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Reisebericht Island

09.07. - 23.07.2006


Sonntag, 9. Juli 2006

Nach dem Frühstück versuchen wir, endlich die Koffer zu schließen. Zu dick. Also auf irgendetwas verzichten. Es klappt; die 2 Koffer sind zu! Dazu kommen 3 Rucksäcke als Gepäck und die Jacken über dem Arm.

Vollbepackt geht es gegen 10.20 Uhr zu Fuß zum Bahnhof. Bahnfahrt, Bus zum Flughafen. Am Frankfurter Flughafen mit der Magnetbahn zu Terminal 2. Einchecken des Gepäcks am Icelandair-Schalter und Flugtickets. Dabei beäugen der anderen Leute. Ob einer von ihnen in unserer Reisegruppe sein wird? Dann gehen wir zum Gate D26 und warten auf das Boarding. Relativ kleine Maschine. Mir wird komisch. Irgendwie mag ich Fliegen nicht besonders...

Icelandair-Flug
Wir sitzen auf Mittel- und Gangplatz. Der Fensterplatz neben mir ist von einer Frau besetzt. Start. Unangenehm durch Wolken. Wir werden ganz schön durchgerüttelt. Später wird es besser. Das Essen ist gut, der Service auch. Nach Stunden taucht die isländische Küste auf, über dem Land sind aber auch Wolken. Wir sehen einen Gletscher, Sander, Flussläufe, Seen, Berge - wow! Es dauert nicht lange - Reykjavík ist zu sehen - und wir landen in Keflavík auf isländischem Boden. Puh. Flug überstanden.

Auf dem Flughafen Keflavík müssen wir ganz schön lange laufen, um zu den Gepäckbändern zu gelangen und wissen nicht 100-prozentig, ob wir richtig sind, als wir durch merkwürdige Glasschiebetüren müssen. Aber dann finden wir den Weg und können uns bald mit unserem Gepäck in Richtung Ausgang aufmachen. In der Halle stehen in einem Halbkreis mindestens 10 "Schilderhalter" von verschiedensten Reiseveranstaltern. Wir finden unseren und müssen noch auf Leute aus einer anderen Maschine warten.

Kirche
Dann geht es mit einem kleinen Bus in Richtung Stadt (Reykjavík). Auf dem Weg sehen wir die Berge auf der anderen Seite der großen Bucht, viel Lava :), bunte Häuser, Meer. Die Sonne scheint und es sind 16°C. In Reykjavík erreichen wir zuerst ein Gästehaus und fast alle steigen aus. Wir kommen im Hotel Plaza unter. Nettes Zimmer, allerdings ohne Aussicht (enger Hof). Um Punkt 18.00 Uhr Ortszeit schalten wir den Fernseher für das Fußballspiel (WM-Finale) an, welches in Berlin um 20.00 Uhr beginnt.

Nach dem Spiel werden wir noch etwas zum Essen suchen und einen Spaziergang machen. Ich bin schon ziemlich müde. Gut, dass wir 2 Stunden mehr haben durch die Zeitumstellung.

 
 

Montag, 10. Juli 2006

Gegen 9.00 Uhr lernen wir in der Hotelhalle unsere Reiseleiterin Aldís und den Rest der Gruppe kennen. Wir sind 10 Teilnehmer (Anke, Peter, Anne + Willi-Bernd, Johanna + Norbert, Wilma, Franziska und wir).

Detlev
Nachdem das Gepäck von allen im Kofferraum des Busses verstaut ist, fahren wir zunächst zum gemeinsamen Einkauf. Das ist sehr interessant, da Aldís mit dabei ist. Dann geht es hinauf zur "Perle", einem Hügel in Reykjavík mit einer Aussichtsplattform auf 4 großen Wassertanks mit Kuppel. Dort genießen wir die Aussicht bevor wir die Stadt für knapp 2 Wochen hinter uns lassen.

