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Reisebericht Norwegen
05.08. - 22.08.2008
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Dienstag, 5. August 2008
Wir haben alles gepackt und die Koffer geschlossen. Zur Bushaltestelle ist es nicht weit,
aber mit Gepäck etwas beschwerlich. Ich trage zwei Rucksäcke und der Busfahrer
faselt etwas von Bin Laden - und vertippt sich prompt bei den Tickets. "Selbst Schuld",
murmelt er und grinst, dann gibt er mir Wechselgeld zurück. Anstatt 2,20 Euro pro
Person haben wir nur 1,45 Euro bezahlt.
Am Flughafen geht alles recht fix - am Check-in-Schalter ist es leer, ebenso dann bei der
Kontrolle. Nun heißt es warten. Unser Flug ist 30 min. verspätet... Egal, noch
sind wir entspannt; schließlich haben wir Urlaub :-)
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| Wetter: Sonne, ca. 26°C (in Deutschland) |
Mittwoch, 6. August 2008

Wir hatten einen guten Flug (war zwar sehr eng und wir saßen am Flügel, aber sonst
okay) und sind um Mitternacht in Tromsø gelandet. Über uns blauer Himmel, in den
Bergen ringsum hingen tief die Wolken. Tolles Licht!
Der Flugplatz von Tromsø ist ziemlich klein und um diese Uhrzeit nicht mehr viel los.
Nach einigem Schauen fand Detlev schließlich den Wohnmobilvermieter in der Vorhalle.
Das Mobil stand draußen auf dem Parkplatz. Er redete viel und wies uns nebenbei ein.
Sehr nettes kleines Wohnmobil für 2 Personen, 1. Saison. Dann fuhr er weg.
Wir packten schnell die Koffer aus und verließen dann ebenfalls das Flughafengelände.
Es ging Richtung Westen. Vor einem REMA1000 parkten wir und legten uns für ein paar Stunden
auf's Ohr.
Kurz nach 8 Uhr gehen wir nach einer ziemlich kurzen Nacht einkaufen - da geht das Geld weg
wie Nichts! Nun sind die Schränke gefüllt und die Fahrt kann losgehen. Die Landschaft
ist norwegisch-schön. Bin ich wirklich hier? Ich kann es noch gar nicht fassen. Und langsam
macht sich große Dankbarkeit breit.

Wir fahren nach Bensholme, wo wir gerade noch reichtzeitig die 11:45 Uhr-Fähre nach Botnhamn
auf der Insel Senja erreichen. Diese ziemlich große Insel hat schroffe spitze Berge. Es ist
wunderschön. Als wir dann merken, dass wir es nicht bis zur Fähre um 15 Uhr nach
Gryllefjord schaffen, machen wir lieber eine längere Pause auf einer Passhöhe mit Aussicht.
Auch ein Nickerchen ist drin.

Den Fährort Gryllefjord erreichen wir dann gegen 18 Uhr. Detlev kauft uns ein Eis. Dabei ist es
ja eh schon ziemlich kalt :-) Die Überfahrt nach Andenes auf den Vesterålen dauert 1 h 40;
die erste Stunde der Fahrt lasse ich mir den Wind um die Nase wehen, genieße die Sonne und den
herrlichen Ausblick zurück auf die Berge von Senja. Dabei singe ich ein bisschen und lobe GOTT,
den Schöpfer. Bin eh alleine an Deck ;-)
In Andenes ist die Touristeninformation bereits geschlossen, aber im Walzentrum ist der Vorraum
geöffnet (weil ein Café dahinter ist) und es gibt Infobroschüren über die Gegend. Zur
Walsafari anmelden kann man sich heute nicht mehr. Es ist ja auch schon spät. So fahren wir ein
Stück an der Westküste der Insel Andøya entlang und suchen uns einen Platz für
die Nacht. Leider sind hier so viele Wolken, dass ein (Teil-) Sonnenuntergang nicht schön zu
sehen ist. Vielleicht morgen...

