiegen, der über Lefkes fuhr (11.00 Uhr). In Lefkes stiegen wir aus und suchten nach dem Weg zum höchsten Berg der Insel, dem "Profetis Ilias", wie er genannt wird. Wir fanden einen, wo wir meinten, der wäre richtig, obwohl es kein Hinweisschild gab. 11.40 Uhr ca. losgelaufen, gelaufen und gelaufen und genossen die Aussicht. Bei einer Abzweigung sind wir einfach rechts gelaufen, der andere Weg schien zu weit weg zu führen. Wir kamen bis zum Kloster Agios Ioannis Kaparos, dort schien der Weg zu Ende zu sein. Also gingen wir wieder bis zur Abzweigung zurück und nahmen den anderen Weg. Dieser war sehr schön, er führte um die Berge herum und doch bergauf. Wir hatten eine gute Aussicht auf die Nordostküste bis Pisso Livadi. Der Weg war richtig. Weiter oben wurde es sehr windig und wir mußten uns lange Hosen und Hemd/Bluse anziehen. Die Aussicht war sehr schön. Um ca. 14.30 Uhr sind wir oben angelangt. Dort war nichts, keine Menschen, kein Kiosk, nur Wind! Wir suchten uns ein windarmes Eckchen und aßen unsere Äpfel. Dabei beschlossen wir, daß wir nach Parikia laufen wollen. Um ca. 15.00 Uhr brachen wir auf und fanden fast ganz oben einen kleinen Weg, der richtig sein mußte. Dieser Weg war schlängelig, sehr steinig und rutschig, teilweise bewachsen. Wir mußten über kleine Zäune klettern, an Pferden vorbei und an einem Haus mit bellenden Hunden. Leider fanden wir nirgends einen Abzweig nach rechts in Richtung Parikia. So waren wir dann froh, wenigstens an der Hauptstraße Aliki - Parikia herausgekommen zu sein, denn uns tat schon alles weh. Wir hofften, dort einen Bus zu bekommen. Bis dahin hatten wir bereits über 600 m überwunden. Wir liefen bis zum Abzweig Petaludes (Butterfly valley), dort gab es endlich eine Bushaltestelle, sogar mit Abfahrzeiten! Der nächste Bus sollte danach um 18.30 Uhr fahren und es war erst 17.30 Uhr. Deshalb liefen wir weiter. Um ca. 18.30 Uhr erreichten wir langsam die Stadt. Dort gingen wir schnell in den Laden (18.40 Uhr) und danach zum Bus nach Naoussa, welcher um 19.00 Uhr abfuhr. An "unserer" Kreuzung stiegen wir aus und schafften es noch irgendwie, diesen Weg zu laufen. Im Hotel zogen wir uns um und gingen zum Abendessen (Reis mit Käsesoße, Salat, Huhn mit Kartoffeln, Birne), danach legten wir uns hin und lasen.

 
 

Donnerstag, 5. Oktober 1995

Um ca. 9.15 Uhr gefrühstückt, danach auf dem windstillen Balkon gefaulenzt, später am Pool. Um 12.30 Uhr fuhren wir mit dem Shuttlebus nach Naoussa, wo wir noch kurz durch die Gassen und dann zum Hafen liefen. In unserem Lieblingslokal aßen wir Greek salad, Tuna salad und Cuttle fish. Cuttle fish ist auch Tintenfisch, hat aber nicht sooo gut geschmeckt. Danach suchten wir uns auf einem Spielplatz ein relativ warmes Plätzchen, denn es war plötzlich etwas bewölkt. Aber die Sonne kam bald wieder hervor. Wir lasen und aßen Eis. Später sind wir langsam (uns tat noch von gestern alles weh) ins Hotel gelaufen. Auf dem Weg trafen wir ein englisches Paar und der Mann fragte uns: "Excuse me, is this Naoussa?" Dabei sprach er Naoussa aus wie "Nussa". Das war lustig. Im Hotel saßen wir am Pool und Detlev ging auch ins Wasser, aber es war sehr kalt. Dann saßen wir auf dem Balkon, wo uns die getigerte Katze wiedermal besuchte. Zum Abendessen gab es Suppe mit Leber darin, Salat, Pommes + Frikadelle + Reis + "Pferdefutter" und Eis. Die Franzosen sind wieder weg.