In Richtung Osten fahren wir danach aus der Stadt und immer an einer Pipeline entlang auf interessanter Strecke bis wir mitten in Bergen anhalten und einen kleinen Rundgang machen - unsere erste Mini-Wanderung :) Wir haben Aussicht auf ein Kraftwerk, wo das Wasser vom nahen See þingvallavatn auf ca. 90°C erwärmt und in der Pipeline nach Reykjavík transportiert wird. Der Wärmeverlust soll sehr gering sein. Wir laufen noch ein Stück weiter mit Blick auf Lava, Berge, den See, Dampf aus heißen Quellen und die winzigen Blüten zwischen den Steinen.

Ein kurzes Fahrstück weiter halten wir noch einmal am See, um die Aussicht zu genießen und zu fotografieren. Dann gehts ein Stück um den þingvallavatn herum nach þingvellir, dem alten Parlamentsplatz, an dem sich die Isländer an sehr wichtigen Tagen wohl heute noch treffen. Dort gibt es eine Art Schlucht, in die wir hineinwandern. Hier driften die eurasische und die amerikanische Kontinentalplatte auseinander. Diese Zone geht durch das ganze Land. Es regnet etwas. Mittagspause unter einem Dach bei Regen.

Nun folgt eine Wanderung durch ein altes Lavagebiet - wunderbar grün! Aldís fährt den Bus zum Endpunkt und kommt uns entgegen.

Es geht nach Laugarvatn - dort ist dann auch unser Quartier für die Nacht - und noch ein Stück weiter ins Hochtemperaturgebiet, wo sich der sehr ruhige Geysir befindet, der allen heißen Springquellen ihren Namen gegeben hat, und der Strokkur, der alle 3 - 4 min. ausbricht. Wow! Gigantisch! Geysir Strokkur
Auch andere warme und heiße Stellen und Quellen gibt es hier zuhauf. Es dampft und brodelt überall. Sehr interessant. Die 40 min. Zeit sind rasch verstrichen.

Es geht zum Hotel. Dort haben wir ein Zimmer mit Blick auf den See Laugarvatn und sehen auch den Berg Hekla und zwei Gletscher - Langjökull und Hofsjökull - in der Ferne. Das erste Abendessen mit der Gruppe ist sehr nett und lustig. Wir sitzen mit den 3 Schweizern am Tisch.

Nun sind wir total platt und freuen uns auf unser Bett. Ein anstrengender, aber sehr interessanter Tag liegt hinter uns. Die Reiseleiterin ist super und erzählt tolle Geschichten. Auch die Leute unserer Reisegruppe scheinen alle sehr nett zu sein. Ein kleiner Regenbogen erscheint gerade am Himmel. Die letzten Fotos. Gute Nacht!

 
 

Dienstag, 11. Juli 2006

Nach einem guten Frühstück geht es um 8.45 Uhr los. Aldís lässt uns bald aus dem Bus zu einer Wanderung und fährt selbst vor. Es geht zum Rand einer Schlucht, an der wir entlanglaufen. Der Fluss ganz unten heißt Hvítá. Das Gestein dort ist interessant. Tolle Basaltsäulen.

Gullfoss
Bald sehen wir ihn, den "Goldenen Wasserfall" - Gullfoss. Wow! Es ist so schön und so unvorstellbar viel Kraft. Die Wassermassen fallen in zwei Stufen. Der obere Teil ist etwas sanfter, falls man das überhaupt so sagen kann :), der untere Teil fällt über eine Kante in die tiefe Schlucht. Faszinierend. Unsere Regenhosen kommen hier das 1. Mal zum Einsatz. Übrigens ist der Wind hier - besonders oben am Rand der Schlucht - gewaltig! Man muss sich wirklich winddicht anziehen.

Nun geht es durch das Hochland (Kjölur) und Sand und Steine empfangen uns. Einige Pflänzchen gibt es auch und Seen. Wir sehen den Gletscher Langjökull, besonders die Gletscherzungen Suðurjökull und Norðurjökull, und den Gletscher Hofsjökull. Interessant. Die Mittagspause in der Sonne wird wegen des unerträglichen Windes hier verschoben. So fahren wir weiter bis zum Hochtemperaturgebiet Hveravellir, wo es überall dampft. Dort bauen wir bei starkem Wind alles zum Essen auf, aber es beginnt dann zu regnen. Also alle wieder 'rein in den Bus und dort essen.

