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Reisebericht Madeira
25.11. - 02.12.2008
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Dienstag, 25. November 2008
3:33 Uhr:
Noch sitzen wir hier am Flughafen. Wir sind müde, können nicht schlafen; es ist
kalt (Klimaanlage?!). Die Sitze hier sehen zwar bequem aus - man kann sogar die Füße
hochlegen -, sind es aber nicht. Unser Flug geht nicht um 4:00 Uhr wie geplant, sondern
anscheinend erst um 5:00 Uhr. Und wir haben bisher noch nicht geschlafen. Ich hoffe, dies im
Flugzeug nachholen zu können. Bei Sonnenaufgang sind wir dann hoffentlich auf Madeira.
Darauf freue ich mich. Später gibt es sicher noch mehr zu berichten.
13:30 Uhr:
Wir sind gut gelandet; guter Flug. Pünktlich zum Sonnenaufgang sind wir am Flughafen von
Madeira. Fahrt ins Hotel, vorbei an grünen Hängen mit so vielen Blüten, Häusern
und mit dem Blick auf das tosende Meer. Wow! Schnell ziehen wir uns um und gehen frühstücken -
riesiges Büffet und überall Menschen, die uns verwöhnen wollen. Ich fühle mich schon
wie eine Prinzessin ;-). Da wir nicht geschlafen haben - nur etwas gedöst im Flugzeug - sind
wir total müde und gehen anstatt eines sofortigen Erkundungsgangs erst mal ins Bett. Bin wohl
auch eingenickt. Kann aber irgendwie nicht schlafen. Nun sitze ich - eingehüllt in eine
leichte Decke und mit einem Kissen im Rücken :) - auf dem Balkon und genieße die Luft
und das Meeresrauschen. Es ist relativ kühl im Moment und regnet ein bisschen (ca. 16/17°C).
Wir können von hier aus die unbewohnten Nachbarinseln "Desertas" sehen, allerdings diesig.
?? Uhr:
Irgendwann gehen wir dann doch noch raus. An den kalten Außenpools vorbei (brrrr) gehen wir zur
Promenade am Meer. Dort gibt es total viele Katzen.
Dann machen wir uns auf den Weg nach Caniço hoch, um einige Lebensmittel einzukaufen. Ächz.
Vollgepackt geht es danach den sehr steilen Weg wieder zum Hotel zurück. Puh! Leider haben wir
immer wieder ganz feinen Sprühregen, so dass ich fast gar nicht fotografieren kann.
Nach dem Duschen geht es zum Abendessen. Abends fester Tisch. Die Kellner auch jetzt sehr freundlich,
zuvorkommend und hilfsbereit. Es gibt Büffet und das am Tisch servierte Hauptgericht (heute
Zackenbarsch) - alles super lecker.
Wieder im Zimmer fallen wir nur noch ins Bett. Mittlerweile ist es ja auch schon nach 22 Uhr (für
unseren Körper 23 Uhr).
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Mittwoch, 26. November 2008
Wunderbarer Sonnenaufgang über den Desertas.
Frühstück mit totalem Verwöhnfaktor - es ist echt schon unheimlich.
Dann TUI-Begrüßung.
Nun machen wir uns fertig für die erste Wanderung. Zunächst geht es sehr abenteuerlich
auf engen Straßen mit dem Bus (ÖPNV) nach Funchal. Dort finden wir irgendwann den
Bus nach Camacha. Das Wetter ist bisher trocken, viele Wolken, etwas Sonne. Sehr schön.
Auf dem Weg nach Camacha hoch beginnt es allerdings zu regnen, aber nur kurz.
Wir wandern los - zunächst ein Stück im Ort, natürlich steil bergauf :) Dann
kommt der Einstieg in die Levada da Serra do Faial. Sehr schön grün und gut zu gehen.
Es beginnt zu regnen. Wir haben seit dem kleinen Ort einen Hund als Begleitung. Der kleine Kerl
läuft mit uns mit durch den Matsch und Regen. Der Levadaweg ist total schön, ohne
Regen würden wir ihn aber wohl noch viel mehr genießen. So schauen wir fast nur nach
unten und stapfen durch ungezählte große Pfützen.
Ganz am Ende kommen wir auf eine Straße. Von nun an geht es abwärts und zwar sehr
steil. Das ist ziemlich anstrengend. Eigentlich wollen wir bis zum Botanischen Garten und von
dort mit der Seilbahn nach unten, aber als wir an einer Kreuzung einen Bus finden, nehmen wir
diesen.
In Funchal haben wir noch etwas Zeit bis der Expressbus nach Caniço de Baixo zurückfährt.
So machen wir kurze Pause an der Hafenpromenade. Aber gerade kommt schon wieder eine dicke Regenwolke.