Habe heute festgestellt, dass unsere Oberschränke im Wohnmobil "gefährlich" sind: Als ich
die eine Klappe nicht richtig aufmache, klappt sie mit Schwung wieder zu. Leider ist meine Hand
dazwischen... Wie gut, dass wir Kühlkompresen mithaben und der Kühlschrank nebst Eisfach
funktioniert!
23:30 Uhr - bin sooo müde. Also ab ins warme Bett. Gute Nacht.
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| Wetter: Bewölkt, ca. 10 - 12°C |
Donnerstag, 7. August 2008
Kurz vor 5 Uhr werden wir wach, weil zu dem ziemlich starken Wind da draußen
auch noch ein heftiger Schauer auf unsere fahrbare Ferienhütte niedergeht. Also
schnell wieder einkuscheln und weiterschlafen. Bald schon hört der Regen auf.

Nach dem Frühstück fahren wir wieder nach Andenes 'rein und dort zum Walzentrum,
wo wir uns für eine Walsafari um 16 Uhr eintragen lassen. Um 15 Uhr müssen wir uns
wieder melden und die Tour bezahlen. Die Sonne scheint und im Womo ist es richtig schön
warm. So lassen wir diesen Vormittag gemütlich angehen, lesen, dösen...
Dann gehen wir noch zur Touristeninformation, fragen nach Wanderungen und kaufen danach noch
etwas ein. Das 1. Mal wird nun so richtig gebrutzelt und lecker Mittag gegessen.
Danach melden wir uns im Walzentrum - Abfahrt um 16 Uhr sagt man uns. Wir schauen uns das
Museum an und die Zeit vergeht wie im Flug. Wir wundern uns so langsam, warum so wenig los
ist und fragen kurz vor 16 Uhr nach. Das Boot fahre drüben im Hafen ab und dort sei
auch der Treffpunkt. Na prima, also joggen wir den Weg (ca. 1 km) zum Hafen und kommen gerade
noch rechtzeitig an. Bald schon geht es los und das Boot ist Wind und Wellen ausgesetzt.
Schnell werden die ersten Leute seekrank und gewisse Tüten gehen 'rum.

Nach ca. 1 h werden die Maschinen gestoppt und ein Pottwal geortet. Über die Lautsprecher
können wir ihn hören (Klicklaute). Nun heißt es geduldig zu warten bis er
auftaucht. Und das tut er dann auch - genau an der Seite, wo wir stehen und ziemlich nah am
Boot. Beeindruckend! Wir sehen die Rückenflosse, ein Teil des Rückens und das
Blasen. Dann kommt nach einigen Minuten der Augenblick, an dem er zur Nahrungssuche abtaucht
und uns dabei seine unverwechselbare Schwanzflosse zeigt. Fotoapparate klicken. Weg ist er, unser
1. Pottwal.
Dann heißt es wieder warten - versüßt mit Tee und Keksen. Es ist echt kalt
hier draußen! Das Warten zieht sich - wie ich empfinde - endlos hin. Dann taucht wieder
ein Pottwal auf. Fotoapparate klicken erneut. Und als er in der Tiefe verschwindet, kann man
erkennen (also die Walforscher an Bord zumindest), dass es sich um dasselbe Individuum handelt
wie vorhin: ein junger männlicher Pottwal, ca. 13/14 m lang (ausgewachsen bei 17 - 19 m).
So langsam sehne ich mir wieder Land unter die Füße. Mein Wunsch wird erfüllt,
wir machen uns auf den Rückweg. Nun wird eine heiße Suppe mit Brötchen serviert.
Mir ist etwas flau, deshalb verzichte ich lieber auf diese Nahrungsaufnahme.


Wieder an Land sind wir froh, bald wieder ins Warme zu kommen - irgendwie sind wir doch ganz
schön durchgefroren. Wir suchen uns an der "Westküsten-Straße" ein Plätzchen
für die Nacht. Heizung an, Abendessen, Blick auf einen See. Urlaub!
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| Wetter: Bewölkt, ganz früh und am Abend Regen, ganz wenig Sonne, ca. 8 - 9°C |
Freitag, 8. August 2008
Ganz früh morgens wieder Regen auf unserem Dach und etwas später noch einmal. Hört
sich nicht gut an. Als wir aufstehen ist kein Regen mehr zu sehen oder zu hören. Wir
frühstücken ganz in Ruhe und machen uns dann ein Stück auf den Weg.
Beim 2. Anlauf finden wir den "Parkplatz", von dem aus unsere Wanderung beginnt.