Dann folgt eine kurze Wanderung - der Regen hat aufgehört - zu einer Höhle und dann zu den heißen Quellen und Solfataren. Sehr interessant. Der Wind bläst immer noch unvermindert. Nun heißt es ausziehen und in Badesachen zum Hot Pot laufen. Ach, wie ist das herrlich warm in dem Pool!! Wir haben Ausblick auf einen Gletscher und wollen nie wieder aus dem heißen Wasser herauskommen. Es kostet viel Überwindung und dann schnell abtrocknen, in die 3 - 4 Schichten Klamotten und zum Bus. Unsere Haare sind nass geworden, weil es zwischendurch geregnet hat. Also auch Mütze auf. Ordentlich durchgewärmt geht es nun mit dem Bus weiter durch das Hochland mit ziemlich viel Regen.

Langsam wird es wieder grüner, Schaf Schaf sind zu sehen, dann ein Kraftwerk (unterwegs viele Stauseen) und die ersten Häuser. Die Zivilisation hat uns wieder. Wir sind nun im Norden von Island. An einer Tankstelle (Pipipause) waschen Detlev, Peter und Willi-Bernd den Bus und wir - Wilma, Franziska, Anke und ich - sitzen drinnen und lachen uns kaputt. Dann geht's zur nahen Unterkunft in Bakkaflöt.

Um 19.30 Uhr gibt es Abendessen, leckeres Büfett. Danach werden wir in den Nebenraum entführt und haben viel Spaß beim Erlernen eines isländischen Liedes und eines Tanzes. Aldís spielt Akkordeon. Gegen 21.00 Uhr ist es Zeit zum Baden :) Es ist wunderbar, draußen unter freiem (blauem) Himmel zu schwimmen und zu plantschen in sehr angenehmer Wassertemperatur. Auch den Hot Pot lassen wir hier natürlich nicht aus. Ziemlich heiß allerdings. Wir finden kaum ein Ende... Duschen, Haare trocknen und erst einmal abkühlen beim Reisebericht schreiben. Gleich gehts zu Bett. Es ist 23.00 Uhr. So schnell vergeht die Zeit!

 
 

Mittwoch, 12. Juli 2006

Es regnet... Wir fahren zunächst zu einem Museum (Grassodenhäuser) nach Glaumbær. Sehr interessant, besonders auch von innen. Dann geht es zu einem Bauernhof, wo Pferde gezüchtet werden. Dort wird uns alles erklärt, wir können im Stall die Pferde sehen und anfassen und werden mit Kaffee/Tee und Pfannkuchen/Kuchen bewirtet. Es ist toll.

Akureyri
Danach fahren wir in die Hauptstadt des Nordens, Akureyri, wo wir freie Zeit zur Verfügung haben. Detlev und ich schauen uns den Botanischen Garten an (kostenloser Eintritt!) und dann ein bisschen die Geschäfte.

Die Ringstraße führt uns nun über die Berge und zu einem sehr schönen Wasserfall, dem Goðafoss. Großartig! Es ist toll; ich bin total begeistert!
Von dort geht es zum Mývatn (Mückensee), wo wir eine kurze Wanderung bei eisigem Wind auf einen Pseudokrater machen. Das Gebiet hier sieht sehr interessant aus mit viel Wasser, Lava und Grün. Die Unterkunft ist nicht weit entfernt. Sehr gemütliche Zimmer für zwei Nächte. Das Essen ist wie bisher auch sehr lecker. Es gibt Fisch (Forelle).

Heute hat es fast nur geregnet. Hoffentlich wird es morgen besser, denn wir wollen viel wandern.

 
 

Donnerstag, 13. Juli 2006

Nach dem Frühstück starten wir eine Wanderung auf den nahen Ringwallkrater. Von dort oben haben wir eine tolle Aussicht, denn heute ist das Wetter super! Ja, es scheint die Sonne und der Himmel ist blau. Lava
Der Abstieg gestaltet sich doch leichter als der Weg zunächst aussieht. Dann wandern wir zu den sogenannten Dunklen Burgen (Dimmurborgir). Das sind sehr interessante Lavaformationen, auch ziemlich hoch zum Teil. Aldís erklärt ganz viel. Sie ist wirklich super!

