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Reisebericht Norwegen

11.07. - 02.08.2005


Montag, 11. Juli 2005

Gegen 6.00 Uhr klingelt der Wecker – wir bleiben noch ein bisschen liegen, denn es ist schließlich unser erster Urlaubstag! Nach dem Frühstück mit frischen Brötchen holt Detlev unseren Mietwagen ab und ich bringe die Küche in Ordnung. Wir haben einen Ford Mondeo Kombi.

Nachdem alles sorgfältig verstaut ist, geht es los. Über die A661, A5 und A7 in Richtung Norden. Die Sonne scheint und es ist warm. Wir haben Klimaanlage, welch' ein Luxus! Bei Göttingen machen wir eine Mittagspause und probieren dann das Navigationssystem aus – noch mehr Luxus! Das Navi meldet zunächst "off road", aber als wir wieder auf der Autobahn sind, funktioniert alles tadellos und eine Frauenstimme verkündet, wo wir ihrer Meinung nach fahren müssten :) Vor Hamburg fahren wir auf die A1 bis nach Lübeck. In Lübeck ist es ganz schön gruselig, nur auf das Navi angewiesen zu sein, welches uns eine völlig andere Strecke führt als wir uns über das Internet ausgedruckt hatten.

Aber wir kommen schließlich gut am Hotel Schweizerhaus an, wo wir ein Doppelzimmer reserviert haben. Das Hotel ist recht altmodisch eingerichtet, aber liebevoll mit Teddies und Puppen in den Fluren. Das Zimmer ist total okay, die Betten ein wenig durchgelegen.

Lübeck
Wir machen uns frisch und laufen dann los in die Altstadt, was ca. 20 min. zu Fuß dauert. Dort bummeln wir, suchen das Holstentor – und sind ziemlich enttäuscht, dass es eingerüstet ist – trinken und essen eine Kleinigkeit und kaufen Brot, Obst und Salat fürs Abendessen. Die gesuchte Post finden wir letztendlich auch, jedoch verschlossen - Öffnungszeit nur am Vormittag... Na, besser als bei uns, wo sie gar nicht mehr existiert! Beim Tor in die Altstadt (bzw. hinaus) beobachten wir einen roten Doppeldeckerbus, der mit fast unverminderter Geschwindigkeit durch einen total schmalen, flachen Durchgang fährt! Oh man, da passt an allen Seiten nur noch eine Zeitung dazwischen...

Strecke: Dreieich - Lübeck
Wetter: Strahlender Sonnenschein und bis 26°C
Bilder vom 11.07.2005.

 
 

Dienstag, 12. Juli 2005

Dänemark-Tag. Wir haben gut geschlafen und wachen bereits kurz vor halb 7 auf. Um 7.30 Uhr genießen wir das Früstücksbüffee und sind ca. 1 Std. später startklar.

Zunächst geht es über die Fehmarnsundbrücke nach Fehmarn und dort nach Puttgarden, wo der Fähranleger ist. Das Wetter ist perfekt und so brauchen wir auch für die Fährüberfahrt nach Rødby (DK) keine Jacke oder dergleichen. Nach ca. 40 min. erreichen wir bereits die Insel Lolland in Dänemark und fahren dort auf der E47, Tunnel, Insel Falster, 2 Brücken, Insel Sjaelland. Dort, ziemlich gleich hinter der letzten Brücke, nehmen wir die erste Ausfahrt und fahren auf der Straße 59 zur Insel Møn bis zu einem Parkplatz im östlichen Teil der Insel bei Møns Klint. Das Parken kostet hier 25 DKK.

Møns Klint
Wir ziehen uns nun endlich kurze Hosen an, auch eine Kopfbedeckung wird herausgesucht. Die Sonne brennt. Es sind bestimmt 30°C! Wir wollen zu den bekannten Kreidefelsen laufen. Dafür haben wir unzählige Treppen durch einen Wald (= Schatten) hinabzusteigen. Wow – die Kreidefelsen sind echt toll! Und hoch oben haben Vögel ihre Nester oder Unterschlupf. Ans Wasser kommen wir schlecht, weil es hier sehr steinig ist und wir kein geeignetes Schuhwerk anhaben. Detlevs "Barfußversuch" scheitert fast in den Wellen der Ostsee :) Also ein Tipp: Feste, wasserverträgliche Schuhe/Sandalen anziehen. Der Rückweg zum Parkplatz ist ziemlich anstrengend, denn wir müssen die vielen Treppenstufen hoch. Schnauf, schnauf. Aber es hat sich gelohnt! Die hellen Kreidefelsen im Sonnenlicht, das blaue Meer, der grüne Wald...