Es geht bergauf und bergauf und bergauf bis wir endlich oben angekommen sind und tolle Aussicht
haben. Der Weg bleibt eine ganze zeitlang oben am Berg. Wir sehen viele, viele Berge, eine
tolle Küste mit weißen Sandstränden zwischen steilen Felsabbrüchen und
natürlich das Meer soweit das Auge reicht - wunderbar blau. Von hier oben schauen wir
auch auf die Vogelinsel Bleiksøya im Meer.

Dann kommt ein steiler Abstieg und bald die Suche nach einem Weg am See entlang zum Wohnmobil
zurück. Dass der gesuchte Weg dann sooo über einen weiteren Berg in die Höhe
verläuft, war eigentlich nicht geplant, zumal wir schon ziemlich k. o. sind.
Von dort oben können wir noch einmal die tolle Aussicht auf die Bucht von Bleik und das
dahinterliegende Naturschutzgebiet mit einigen Seen genießen. Außerdem sehen wir
Seeadler! Dann geht es nur noch abwärts. Irgendwann, nach ca. 7 Stunden unterwegs, kommen
wir völlig fertig am Wohnmobil an. Puh, geschafft!
Wir haben Licht angelasen. Der Batterie hat es aber nicht geschadet; der Motor springt
problemlos an. So fahren wir ein ganzes Stück die Straße am Meer entlang in Richtung
Süden und finden einen Platz für die Nacht mit Meerblick.

Ein ruhiger Abend beginnt.
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| Wetter: Früh erneut etwas Regen, dann aufklarend, Sonne. Später wieder bewölkt. Max. ca. 11,5°C |
Samstag, 9. August 2008
Heute fahren wir noch ein Stück an der Westküste der Insel Andøya entlang
und dann 'rüber zur Ostküste nach Risørhamn, wo gerade das Hurtigrutenschiff
Finnmarken anlegt. Ansonsten ist in diesem Ort nahezu nichts los - also fast nur Wohnhäuser
und 1 - 2 kleine Läden. Daher fahren wir erst einmal weiter bis nach Sortland. Die Hurtigrute
nimmt den gleichen Weg, so dass wir zeitgleich ankommen :)

Für uns heißt es dann einkaufen. Danach überlegen wir uns, wo wir heute
übernachten wollen und kommen überein, dass wir uns den hiesigen Campingplatz in
Sortland mal anschauen könnten. Und dort sind wir nun auch geblieben, laden alle Geräte
auf (Stromanschluss!) und freuen uns über eine warme Dusche für je 10 NOK. Bei einem
schönen Spaziergang naschen wir gaaaaaaanz viele Blaubeeren!
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| Wetter: Bewölkt, ca. 7,5 - 11°C |
Sonntag, 10. August 2008
Zunächst fahren wir auf der E10 von Sortland nach Stokmarknes. Dort gehen wir ins
Hurtigruten-Museum - sehr interessant - und schauen uns natürlich auch die alte
"Finnmarken" an, die dort steht.