Jetzt geht es rund um den Mývatn mit dem Bus. Wir sehen Kragenenten, Singschwäne und mehr. Mittagspause mit Blick auf den See.

Es folgt nun die Fahrt zum Hochtemperaturgebiet Krafla, wo wir ebenfalls eine Wanderung unternehmen. Die unterschiedlich alten Lavaergüsse und die vielen Farben faszinieren mich. Außerdem dampft es überall; die Erde ist ganz warm. Langsam zieht es sich zu...

Schlammloch
Danach geht es zu dem anderen Hochtemperaturgebiet in der Nähe. Dort gibt es u. a. brodelnde, kochende Schlammtöpe und stinkende, dampfende Löcher :). Zur Feier des schönen Tages fahren wir nun ins Freibad, zur "Blauen Lagune des Nordens". Es ist sooo herrlich! Das Wasser ist genau richtig warm und der Ausblick auf den Mývatn und die Berge super.

Danach geht es zur Unterkunft zurück und zum Abendessen. Heute gibt es mal keinen Fisch, zumindest nicht als Hauptspeise (vorher ja, da gibt's Lachs), sondern Hackfleischbällchen, Kartoffeln, Rotkohl und Salat. Lecker. Der nächste Tag wird kurz besprochen und dann geht es von unserem Kuhstall-Restaurant zurück zum Zimmer - allerdings nun im strömenden Regen... Wir sind total platt!

 
 

Freitag, 14. Juli 2006

Heute geht es zunächst in Richtung Húsavík, wo wir eine kurze Pause haben (Kirche und Hafen angeschaut). Danach umrunden wir die Halbinsel und fahren zu einem ca. 25 km langen Canyon, wo wir zu den Echofelsen und auf den roten Hügel wandern. Tolle Felsen und Natur. Auf dem roten Hügel ist so starker Wind, dass wir fast weggeweht werden. Mittagspause dort am Parkplatz.

Nun gehts mit dem Bus ein Stück weiter und wir wandern in einem hufeisenförmigen Tal an einen kleinen See mit Enten und hohen Felswänden, an denen Sturmvögel (?) brüten.

Dettifoss
Dann fahren wir zum gewaltigen Dettifoss. Auch diesen dürfen wir uns erwandern. Wow! Unbeschreibliche Wassermassen stürzen hinunter in den Canyon!

Von hier fahren wir nun ca. 3 Stunden durch verschiedene Landschaften, meist öde, bis nach Egilstadir im Osten, wo wir für 2 Nächte unterkommen. Das Abendessen (Beginn erst um 20.30 Uhr) ist wie immer gut. Leider sind wir erst so spät im Zimmer. Nun heißt es sofort schlafen, denn morgen ist eine ganztägige Wanderung geplant.

 
 

Samstag, 15. Juli 2006

Die Sonne scheint den ganzen Tag! Unser 1. Tag komplett ohne Regen.

Wir fahren etwa 1 Stunde mit dem Bus in Richtung Norden (Str. 94). Die Straße geht dann hinauf auf die Berge, wo wir mit unserer Wanderung beginnen. Es ist sehr abwechslungsreich und wunderschön. Die Natur, die Farben; riesige Felsen, Berge (Dryfjöll 1136 m), Steine, Bäche, kleine Seen, Schafe, Schneefelder; bergauf und bergab. Moos
Das letzte Stück um den Berg herum zurück ist fast eben und zieht sich dann doch ziemlich lang... Als wir den Parkplatz und damit den Bus erreichen, sind wir ganz schön k. o. Auf der Rückfahrt nickt einer nach dem anderen ein, obwohl (oder gerade weil) Peter uns eine Geschichte vorliest.

Beim Aussteigen vergessen wir unseren Zimmerschlüssel im Bus und Aldís ist damit bereits weggefahren als wir es bemerken. An der Rezeption ist man aber sehr hilfsbereit und schließt uns auf. So können wir uns vor dem Abendessen doch noch frisch machen und umziehen :) Heute gibt es Lammfleisch, als Vorspeise wieder Fisch. Wir freuen uns schon auf's Schlafen!

