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Reisebericht Schwangau

28.04. - 03.05.2002


Sonntag, 28. April 2002

Gegen 10.00 Uhr geht es los wie geplant. Wir fahren über die A661, A3 und A7, kommen gut durch und sind nach gut 4 Std. in Schwangau-Waltenhofen, wo wir im Hotel Maximilian untergebracht sind. Nach dem Einchecken und Kofferauspacken machen wir einen orientierenden Spaziergang. Wir laufen zur Talstation des Tegelbergs und haben den ganzen Weg über das Schloss Neuschwanstein im Blick. Nachdem wir uns an der Station der Gondelbahn informiert haben, geht es langsam zurück. Puh, wir sind k.o. und gehen früh zu Bett.
Bilder vom 28.04.02

 

Montag, 29. April 2002

Wir wachen zeitig auf, nicht nur, weil vor unserem Fenster die Bauarbeiter ihre Arbeit aufnehmen. Um kurz vor 8.00 Uhr stehen wir für das Frühstück auf der Matte. Dann machen wir uns bereit. Wir laufen in Richtung Talstation der Tegelbergbahn, weil von dort ein Weg abgeht, der in die Pöllatschlucht führt. Bevor wir die Schlucht erreichen, müssen wir jedoch erst die Eintrittskarten für das Schloss Neuschwanstein im Ort Hohenschwangau kaufen. Das Ticketcenter ist sehr interessant. Im Sommer muss es hier wahnsinnig voll sein. Es gibt 6 Kassen und davor ist der Raum und Vorplatz in Schlangenlinien aufgeteilt - zum Anstehen. Wir bekommen Karten für die Führung um 12.20 Uhr, es ist jetzt 11.10 Uhr. Auf unserem Weg zurück zum Eingang in die Pöllatschlucht können wir das Schloss schon von unten bestaunen. Die Pöllatschlucht beginnt mit einem Warnschild vor Steinschlag - wie beruhigend ... Dann geht es über einen Holzsteg an der Felswand entlang, zum Glück mit Geländer. Schloss NeuschwansteinLinks von uns rauscht die Pöllat und fällt immer wieder in kleinen und größeren Wasserfällen hinab. Nach dem Ende des Stegs geht es über viele Treppen immer weiter nach oben. Wir haben Ausblick auf einen großen Wasserfall und eine Brücke, die hoch über die Schlucht führt. Rechterhand liegt das Schloss, dessen Tore wir bald erreichen. Die Führung ist interessant. Der Bau von Schloss Neuschwanstein war noch nicht abgeschlossen, weil König Ludwig II. starb. Deshalb werden den Besuchern nur die Zimmer gezeigt, die soweit fertiggestellt waren. Nach der Besichtigung gehen wir noch zur Marienbrücke, die wir schon von unten aus gesehen hatten - puh, ganz schön hoch ... aber herrlicher Blick auf das Schloss. Auf dem Rückweg laufen wir zuerst durch den Ort Hohenschwangau, dann gen Hotel. Wie wir es den dunklen Wolken ansehen, beginnt es bald zu regnen. Gut, dass wir die Regenjacken eingepackt haben. Als wir im Hotel ankommen, sind wir ziemlich nass.
Bilder vom 29.04.02

 

Dienstag, 30. April 2002

Nach dem Frühstück laufen wir flotten Schrittes nach Mühlberg. Das Wetter ist hervorragend! Ein Linienbus bringt uns nun nach Buching, wo wir mit dem Doppelsessellift hinauffahren. Hier beginnt unsere anstrengende und lange Wanderung zum Tegelberg. Der Weg ist sehr gut ausgeschildert und wir kommen zügig voran. Meist geht es aufwärts. Um so höher wir kommen, um so mehr Schnee liegt noch am Wegesrand oder auf dem Weg. Auf einem kleinen Plateau mit einer verlassenen Hütte haben wir dann Schwierigkeiten, den Weg zu finden, da alles voller Schnee ist. Wir folgen einigen Fußstapfen und entdecken eine kleine schneefreie Brücke - das muss der Weg sein! Es ist nun sehr beschwerlich, denn ständig müssen wir durch den Schnee, in den wir teilweise tief einsinken. Blick ins TalDoch bald liegt dieser Streckenabschnitt hinter uns und wir laufen an der Sonnenseite des Berges wieder hinab, dieses Mal ohne Schnee. Bei der Drehhütte entscheiden wir uns nach einigem Hin und Her nun doch dafür, auf den Tegelberg zu wandern und so geht es auf den nächsten Berg, ein steiler, anstrengender Weg. Bei der Rosskopfhütte sehen wir die Bescherung: Der Weg geht ab jetzt gnadenlos durch den Schnee! Na dann viel Spaß ... Irgendwie kämpfen wir uns da durch. Ich weiß nicht wie, aber letztendlich haben wir es geschafft. Es war sooo anstrengend, heiß und auch etwas gefährlich. Die letzten Meter bis zur Bergstation schleichen wir nur noch, so erschöpft sind wir. Dafür kann uns aber die tolle Aussicht, ein Bananenmilchshake und das herrliche Wetter entschädigen. Mit der Gondel geht es später abwärts. Nun müssen wir von der Talstation nur noch zum Hotel laufen ...
Bilder vom 30.04.02