Nach dem Mittagessen draußen in der Sonne (bis eine dicke Wolke kommt und es frisch
wird *g*), beschließen wir, noch auf das südgehende Hurtigrutenschiff zu warten,
was um 14:15 Uhr anlegen soll. Pünktlich nähert sich dann bald die "Polarlys" und
kündigt sich durch Signalhorn an. Wir schauen uns das Gewimmel am Kai an und machen uns
dann bald auf den Weg.
Wir "umfahren" die Insel nicht auf der E10, sondern über die Westseite. Die Straße dort
ist ruhig und schmal, die Landschaft/Aussicht grandios. Viel zu schnell sind wir schon in Melbu,
wo wir sofort in die Fähre nach Fiskebøl hineinfahren können, wie praktisch.
Die 25-minütige Überfahrt ist schön - genau auf hohe Berge zu. Hier folgen wir
nun der E10 ein Stück gen Osten; sie kommt uns richtig voll und hektisch vor, obwohl gar
nicht so viel Verkehr ist. Wir scheinen angekommen zu sein: Urlaub, Ruhe, Frieden.
Nach kurzer Zeit, direkt hinter der Raftsundbrücke, nehmen wir den Weg nach Digermulen - eine
wunderschöne Straße am Raftsund entlang mit hohen Bergen auf der anderen Seite vom
Wasser. Die Polarlys sehen wir hier auch wieder.

Als wir den Einstieg des Wanderwegs auf den Digermulenkollen (Berg) für morgen finden,
suchen wir uns einen Platz für die Nacht. Die Sonne macht das Womo ganz warm :)
Irgendwann ca. zwischen 23 Uhr und 0 Uhr wird die nordgehende Hurtigrute hier vorbeifahren.
Das wollen wir uns nicht entgehen lassen. Mal schauen, welches Schiff es ist.
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| Wetter: Sonne, teilweise bewölkt, max. 14,7°C |
Montag, 11. August 2008
Das Hurtigrutenschiff in der Nacht war die "Kong Harald". Das Licht war nicht mehr so gut
und da ich kein Stativ habe, werden die Fotos vermutlich nicht allzu gut sein. Habe sie
noch nicht auf dem Laptop gesehen.

Heute ist wunderbares Wetter - genau richtig für den sogenannten Kaisermarsch auf den
Digermulkollen. Der Aufstieg in der Sonne und ohne Wind am Anfang ist ziemlich schweißtreibend.
Aber so ist das oft in Skandinavien - plötzlich ist es warm. Die Sonne heizt gut auf. Weiter
oben wird es windiger und dadurch auch kühler. Der Blick über die Berge ringsum ist
toll. Wir suchen uns ein relativ windgeschütztes Plätzchen, essen und ruhen.
Langsam nähert sich eine Wolkenfront. So machen wir uns nach ca. 1 Stunde wieder auf den
Abstieg. Das Womo parkt am Hafen von Digermulen.
Nun machen wir uns auf den Weg nach Svolvær, unterbrochen vom südgehenden Hurtigrutenschiff
"Norlys"; dann aber direkt weiter. In Svolvær gehen wir einkaufen und dann tanken bzw. eine
neue Gasflasche kaufen. Klappt alles problemlos; der junge Mann an der Tankstelle ist sehr
hilfsbereit.

Danach laufen wir zum Hafen und warten auf die nordgehende Hurtigrute, die um 21 Uhr hier einlaufen
soll. Ein bisschen verspätet kommt dann die "Lofoten" um die Ecke - ein altes Schiff
und winzig im Vergleich zu den großen modernen "Kreuzfahrt"-Schiffen. Das ist toll; dieses alte
Schiff hat noch Charme!
Ein Platz für die Nacht ist auch schnell gefunden. Es ist bereits spät geworden.
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| Wetter: Sonne. Später zieht es immer mehr zu. Abends etwas Regen. Max. ca. 14°C. |
Dienstag, 12. August 2008
Die Fähre Svolvær - Skutvik fährt einmal am Tag (16 Uhr); mal schauen, ob
wir sie für die die Rückfahrt nach Tromsø benutzen.
Heute wandern wir auf den Kjellbergtinden - ziemlich steil, aber eine schöne Wanderung
mit Aussicht auf Svolvær und Kabelvåg und Umgebung. Wir tragen uns natürlich
ins Gipfelbuch ein.

Danach fahren wir zum Lofot-Aquarium und verbringen viel Zeit mit dem Beobachten der Seehunde,
Ottern und Fische + anderes Meeresgetier.