 
 

Sonntag, 16. Juli 2006

Zunächst fahren wir über eine Hochebene in Richtung Süden. Der Börufjördur (Fjord) liegt im Nebel, aber als wir unten ankommen, merken wir davon nichts mehr. An einem kleinen Fluss suchen wir Steine und Mineralien, hauptsächlich ?? und Bergkristall und schauen uns dann den dazu gehörigen nahen Wasserfall an. Es ist so schön sonnig! Islandpferde


Entlang der südlichen Ostfjorde. Mittagspause im Sonnenschein, ebenfalls nahe eines kleinen Wasserfalls, mit Ausruhen im Gras :) Kleines Museum besuchen und Einkauf in Höfn. Dort sehen wir bereits die riesigen Gletscherzungen des Vatnajökull!

Weiterfahrt zur gigantischen Gletscherlagune Jökulsárlón - wow! Gletscherlagune
Wir machen eine Fahrt mit dem Amphibienfahrzeug mit, d. h. Bootstour auf dem Gletschersee zwischen großen Stücken des Gletschers. Toll, superspitzenmäßig hier! Die Zeit ist wie immer viel zu schnell vorbei...

Nun geht es zu unserer Unterkunft, nicht weit von einer weiteren Gletscherzunge entfernt. Unterwegs haben wir noch einen Läufer für Olympia mit einer Feuerfackel getroffen! Und Pferde :)
Hier haben wir ein Zimmer mit Gletscherblick und freuen uns.

 
 

Montag, 17. Juli 2006

Nach dem Frühstück fahren wir ein kurzes Stück bis zu einem Parkplatz. Dort wartet schon der Traktor mit Heuwagen (ohne Heu natürlich) auf uns und eine weitere Gruppe. Eine abenteuerliche Fahrt zum Vogelfelsen Ingólfshöfði beginnt. Wir werden ordentlich durchgeschüttelt, aber es macht total Spaß! Und: Die Vogelinsel ist dann super: Wir sehen Papageientaucher
so viele Papageientaucher ganz nah! Die ganzen Steilwände und die obere Kante sind voll von diesen lustigen Vögeln mit ihren roten Füßchen und Papageienschnäbeln - wow! Ein Hoch auf die Digitalfotografie ;-) So viele Fotos hätte ich sonst nicht gemacht.

Bald nehmen wir wieder Abschied von Papageientauchern, Trottellummen und Raubmöwe und werden zum Parkplatz zurückgeschaukelt - dieses Mal steht der Wind ungünstiger und wir werden, vorne stehend, erst sandig (das zeckt!) und dann schlammig nass. Aber hinterher trocknet es schnell.

Nun geht es nach sehr kurzer Pause am Hotel zum Skaftafell Nationalpark, wo wir wandern. Unterwegs sehen wir auch den Wasserfall Svartifoss und können Svartifoss
auf die Gletscherzunge Skaftafelljökull des Vatnajökull von oben schauen. Der Rückweg auf einem sehr interessanten Pfad (*Anke zuzwinker*) gestaltet sich etwas anstrengend, aber schön durch über mannshohen Birkenwald. Dann sind wir doch froh, wieder ins Hotel zu kommen.

Das Wetter ist erneut den ganzen Tag trocken. Morgens/Vormittags blauer Himmel und Sonne, später zieht es zu, ist aber noch warm. Abends erneut mehr Blau zu sehen. Das Essen ist nicht so nach meinem Geschmack heute: süßsaures Lamm...

 
 

Dienstag, 18. Juli 2006

Heute geht es zunächst zur kleinsten Kirche Islands in Núpsstaður. Dort lebt auch der alte Filippus, den Aldís sehr mag :) Dann fahren wir vorbei an einem Wasserfall namens Foss = Wasserfall, sehr einfallsreich, bis nach Kirkjubæjarklaustur, wo wir tanken und einkaufen. Es geht nun über ein Sandergebiet am Fuße der Katla (Berg). An einer Wollfabrik in Vik machen wir Mittagspause und z. T. Einkäufe. Drei aus der Gruppe, nämlich Detlev, Peter und Franziska machen eine Wanderung über einen Berg dort. Wir holen sie auf der anderen Seite mit dem Bus ab. Der Ort dort heißt Reynir.