So gehen wir und suchen nach einem Geschäft, wo wir Getränke kaufen können.
Irgendwie - da sieht es halt etwas trockener aus - stehen wir plötzlich in der Markthalle.
Dort sind noch einige wenige Obst- und Gemüsestände offen. An einem dürfen wir
ganz viele Früchte probieren - lecker, lecker. Natürlich nehmen wir auch einige mit :)
Nun aber rasch zum Bus. Dieser fährt über die Autobahn recht flott, so dass wir bald
wieder im Hotel sind. Wir machen es uns gemütlich; um 20:00 Uhr gibt es Abendessen. Wir sind
gespannt. Draußen regnet es immer noch. Und wir hören das Meer rauschen...
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Donnerstag, 27. November 2008
Nach dem Frühstück steigen wir um 10:10 Uhr in den Bus (ÖPNV) Nr. 155 nach
Funchal. Dort geht es dann mit der noch relativ neuen Seilbahn (10 Euro pro Person) in
15 min über Funchal hinweg bis nach Monte hinauf. Supertolle Aussicht auf die Stadt, das
Meer und die Berge.
Direkt an der Bergstation liegt ein Eingang zum Tropischen Garten (10 Euro p. P.). In diesem
verbringen wir sozusagen den ganzen Tag. Es ist trocken und wolkig und zwischendurch auch
immer wieder sonnig. So schauen wir alles ausgiebig auf wunderschön angelegten Wegen und
Pfaden an, sitzen und lesen, fotografieren - ja, wir genießen diesen Park sehr.
Irgendwann laufen wir - vorbei an den Korbschlittenfahrern - zum Bus, der uns zurück ins
Zentrum von Funchal bringt. Von Funchal aus geht's per Expressbus (18:00 Uhr) zurück zum
Hotel.
Das Essen ist auch an unserem dritten Abend exzellent - genauso wie der Service.
Ein schöner Urlaubstag geht langsam zu Ende.
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Freitag, 28. November 2008
Seit heute haben wir ein Auto.
Mit diesem fahren wir zur Halbinsel São Lourenço. Dort wird gewandert
bis auf den Pico do Furado - mit längeren Pausen ;-) Tolle Felsen, Steilküste, super
Ausblicke auf die Nordküste, die Nachbarinsel Porto Santo und die Desertas.
Abendessen: Madeirensischer Abend!
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Samstag, 29. November 2008
Heute fahren wir nach dem ausgiebigen Frühstück - immer wieder lecker! - nach Caniço
zum Einkaufen hoch. Allein diese Strecke und das Parken ist abenteuerlich :)
Danach geht es langsam aber sicher hoch in die Berge und über den 1413 m hohen Poiso-Pass. Es
ist wunderschön dort. Bei Ribeiro Frio gehen wir den matschigen, aber einfachen und breiten
Weg an der Levada do Furado bis zum Aussichtspunkt "Balcoes". Dort sehen wir die wolkenverhangenen
Berge bzw. eben nicht so ganz :) Auch geht der Blick zum Meer hinunter. Dort ist der sog. Adlerfelsen
- mehr ein Berg - zu sehen.
An diese kurze Tour von ca. 40 min wollen wir nun unsere eigentlich geplante Wanderung von der
Straße in die entgegengesetzte Richtung der Levada anschließen. Leider ist der Einstieg
aber durch Bauarbeiten versperrt. So schauen wir uns die Forellenzucht vorort an und essen erst
einmal etwas.
Dann geht es mit dem Auto weiter abwärts.
Als Ersatzwanderung suchen wir uns den Weg zur Levada do Pico Ruivo heraus. Allerdings ist zu deren
Beginn eine ca. 4 km lange ungeteerte Straße zu bewältigen, was wir nach ca. einem halben
Kilometer abbrechen. Hier bräuchte man einen Geländewagen!
Nun suchen wir den Ort Cruz, was sich echt als schwierig erweist. Irgendwann endlich sind wir da und
finden sogar am Sportplatz einen Parkplatz. Nun geht's zur Levada do Castelejo und immer an ihr
entlang auf gleicher Ebene auf ca. 300 m am Berg. Für ca. 1 Stunde und 20 min gehen wir entgegen
der Fließrichtung, dann etwas schneller denselben Weg zurück. Es ist ein schöner
Weg; an einigen Stellen für mich etwas gruselig mit dem Abgrund neben mir.
Zurück fahren wir nun über die Schnellstraße an der Küste.
Heute hatten wir wieder ein bisschen Regen bei der Levadawanderung, aber es hielt sich in Grenzen.