Ziemlich spät fahren wir weiter, nachdem wir einen riesigen Berg "reker" verputzt haben.
Es geht nun in Richtung Henningsvær. Wir finden einen wunderschönen Platz, wo wir
Aussicht auf herrliche Berge und später rosafarbene Wattewölkchen haben. Die
Abendstimmung dauert Stunden! Es ist wirklich schön. Hier werden wir wohl die Nacht
verbringen.
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| Wetter: Morgens ein bisschen Regen, dann wolkig und die Sonne guckt auch mal hervor. Ca. 14°C. |
Mittwoch, 13. August 2008
Auf dem Weg nach Henningsvær fliegt ein Seeadler ziemlich tief und ziemlich nah vor
unserem Womo vorbei - wow!!
Wir schauen uns dann erst mal in aller Ruhe Henningsvær an - ein niedlicher Ort mit
Holzhäusern in allen Farben, teilweise - alle am Wasser - auf Stelzen.

Dahinter die schroffen Berge. Leider ist es ziemlich feucht von oben (und bald auch von unten, denn ich
habe unpraktischerweise meine Aquaschuhe angezogen); aber wir halten eisern durch :)
Wir sehen eine Lager- und Verarbeitungshalle von Stockfisch, müffelt recht streng da ;-).
Es gibt auch einige Galerien hier und kleine Läden, in einem z. B. Glas und Keramik,
wobei alles in eigener Werkstatt (zum Zuschauen) gearbeitet wird.
Dann geht es auf der Straße zurück, wir machen zwischendurch Mittagspause, und
über die Brücke auf die Insel Gimsøy, wo wir einen Abstecher ans offene Meer
machen. An einem Strand gehen wir spazieren. Da ich die eh schon nassen Schuhe anhabe, traue
ich mich sogar ein bisschen an die Wellen - brrrr, ganz schön kalt! Aber es ist toll dort
und es gibt viele große Muscheln.
Dann geht es weiter und bald überqueren wir die nächste Brücke und sind auf
der Insel Vestvågøy, wo wir die Str. 815 Richtung Stamsund nehmen. Bei
Strandsletta kommen wir auf einem netten Campingplatz (Brustranda Camping) unter.
Spät am Abend machen wir noch einen längeren Spaziergang. Hier ist es gar nicht
mehr sooo kalt wie z. B. auf Andøya oder im Wind am Meer. Der Campingplatz liegt
ziemlich geschützt am Ende eines kleinen Fjords.
Wir stellen gerade fest, dass wir bereits alle unsere mitgenommenen Schuhe hier gebraucht
haben - und fast alle stehen im Moment hier herum, sind nass oder schmuddelig. :)
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| Wetter: Tiefhängende Wolken, Regen, ca. 15°C. |
Donnerstag, 14. August 2008
Zunächst fahren wir nach Stamsund rein zum Einkaufen. Heute hängen die Wolken
besonders tief in den Bergen, es nieselt. Dann geht es auf der E10 immer weiter gen Süden.
Zwischendurch haben wir auch mal kurze Augenblicke, wo ein paar Sonnenstrahlen durch die
Wolkendecke scheinen bzw. durch ein Loch in selbiger. Wir halten an zwei Sandstränden
- ein kleiner mit Sonne und toller Wasserfarbe mit vielen Muscheln und Krebshüllen ect.
als Strandgut und ein etwas größerer mit netter Brandung und viel mehr Sand :-)
Einmal sehen wir einen großen Regenbogen - schööön!
Und dann fahren wir durch die kleinen Fischerdörfer ganz im Süden der größeren
Inseln der Lofoten wie Reine, Hamnøy, Moskenes und bis nach Å. In Reine schauen wir
uns nur kurz um, zu stark ist der Wind, der uns den Nieselregen ins Gesicht peitscht (und
auf die Kameralinse...). Detlev will unbedingt ein Eis - oh man! :) Wir sind dann doch
vernünftig und essen keins. Haben wir doch auch so schon kalte Finger.
Es ist echt nett hier. Bestimmt sieht es total toll aus, wenn die Sonne scheint und der
Himmel blau ist. So wie jetzt kann man die hohen Berge nur erahnen.
In Å schauen wir uns den Campingplatz an, gefällt uns aber irgendwie nicht, und
dann das "Zentrum". Viele rote Rorbuer am Wasser und tausende Möwen.
Wir fahren dann bis Moskenes zurück. Dort stehen ganz viele Wagen am Fähranleger
Moskenes - Bodø. Der Campingplatz sieht gut aus und liegt sehr ruhig, Blick auf's
Meer inklusive. Hier bleiben wir über Nacht.
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| Wetter: Tiefhängende Wolken, Regen, zwischendurch ganz kurz mal Sonne. |
Freitag, 15. August 2008
Die Berge sind frei - jetzt erst sehen wir, wie hoch sie sind. Und die Sonne scheint
zwischendurch auch mal für etwas längere Zeit. Die Wolken sind höher.
Wir fahren zum Abzweig nach Reine und gehen zu Fuß in den Ort und bewundern die
Schönheit der Landschaft und des Ortes mit den vielen bunten Holzhäusern.
Und wir essen Eis ;-)