Dryhólaey
Dann fahren wir zur Dryhólaey, einer Vogelinsel mit großem Loch in einem Felsen. Dort ist es total schön, auch die Sonne kommt wieder zum Vorschein, nachdem wir pünktlich zur Mittagspause etwas Regen hatten. Wir sehen wieder Papageientaucher und genießen die Aussicht auf die schwarzen Strände. Dann laufen wir hinunter an den etwas steinigen Strand.

Abfahrt zur nächsten "Etappe" :) zum wunderschönen Skógafoss mit Regenbogen. Dieser Wasserfall ist einer der schönsten, finde ich! Unsere Unterkunft ist nicht so weit entfernt, nur 5 - 10 min mit dem Bus westlich davon. Die meisten Wolken haben sich verzogen, die Sonne scheint - ist das Leben nicht schön?!

Wir haben ein Zimmer mit Meeresblick, aber es ist doch relativ weit weg von hier. Nun, die Möwen hört man gut. :)

 
 

Mittwoch, 19. Juli 2006

Wir fahren nach dem Frühstück los auf der Ringstraße (Str. 1) und dann bald rechts ab, am Seljalandsfoss vorbei, eine abenteuerliche Schotterstraße - mit kleinen Furten - entlang bis zu einem See an einer Gletscherzunge des Eyjafjallajökull. Von dort beginnen wir eine Wanderung bei wunderbarem Sonnenschein und ziemlich eben. Diese Wanderung führt uns Gletscherzunge
später in eine Schlucht namens Steinsholtslón. Sie ist wunderschön mit einem Flüsschen und hohen Bergen drumherum. Erst nach einem guten Stück muss man den Bach/Fluss überqueren, was trockenen Fußes nicht so einfach ist. Nun verengt sich die Schlucht, von oben tropft es, bis wir in einen sehr engen Teil kommen, wo wir ziemlich klettern müssen, wobei sich Willi-Bernd am Kopf verletzt und später zum Arzt muss. Ganz am Ende sehen wir einen Wasserfall. Zum Fotografieren sind die Lichtverhältnisse allerdings nicht gut. Es ist dunkel und ganz oben heller sonnenschein. Dann geht es wieder zurück, über den kleinen Fluss - klappt schon etwas besser bei mir :) -, durch die Schlucht und bis zum Bus am kleinen Gletschersee mit einigen Eisschollen.

Seljalandsfoss
Von dort fahren wir zurück zum Seljalandsfoss, wo wir viel Zeit zum Genießen und Bestaunen, Hinterwandern und Ausruhen haben. Nach einem ausgiebigen späten Mittagessen natürlich! Ja, hinter diesen schönen Wasserfall kann man laufen - ein interessantes und vor allem nasses Erlebnis. Aber es ist toll!

Gegen Abend geht es zurück zur Unterkunft in Drangshlið. Wieder ein sonniger, wunderbarer Tag... Abends singen wir mit Aldís und überhaupt ist es sehr lustig. Morgen müssen wir früh los (8.00 Uhr) und deshalb früh aufstehen, also gute Nacht!

 
 

Donnerstag, 20. Juli 2006

Und wieder strahlt die Sonne mit uns um die Wette! Wir fahren auf der Ringstraße in Richtung Westen und biegen dann auf die Str. 26 ab. Der Berg/Vulkan Hekla ist sehr schön zu sehen, was wohl nicht so häufig vorkommt. Landmannalaugar
Die Straße wird bald zur Schotterpiste, die uns bis nach Landmannalaugar bringt. Auf dem Weg bewundern wir schon die Farben der Berge und der Natur überhaupt. Es ist unbeschreiblich! Bei Landmannalaugar gibt es einen Park- und Campingplatz. Ziemlich voll dort. Übrigens mussten wir mehrmals furten bis hierher.