Møns Klint
Wir fahren los – erst einmal wieder die 3 Km durch den Wald auf halb unbefestigter Straße bis zu einem Campingplatz (der leider keine Hütten für eine Nacht hat), wo Detlev unbedingt telefonieren will. Die ersten 5 DKK "frisst" der Apparat, dann nochmal 2 Euro Einwurf (ja, das geht auch) und es klappt!
Okay. Wir wollen noch nach Ulvshale, wo Detlev als Kind mehrmals mit seinen Eltern war. Dazu fahren wir bis Stege, dem Hauptort der Insel, zurück und biegen dort in nördliche Richtung ein. Ulvshale besteht mehr oder minder aus einem Campingplatz (scheint sehr nett, aber ohne Hütten), einem langen Strand und einem Ferienhausgebiet. In dieses fahren wir und Detlev erkennt manches wieder. Wir gehen an den Strand und die Enttäuschung – zumindest bei meinem Mann – ist groß, weil der so schmal geworden ist. Wir plantschen mit den Füßen im gar nicht kalten Nass, fahren dann über Stege zurück zur Mønbrücke und Detlev bei Møns Klint
hinüber. Von dort geht es über die Landstraße (265) in Richtung Præstø und dort vorbei zu einem Ort namens Tappernøje. Hier steuern wir "Heino's Camping" an und suchen uns eine der 5 Hütten aus (den Besitzer treffen wir kurz am Eingang).

Die Sonne brennt immer noch sehr stark vom blauen Himmel. Trotzdem versuchen wir endlich mal, unser mitgebrachtes "Not-Zelt" (von einem Kollegen geliehen und nur für Notfälle gedacht) aufzubauen. Oh man... Gott sei Dank haben wir keine Zuschauer! Als wir die Bedienungsanleitung finden, klappt es ganz gut – zumindest für uns Anfänger :) Wir packen das Zelt wieder ein, rücken einen Tisch in den Schatten und kniffeln erst mal eine Runde. Dann wird in der eh schon heißen stickigen Hütte gekocht. Aber wir haben Fenster zu 3 Seiten, da kann man gut Lüften – auch sonst ist es sehr nett hier. Nach dem Essen ist Ausruhen angesagt. Eigentlich wollten wir noch in den Swimmingpool... Mal sehen, wann heute die Miete eingetrieben wird. Wir sind jetzt schon müde (21.00 Uhr).

Ein wunderschöner Sonnentag mit viel frischer Luft und auch Bewegung neigt sich langsam dem Ende zu. Noch können wir mit kurzen Hosen und T-Shirt auf der Veranda sitzen, aber die Sonne ist schon hinter den Hecken und Häusern verschwunden.

Morgen geht es über den Öresund nach Schweden. Das Ticket für die Fähre haben wir ja bereits heute Morgen gekauft.

Die "Mieteintreiber" kommen gegen 22.30 Uhr – gähn.

Strecke: Lübeck - Tappernøje in Dänemark
Übernachtung: Heino's Camping, 300 DKK (4-Bett-Hütte)
Wetter: Sonne pur, ca. 27 - 30°C
Bilder vom 12.07.2005.

 
 

Mittwoch, 13. Juli 2005

Wir sind ziemlich früh wach und haben gut geschlafen. Frühstück gibt es auf der Hüttenveranda. Dann machen wir alles sauber und unseren Abwasch (in der Hütte) und packen ein. Los geht's.

Melbystrand Die Sonne scheint warm von wolkenlosen Himmel. Heute fahren wir wieder auf die E47/E55 (Autobahn) zurück und auf dieser über Kopenhagen nach Helsingør, wo wir noch ein paar Kleinigkeiten einkaufen und zur Post gehen (Nummer ziehen nicht vergessen!). Dann geht es auf die Fähre nach Helsingborg in Schweden. Zwischenzeitlich hat es sich bis auf einzelne kleine Lücken zugezogen, aber es ist noch warm.