Dann fahren wir bis Sørvågen zurück und gehen ein bisschen wandern,
nicht weit und nicht anstrengend, aber schön. Auf dem Weg zum Womo zurück
werden wir von einem kurzen, aber heftigen Schauer überrascht. Wie gut, dass wir
entsprechend angezogen sind!
Nun fahren wir die E10 Richtung Norden und bald von Moskenesøya über eine
Brücke zur nächsten Lofoteninsel - Flakstadøya. Teepause zwischendurch.
Am Flakstadpollen finden wir einen Platz für die Nacht. Aussicht auf Weidenröschen,
Berge und die Meeresbucht Flakstadpollen (die Ebbe weicht langsam der Flut).
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| Wetter: Wolken, Regen, etwas Sonne, ca. 14°C. |
Samstag, 16. August 2008
Gestern Abend - es war bereits 23.30 Uhr - stoppte neben uns ein Auto (wir standen relativ
an der Straße) und eine Frau klopfte an unsere Scheibe, wo Detlev saß. Wir
waren noch bei der letzten Kniffelrunde. Wir waren etwas erschrocken, aber die Frau
fragte lediglich nach dem Weg Richtung Leknes - und das auf Norwegisch, weil wir ja ein
norw. Kennzeichen haben :). Detlev hat vor Schreck vergessen zu sagen: "Jeg ikke snakker
norsk", sondern sprach Englisch.
Nach einer etwas unruhigen Nacht (Wind; Straße belebter als wir dachten) und einem
Frühstück fahren wir nach Leknes zum Einkaufen. Danach geht es ans Meer nach
Eggum. Dort ist es total schön. Nach dem Mittagessen machen wir einen ausgedehnten
"Spaziergang" und setzen uns dann noch an den Strand. Bei unserer Wanderung künnen
wir Walknochen sehen und - lebende! - Ottern (vermutlich Muttertier mit 3 Jungen).
Natürlich sind hier auch Schafe, aber das ist ja in Norwegen nichts Besonderes :-)
Für 20 NOK darf man hier in Eggum übernachten und das tun wir auch. Hoffentlich
hält sich das Wetter und wir können einen langen schönen Sonnenuntergang
genießen...
Der Wind pfeift, das Meer tost, die Sonne ist derzeit teilweise von Wolken verdeckt. Wir
sitzen im warmen Womo und freuen uns. Wir haben Urlaub!