 

Mittwoch, 1. Mai 2002

Heute stehen wir etwas später auf, draußen ist es durch den Feiertag ruhig. Nachdem wir gefrühstückt haben, packen wir unsere Sachen und fahren mit dem Auto ins Tannheimer Tal in Österreich. Dort parken wir an einem See und gehen gemühtlich drumherum spazieren. Später fahren wir über den Oberjochpass wieder zurück. Im Hotel ziehen wir uns um und gehen dann inlinern. Etwas anstrengend, aber wir genießen es trotzdem. Und freuen uns dann auf das Abendessen.
Hier gibt es übrigens keine Demos und Ausschreitungen, sondern Kühe, die auf die Weide dürfen und Maibaumaufstellung. Dann wird gefeiert.
Bilder vom 01.05.02

 

Donnerstag, 2. Mai 2002

Die Wolken hängen tief, kein Berg, kein Schloss ist zu sehen. Trotzdem entscheiden wir uns dafür, loszufahren. Es geht "oben herum" über Ober- und Unterammergau, Ettal und Oberau nach Garmisch Partenkirchen. Dort parken wir am Skicenter, wo die Sprungschanzen sind und laufen los. Unser Ziel ist die Partnachklamm. Die Klamm ist sehr schön, besonders, wenn das Sonnenlicht - die Wolken haben sich inzwischen verzogen - hineinfällt. Es ist sehr feucht, überall tropft es. Aber wir haben ja Regenjacken dabei. Es ist faszinierend, wie sich die Partnach durch das Gestein schlängelt. Am Ende der Klamm angelangt, öffnet sich ein Tal und der Fluss fließt friedlich auf die Engstelle zu. Von hier sehen wir schneebedeckte hohe Berge im Sonnenschein. Nur wenige Wolken sind noch hoch oben. So entscheiden wir uns, auf den Berg zu steigen. Der Weg gestaltet sich anstrengend und relativ langweilig. Aber der Blick auf die Zugspitze und das Wettersteingebirge von oben entschädigt uns. Vom Erkbauer, so heißt der Berg, fahren wir mit einer Zweisitzer-Gondelbahn herab, welche uns bis zum Parkplatz bringt. Dann fährt Detlev noch eine Runde Sommerrodelbahn und wir schauen uns das Skicenter an. Danach geht es los in Richtung Hotel. Allerdings wählen wir eine andere Route als hinzu. Nun geht es an Schloss Linderhof - welches wir leider nicht sehen - und am Plansee vorbei über Füssen, wo wir noch den Lechfall bestaunen, nach Schwangau-Waltenhofen.
Bilder vom 02.05.02

 

Freitag, 3. Mai 2002

Unser letzter Tag. Wieder hängen die Wolken. Nach dem Auschecken fahren wir zur Breitachklamm, um feststellen zu müssen, dass diese geschlossen ist. Da sich die Wolken noch immer nicht verflüchtigt haben, überlegen wir, was man hier so unternehmen könnte. Wir fahren erst einmal nach Oberstdorf 'rein und schauen bei der Nebelhornbahn vorbei. Sie fährt zumindest. Außerdem steht da was von mittlerer Fernsicht, also kaufen wir spontan Tickets zum 2224 m hohen Gipfel. Die Fahrt geht sehr schnell in die Wolken hinein, aber die Bergstation liegt dann im Sonnenschein! Wir sind nun über den Wolken und setzen die Fahrt zum Gipfel mit der 3. Gondelbahn fort. Der Blick ist toll, nur in den Tälern sitzt die "Suppe". Nachdem wir die Sonne lange genug genossen - es ist auch richtig warm - und die Ski- und Snowboardfahrer genug beguckt haben, begeben wir uns wieder unter die Wolken, wo es kalt und unfreundlich ist. Nun machen wir uns auf den Weg nach Hause. Unterwegs beginnt es zu regnen. Das hält bis nach Dreieich an, welches wir nach 4 1/2 Std. Fahrt endlich erreichen.
Fazit: Toller Urlaub!
Bilder vom 03.05.02
 
Eine Bildergalerie mit allen Fotos gibt es natürlich auch. :)

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