Nach der kurzen Überfahrt über den Öresund fahren wir auf der E6 in Richtung Norden. Bei Melby/Melbystrand machen wir eine Pause am Meer. Der Strand dort ist sehr schön und die Brandung ganz okay ;) Der Wind ist allerdings recht kühl. Trotzdem genießen wir das Meer – mit den Füßen. Wir kaufen Erdbeeren am Parkplatz. Kerstin's Camping Dann geht es weiter auf der E6 bis hinter Göteborg; von dort auf der Straße 45 über Trollhätten nach Mellerud am Vänernsee. Mittlerweile sind alle Wolken verschwunden und es ist wunderbar warm. Hier hatte ich uns zwei Campingplätze herausgesucht, einer davon direkt am See (Vita Sandars oder so), den wir uns zuerst anschauen. Der Platz ist total voll, auch keine Hütten mehr frei und Trubel ohne Ende; mit Swimmingpool, Wasserrutsche und Baden im See. Wäre zwar am See nett gewesen, aber hier entschieden zu laut und voll. So machen wir uns auf den Weg zu Kerstin's Camping an der Str. 166, einige wenige Kilometer außerhalb von Mellerud.

Sehr ruhiger, leerer, sauberer Platz mit einigen Hütten. Toiletten/Duschen sauber; Duschen umsonst. Hütte klein (mit 2 Etagenbetten), aber liebevoll eingerichtet mit Tapete und Bildern. Von der Veranda aus sehen wir auf Felder + Wald. Gerade mal 2 von 10 Hütten sind belegt (später drei). Schade für die Besitzer. Uns steht ein ruhiger Abend bevor. Heute sind wir sehr viel gefahren; nun legen wir die Füße hoch. :)

Strecke: Tappernøje (Dänemark) - Nähe Mellerud (Schweden)
Übernachtung: Kerstin's Camping, 450 SEK (4-Bett-Hütte)
Wetter: Sonnig - kurzzeitig (am Öresund) diesig. 23 - 27°C
Bilder vom 13.07.2005.

 
 

Donnerstag, 14. Juli 2005

Um 5.00 Uhr wache ich auf – die Sonne scheint, der Himmel ist blau. Draußen ist es kühl, aber nicht unangenehm. Und gaaanz still. Trotzdem schlüpfe ich dann noch mal ins warme Bett. Gegen 6.30 Uhr sind wir beide bereits bereit zum Aufstehen und baldigen Frühstücken auf der Veranda. Vorher genießen wir noch das kostenlose Duschen.

Als wir kurz nach 9.00 Uhr losfahren, geht es über Mellerud wieder auf die Straße 45 Richtung Norden. Wir zweigen nach Håverud links ab und folgen einer Straße bis zum Aquädukt von Håverud. Dort parken wir am untersten Parkplatz und laufen zu den Schleusen. Sehr interessant: Schleusen, Kanalbrücke (Aquädukt) für Schiffe, Eisenbahnbrücke und Autobrücke. In den Schleusen befinden sich derzeit 2 Schiffe mit hohen Masten,Martina
weshalb die Eisenbahnbrücke hochgeklappt ist. Später wird diese von Hand (!) heruntergekurbelt. Wir beobachten, wie die Schiffe vom See her Schleusenkammer für Schleusenkammer nach oben befördert werden. Toll! Später schauen wir uns alles noch mal von der Autobrücke (ganz oben) aus an.

Dann geht es auf kleiner = schmaler Straße kurz vor Åmål irgendwie wieder auf die 45 zurück. In Säffle gehen wir einkaufen. Tanken klappt dort nicht (mit Karte), deshalb tun wir dies einige Kilometer weiter.
Nun geht es immer weiter und weiter auf der Straße 45. Ab Malung schauen wir nach Hütten, auch auf Sollerön bei Mora am Siljansee und in Mora selbst, finden aber nichts.

Unsere Hütte
Von Mora aus fahren wir ein Stück auf der Straße 70 und biegen dann ziemlich bald rechts Richtung Våmhus ab. In diesem Ort finden wir einen Campingplatz am Orsasjön (See) mit Hütten. Wir beziehen eine winzige 2-Bett-Hütte (2 Betten + Kühlschrank), die schon halb im Wald steht. Nach dem Abendessen, Abwasch und Abendspaziergang ruhen wir uns bei einer Kniffelrunde auf der kleinen Terrasse aus und ziehen uns gegen 22.00 Uhr zum Lesen und Ins-Bett-Kuscheln zurück.

Strecke: Nähe Mellerud (S) - Våmhus am Orsasjön (S)
Übernachtung: Campingplatz in Våmhus (Name?), 250 SEK (2-Bett-Hütte)
Wetter: Sonnig bis wolkig, bis 23°C
Bilder vom 14.07.2005.