Abends dann schöner Sonnenuntergang am Meer (allerdings mit Wolkenbank).
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| Wetter: Bewölkt mit Sonne. |
Sonntag, 17. August 2008
Wir genießen hier in Eggum noch ein bisschen die Sonne; Spaziergang am Strand ect.
Dann machen wir uns auf den Weg. Auf der E10 fahren wir erst mal nur kurz und biegen dann
auf die Straße am Meer Richtung Kvalnes ab. Dort essen wir dann auch zu Mittag.
Nach ca. 18 km ungeteerter, aber trotzdem ganz guter Straße sind wir wieder auf der
E10.
In Svolvær kaufen wir uns am Hafenplatz ein Eis und eine Zeitung von Donnerstag,
außerdem finden wir einen Briefkasten für eine Postkarte
Wieder unterwegs bestaunen wir - mal wieder - die majestätischen Berge ringsum.
15 Kilometer hinter Svolvær biegen wir Richtung Laukvik ab. Dieser Weg ist - zumindest
bis Laukvik - geteert. Da Laukvik uns nicht so gefällt, kehren wir um und auf den
wunderschönen Campingplatz von Sandsletta. Hier sitzen wir draußen in der
Sonne bis es uns zu kühl wird. Was für ein Luxus, ein warmes Wohnmobil zu haben!
Kurzer Abendspaziergang - krasser Vollmond zwischen den Bergkuppen. Später sehen wir
vom Fenster aus einen Fuchs am Seeufer entlanglaufen mit Beute in der Schnauze.
Jetzt kommt noch eine Kniffelrunde - hoffentlich besser als heute Nachmittag! :) - und
dann ab ins Bett.
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| Wetter: Sonnig. |
Montag, 18. August 2008
Kaum unterwegs, wir sind ca. 10 km hinter dem Abzweig nach Fiskebøl in Richtung
Osten unterwegs, sehen wir einige Autos und einen LKW vor dem nächsten Tunnel stehen.
Was ist hier los? Ein Knall und bald darauf ein zweiter, wie Explosionen. Was ist das??
Einer der Autofahrer erzählt es uns: Er sei in den Tunnel gefahren, habe dann gesehen,
dass dort ein LKW brennt und hat ganz schnell gewendet und ist zurückgefahren. Krass!
Oberhalb des Bergs, durch den der relativ kurze Tunnel geht, sehen wir Qualm aufsteigen.
Es scheint mächtig zu brennen, vermutlich aber nicht genau im Tunnel. Die Schlange
hinter uns wächst auf einige Autos und einen deutschen Reisebus. Es folgen weitere
Explosionen.
Nach ca. 30 min. kommt ein Krankenwagen, wird von den vorderen Autos aufgehalten und
wartet dann erst mal vor dem Tunnel. Kurz darauf kommt ein Polizeiwagen. Auch dieser
fährt nicht durch. Erst ein Fahrzeug vom "Brannvesen" wagt sich durch und kurz darauf
ein Feuerwehrauto mit Löscheinrichtung. Später kommt noch ein Speziallöschwagen.
Wir warten 1 1/2 h, dann dürfen wir hinter einem speziellen Fahrzeug langsam den Tunnel
und die Unfallstelle direkt dahinter passieren. Es qualmt immer noch ziemlich stark. Ein
LKW ist komplett ausgebrannt. Krass! Vor allem, dass wir schon vorbeifahren dürfen...
Nun geht es immer die E10 entlang bis zur Tjeldsundbrücke. Dort fahren wir auf die
etwas weniger befahrene 825 bis zur E6. Auf der Strecke quert vor uns ein kleiner Fuchs die
Straße - wir können ihn sogar fotografieren, weil er brav am Rand im Gras
stehenbleibt und zu uns schaut.