 
 

Freitag, 6. Oktober 1995

Mit dem Shuttlebus fuhren wir um 10.00 Uhr nach Naoussa, wo sich Detlev Naß-Rasierzeug kaufte, da sein Rasierapparat kaputtgegangen ist. Nachdem wir wieder ins Hotel gelaufen waren und Detlev sich rasiert hatte, setzten wir uns an den Pool. Dort blieben wir den ganzen Nachmittag. Dann gingen wir noch ins Wasser. Es war nur im ersten Moment kalt, dann o. k. und wir spielten ja auch Wasserball, um uns warm zu machen! Dann duschten wir im Zimmer und lasen auf dem Balkon und spielten Karten. Natürlich besuchte uns das Katerli! Abendessen: Erbsen mit Tomatensoße, Salat, gegrilltes Fischfilet, Orange.

 
 

Samstag, 7. Oktober 1995

Früh aufgewacht und um ca. 8.10 Uhr zum Frühstück gegangen. Danach die Sonne auf dem Balkon genossen. Es war schön warm, da der Balkon windgeschützt liegt. Später, so ungefähr um 12.00 Uhr, losgelaufen über Kolumbithres bis zum Ende der Naoussa-Bucht, wo man auf's offene Meer blicken konnte und auf die tosende Brandung an die Felsen der Westküste. Dort haben wir den schönen Leuchtturm gesehen. Nachdem wir alles eine Weile bewundert hatten, meldete sich Detlevs Magen und wir gingen zurück zu Kolumbithres, wo wir in einer "Taberna" einen Greek salad, frittierte Garnelen und panierte Zucchini aßen. Dann liefen wir zurück zum Hotel. Am Pool war es noch schön, aber gegen 17.00 Uhr wurde es recht kalt, so gingen wir ins Zimmer, zogen uns um und setzten uns noch auf den Balkon. Als wir heute zum Leuchtturm losliefen konnten wir am Strand zu einer Sandbank im Meer laufen. Fein! Abendessen: Nicht besonders gut!

 
 

Sonntag, 8. Oktober 1995

Detlevs Geburtstag! Am Vormittag haben wir die Sonne auf dem Balkon genossen und sind um 12.30 Uhr mit dem Shuttlebus nach Naoussa gefahren. Dort gingen wir wieder in "unser" Lokal. Diesmal aßen wir Greek salad, Tunafish salad und Swordfish. Lecker! Nach dem Essen spazierten wir noch ein bißchen durch die Gassen und setzten uns ans Hafenbecken, um unsere gekauften Kekse und Chips zu probieren. Die Chips schmecken wie Pommes mit Mayo! Danach aßen wir noch ein Eis und liefen dann langsam ins Hotel zurück. Bis kurz vor dem Abendessen saßen wir auf dem Balkon - zusammen auf einem Stuhl! Abends gab es: gefüllte Aubergine, Salat ("Pferdefutter"), Kalbsfleisch mit Kartoffeln, Orange.

 
 

Montag, 9. Oktober 1995

Um 10.00 Uhr fuhren wir mit dem Shuttlebus nach Naoussa und von dort um 10.30 Uhr mit dem Bus nach Parikia. Dort sind wir gebummelt und haben einen kleinen Spaziergang aus dem Ort heraus gemacht. Wieder in Parikia haben wir einen Riesendonut und ein Schokoladencroissant gegessen und später noch zwei Donuts zum Mitnehmen gekauft. Dann saßen wir noch am Hafen und beobachteten, wie eine Fähre ankam. Um ca. 16.15 Uhr fuhr unser Bus zurück nach Naoussa. Wir stiegen an "unserer" Kreuzung aus und liefen ins Hotel. Jetzt, gegen 17.30 Uhr, wird es langsam kühler, da die Sonne bald untergeht. Aber wir sitzen noch draußen.

 
 

Dienstag, 10. Oktober 1995

Heute haben wir mehr oder minder den ganzen Tag gefaulenzt (Rätsel, Lesen, ...). Als wir morgens entdeckten, daß am Pool alles eingebaut wurde, sind wir schnell hingegangen und belagerten zwei Liegen. So saßen wir am Pool und konnten alles gut beobachten! Nur einige wenige Stühle, drei Tische und sieben Liegen blieben übrig. Gegen Mittag bekamen wir Hunger und beschlossen, zu der Taverne an den Kolumbithres-Stränden Essen zu gehen. Leider war auch diese schon geschlossen. So aßen wir im Hotel unsere Riesendonuts von gestern und setzten uns danach wieder an den Pool bis es zu kalt wurde. Am Pool spielten wir auch mit einem kleinen Ball, den wir uns gegenseitig über das Wasser zuschleuderten. Auf dem Weg von der Taverne ins Hotel zurück hatten wir plötzlich einen kleinen Begleiter - ein Hund wetzte hinter und vor uns her und kam bis zur Eingangstür des Hotels mit. Abendessen: Suppe (Spargelcremesuppe), Salat, Kalbfleisch mit Teigwaren (= Nudeln) und Apfel.

 
 

Wochentag, X. Oktober 1995

Text

 
 

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