Sonne hatten wir auch - und einen großen Regenbogen :)
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Sonntag, 30. November 2008 - 1. Advent
Wir haben uns die sogenannte Königstour vorgenommen und extra den Wecker gestellt, damit wir
nicht so spät in die Berge fahren. Leider klingelt das Ding bereits um 6:30 Uhr, weil Detlevs
Uhr im Handy nicht auf madeirenser Zeit umgestellt ist. Entrüstet drehe ich mich noch mal
'rum :) Egal. Letztendlich gehen wir Punkt 8 Uhr zum Frühstück und fahren dann bald los.
Über Funchal und Monte geht es hoch in die Berge. Das Wetter ist sehr vielversprechend.
Es geht über den Poiso-Pass und dann hinauf zum Pico do Arieiro (1818 m). Dort ist dann
plötzlich alles zugezogen, wolkig, Nieselregen und sehr kalt. Dazu kommt ein heftiger Wind.
Wir gehen zum Gipfel und machen uns dann tapfer - es ist nasskalt - auf den Weg Richtung Pico Ruivo.
Allerdings gehen wir nur bis zum sogenannten Bussardnest, einem Aussichtspunkt (wenn man denn etwas
sieht...). Dann laufen wir zurück zum Auto. Sehr schade. Aber bei diesem Regen und Wind macht
es einfach keinen Spaß.
Wir entscheiden uns nun für eine Tour an der Nordküste "Caldeirão Verde" bei dem
Ort Santana. Auf dem Weg dorthin beginnt es kräftig zu regnen. Wir finden zwar ohne Schwierigkeiten
den Parkplatz am Startpunkt, aber das Wetter hält uns davon ab auszusteigen. So beschließen
wir, an der Nordküste bis Sao Vicente zu fahren und dann zum Encumeada-Pass, wo es in der
Nähe mehrere Wandermöglichkeiten gibt.
Die Nordküste ist nahezu komplett im Regen - von ganz kurzen Regenpausen (und Fotostopps)
abgesehen. Wow, da sind echt riesige Wellen! Das Meer ist hier viel wilder, genau wie die Küste.
Die alte Küstenstraße windet sich in zahlreichen Kurven. Irgendwie ist es trotzdem schön.
Ab Sao Vicente geht es Richtung Süden. Auch am Encumeada-Pass regnet es immer noch und die Wolken
hängen tief, Null Sicht. Also weiter gen Süden. Und irgendwann kommt dann endlich die Sonne
durch!!
Wir freuen uns und fahren zum Gabo Girão, der mit 580 m wohl zweithöchsten Klippe Europas
(nach dem Preikestolen in Norwegen). Tolle Aussicht! Aber total voll mit Bustouristen und
Klimbim-Verkäufern. So fahren wir bald weiter, nach Funchal hinein, wo wir direkt an der Promenade
einen Parkplatz finden und nun nur noch die Sonne genießen :)
Zum Sonnenuntergang legt ein Kreuzfahrtschiff (MSC Orchestra) ab und ein anderes (Aurora) legt an; die
"Aida bella" liegt auch im Hafen.
Wir machen uns - über Caniço wegen Einkauf - auf den Weg zum Hotel.
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Montag, 1. Dezember 2008
Gleich nach dem Frühstück fahren wir nach Ribeira Brava. Dort geht es dann per Pedes über
viele Treppen und steile Wege von Meerhöhe immer weiter steil bergauf - und das über eine
Stunde lang! Puh. Wir sind froh oben zu sein.
Nun geht es an der Levada Nova auf ca. 400 m ü. NN entlang. Der Weg ist ziemlich schmal und
teilweise am Abgrund. Und durch einen ca. 75 m langen Tunnel müssen wir - ein bisschen gruselig,
wie ich finde. Dann überholt uns noch ein jugendlicher Radfahrer! Krass!!
Ansonsten ist der Weg an der Levada entlang ruhig. Das Tabua-Tal ist schön. Kleine Eidechsen
flitzen herum, die Luft riecht nach Eukalyptus. Wir genießen die Levada bis zum Ende in einem
kleinen Ort.
Von dort geht es ziemlich schnell wieder zum Meer hinunter und nach Ribeira Brava zurück. Kurz
vor dem Ort machen wir noch eine längere Pause in der Sonne. Dann geht es zum Hotel.
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Dienstag, 2. Dezember 2008
Der letzte Tag...
Aufräumen, Koffer packen, letzter Rundgang ect. Dann werden wir mit dem Bus zum Flughafen
gebracht. Viel zu schnell ist dieser wunderbare Urlaub in die grüne Oase Madeira vergangen.
Nun heißt es: Auf in die Vor-Weihnachtszeit nach Deutschland! :)
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Bilder
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| Einige Fotos (142) der Reise zusammengestellt. |
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