Die E6 befahren wir dann bis zum PolarZoo kurz vor Bardu (Setermoen).
Der PolarZoo ist total schön, ganz weitläufig mit großen Gehegen mitten in der
norwegischen Landschaft. Wir sehen Luchs, Wolf, Vielfraß, Braunbär, Moschusochse,
Rentier, Elch, Reh und Co.
Kurz vor 18 Uhr fahren wir weiter (Tanken und Einkauf in Bardu) bis kurz vor Nordkjosbotn.
Dort ist am Sagelvatn, 2 km von der E6 entfernt, ein Campingplatz, auf dem wir unterkommen.
Er ist total leer (von Menschen; es stehen aber viele Dauercamper dort). Nach uns kommen
nicht mehr viele andere Gäste. Zwei Hütten sind besetzt und ein anderes Womo mit
vermutlich 4 Italienern stellt sich genau neben uns. Das Womo ist vom selben Vermieter.
Bestimmt müssen sie es auch morgen abgeben.
Unsere letzte Nacht in unserem fahrenden Feriendomizil steht kurz bevor. Morgen geht es nach
Tromsø.
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| Wetter: Sonnig. |
Dienstag, 19. August 2008
Heute heißt es Einpacken, Aufräumen und Putzen. Das alles dauert ziemlich
lange, erst gegen Mittag fahren wir in Richtung Tromsø los. Zwischendurch noch
ein Mittagessen - Brot mit Fisch, Kochen ist nicht mehr. Dann halten wir Ausschau nach
einer Tankstelle, denn wir müssen den Wagen vollgetankt abgeben. Aber die letzten
ca. 20 km vor der Stadt sind - zumindest an der E8 - Tankstellen-los. So tanken wir in
Tromsø und fahren dann direkt zum Hotel in der Grønnegata. Olav von der
Womo-Firma hat bisher nicht angerufen. So checken wir ein und gehen dann die Umgebung
erkunden. Das Hotel liegt ja praktischerweise und auch so von uns geplant, mitten im
Zentrum.
Abends kommt dann Olav zum Hotel. Die Womo-Übergabe ist problemlos. Detlev quasselt
wie ein Wasserfall mit Olav (englisch) :-)
Dann machen wir uns noch einen schönen, ruhigen Abend. Draußen regnet es jetzt
ein bisschen.
Morgen wollen wir auf den Hausberg von Tromsø und zur sog. Eismeerkathedrale.
Vielleicht auch ins Polaria, ein Polaraquarium o. Ä. und/oder zum botanischen Garten.
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| Wetter: Wolkig mit einzelnen sonnigen Abschnitten. Abends etwas Regen. |
Mittwoch, 20. August 2008
Es nieselt. Nach einem leckeren Frühstücksbuffet gehen wir los "in die Stadt". Wir
kaufen uns u. a. etwas zum Essen für mittags. Dann gehen wir ins Polaria - einem
Erlebnismuseum mit Aquarium, Panoramafilm und Seelöwen von Svalbard etc.
Danach gibt es am Hafen ein Mittags-Picknick, wobei wir von einem vermutlich betrunkenen älteren
Norweger unterhalten werden - er singt sogar ein Stück von einem deutschen Lied für
uns :) Mal wieder haben wir ein Schiff der Hurtigrute vor Augen, dieses Mal die Nordnorge
Zu 16 Uhr gehen wir über die über 1 km lange Brücke und zur Tromsdalenkirke,
besser bekannt als Eismeerkathedrale (öffnet erst um 16 Uhr). Wir schauen sie ausführlich
an - irgendwie gefällt mir das Gesicht von Jesus in dem großen Glasmosaik
überhaupt nicht, viel zu ausdruckslos. Hm.
Dann laufen wir zur Talstation der "Gondolbane" auf den Hausberg von Tromsø, den Storsteinen.
Oben angelangt genießen wir die Aussicht auf die Stadt. Leider sind die Berge drumherum
nur zu erahnen. Es ist immer noch ziemlich feucht von oben und dadurch ungemütlich. So
wärmen wir uns im Café etwas auf und trinken eine Heiße Schokolade. Wir sehen, wie das
Hurtigrutenschiff unten im Hafen ablegt und gen Norden weiterfährt.
Es wird Zeit, zum Hotel zurückzukehren. Also abwärts mit der Seilbahn (ganz allein mit
Gondelführer), durch das hübsche Wohngebiet laufen, über die lange Brücke,
dann die Storgata entlang - unterwegs etwas essen - und ins Hotel. Wir sind ziemlich k. o., ca.
10 Stunden unterwegs. Jetzt wollen wir nur noch duschen und Ruhe haben :) Morgen müssen wir
sehr früh aufstehen. Unser Flug geht um 6.50 Uhr.
So geht der letzte Abend ganz geruhsam zu Ende; es war ein schöner Urlaub!
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| Wetter: Wolken, Regen, Wind. |
Bilder
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| Eine Fotogalerie der Reise
mit einer kleinen Auswahl aus vielen Bildern ;-)
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