Wir machen dann Mittagspause - belästigt von Fliegen oder Mücken - und brechen bald zu einer Wanderung durch Lavafelsen und ein Hochtemperaturgebiet (Dampf) ... Wo ist hier mein Text geblieben??

 
 

Freitag, 21. Juli 2006

Sonne, Sonne, Sonne! :)
Unsere letzten Stunden mit Aldís brechen an... Heute fahren wir auf kürzestem Weg nach Reykjavík. Unterwegs machen wir aber eine Pause zum Stillwerden in der Natur und Sonnenbad. Es tut gut, zusammen zu sein und die Ruhe ein letztes Mal zu genießen.

In Hveragerð haben wir an einem Gartencenter/Souvenirladen namens "Eden" einen Toilettenstopp. Die Damen gehen zu Eva, die Herren zu Adam :)
Als wir die Stadtgrenze von Reykjavík erreichen, überrascht uns Aldís noch mit superleckeren "Pfannkuchen", Tee und Kaffee von und mit ihrer Mutter auf einer kleinen Wiese im Grünen. Total nett!
Dann geht es endgültig zum Hotel und wir nehmen Abschied von Aldís - sehr traurig. Sie ist schon eine tolle Frau und eine Spitzenreiseleiterin!

Reykjavík
Später gehen wir ins Nationalmuseum (sehr interessant) und bummeln zur Halgrímskirkja, um dort die Aussicht vom Turm zu genießen. Wunderbarer Rundumblick über Reykjavík. Danach bummeln wir die Einkaufsstraßen herunter und suchen etwas zum Essen. Letztendlich finden wir ein kleines Thairestaurant, wo es uns gut schmeckt. Dann zurück zum Hotel. Mal sehen, was wir morgen unternehmen. Vielleicht Whale-watching.

 
 

Samstag, 22. Juli 2006

Wir schlafen etwas länger :) und frühstücken dann lange. Danach ziehen wir los. Der Hafen ist unser Ziel. Dort buchen wir eine Walbeobachtungstour für 13.00 Uhr. Dann bummeln wir etwas herum, kaufen uns etwas zum Mittagessen und essen es, während wir auf die Abfahrt des Schiffes warten.

Reykjavík
Ich probiere die tollen "Gegen-Übelkeit-Kaugummis" aus - bah. Bald schon geht es los, raus aus dem Hafen und in die Bucht vor Reykjavík. Zunächst können wir vor einer kleinen Insel Papageientaucher beobachten, später sehen wir Weißschnauzendelfine und letzendlich auch Wale, nämlich mehrere Zwergwale. Diese kommen uns ganz und gar nicht "zwergig" vor! Ist schon ein tolles Erlebnis, Delfine und Wale in freier Wildbahn zu sehen! Noch dazu ist es sonnig und die See relativ ruhig. Mir ist auch überhaupt nicht schlecht geworden, obwohl das Boot ganz schön geschwankt hat.

Abends gehen wir los, um etwas zu essen und einzukaufen. Wir finden eine schöne warme Mütze und passende Handschuhe für mich und lustige warme Strümpfe für Detlev. Mit dem Essen klappt es weniger gut, so dass wir letzten Endes beschließen, doch noch unsere Reste im Hotelzimmer zu essen. Das ist auch wirklich genug, dass wir satt werden.

Mit Kofferpacken lassen wir unseren letzten Abend in Island ausklingen...

 
 

Sonntag, 23. Juli 2006

Nach dem Frühstück werden wir von einem Bus abgeholt und zur Blauen Lagune gebracht. Blaue Lagune
Das Gepäck bleibt derweil im Bus. Wir genießen das warme Wasser ausführlich! Es tut so gut, sich darin zu entspannen. Gegen 14.00 Uhr verlassen wir das Freibad und werden von "unserem" Bus - die Koffer sind noch im Kofferraum - zum Flughafen nach Keflavík gebracht.

Abschied. Es war ein sehr interessanter und toller Urlaub! Vielleicht kommen wir eines Tages wieder in dieses schöne Land...

 
 


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