 
 

Freitag, 15. Juli 2005

Heute gibt es eigentlich nicht viel zu berichten. Wir sind unheimlich viel gefahren. Von Våmhus zur Str. 70 und diese immer weiter nach Nordwesten. Wald ohne Ende, Natur pur; Schweden Flüsse, Seen, Bäume, Berge. In Idre gehen wir einkaufen und bummeln kurz über ein Fest oder Markt - überall gibt es Buden, hauptsächlich T-Shirts und "Ramsch" + Fressbuden. Nichts für uns. Schade, schwedisches Handwerk wäre netter gewesen.

Norwegische Grenze Kurz vor der "Riksgräns" zu Norwegen machen wir Mittagspause an einem See. Es tröpfelt etwas von oben... Pünktlich mit Überfahren der Grenze – nur ein Schild an der Straße – regnet es sich richtig ein, wenig, aber stetig.

Wir befahren nun ein kurzes Stück den RV 218, dann zweigen wir auf den RV 26 ab, dem wir bis kurz vor Tolga folgen. Nun geht es bis Tynset auf dem RV 30. In Tynset kaufen wir bei Domus ein Eis und schauen uns den Campingplatz an. Der liegt direkt an der Durchgangsstraße und gefällt uns nicht. Also fahren wir weiter auf geänderter Route, nun auf der 3 Richtung Süden bis Aldal. Dann geht es auf dem RV29 weiter nach Westen. Die Landschaft ist schön, aber wir sollten uns bald mal eine Hütte suchen. Detlev will noch etwas weiter; so landen wir dann auf der E6 und fahren über Dombås und bis Nord-Sel.

Dort wollen wir eine kleine Straße als Abkürzung (statt E6 bis Otta, dann 15 bis Vågå) nehmen. Diese Straße nach Vågå beginnt sehr vielversprechend und bis zum Ende sind es nur 16 Kilometer. Okay. Irgendwann kommen wir jedoch an die Stelle, Stabkirche von Vågå wo gebaut wird und die nun nicht mehr asphaltierte Straße ist sehr abenteuerlich mit mehrmals bis zu 16 % Gefälle bzw. Steigung + ziemliche Buckelpiste. Das Auto zeigt zwischenzeitlich Schleudergefahr an! Aber Detlev führt uns sicher durch. Puh. Wir kommen an der 15 kurz vor Vågå raus und finden dort eine Hütte. Von unterwegs habe ich Oma angerufen (Handy); sie hat heute Geburtstag.

Nach dem Abendessen – Eierpuffer (viele sagen Pfannkuchen dazu) im Topf :) - machen wir einen kleinen Spaziergang zur Stabkirche. Heute werden wir nicht alt. Es ist 22.30 Uhr und wir fallen nun ins Bett! Morgen müssen bzw. dürfen wir bis zu unserer Ferienhütte südlich von Ålesund... Gute Nacht!

Strecke: Våmhus am Orsasjön (S) - Vågå (N)
Übernachtung: Smedsmo Camping, 280 NOK (4-Bett-Hütte).
Wetter: Wolken, Regen, Wolken, ganz selten mal die Sonne. 13 - 20°C.
Bilder vom 15.07.2005.

 
 

Samstag, 16. Juli 2005

Heute fahren wir relativ früh los. Die Straße 15 führt uns am Fjell und Sonnenschein Vågåvatn und Ottavatn immer an der Otta (Fluss) entlang. Die Otta ist streckenweise ziemlich wild – Wahnsinn, welche Kraft dahinter steckt! Dann steigt der Weg stetig an.

Bei Grotli zweigen wir ab auf den alten Strynefjellvegen. Hier fühlen wir uns ein wenig in den Winter zurückversetzt (obwohl der bei uns ja nicht besonders schneereich Winter am alten Strynefjellvegen ist...): überall kleine und große Schneefelder, gefrorene Seen, an der Str. der Schnee teilweise bis ca. 2,50 – 3 m hoch und laut Anzeige im Auto nur noch 6°C. Brrr. In den umliegenden Bergen hängen die Wolken zum Teil tief, so dass man einige Gipfel nicht sieht. Irgendwie trotzdem schön. Die Straße ist ungeteert und relativ eng (bis zum Sommerskisenter), aber gut zu fahren. Auch einige Wohnmobile kommen uns entgegen.

Bald schon geht es – vorbei an einem imposanten Wasserfall – wieder abwärts (und auf die Str. 15), vorbei am schönen Strynsvatnet bis auf 0 m ό. M. in Stryn, welches am Innvikfjorden liegt. Dies ist ein Arm des Nordfjords.

Super-Aussicht In Stryn gehen wir für das Wochenende einkaufen. Das ist immer wieder ein Erlebnis. Wir haben erst mal den Flaschen-Recycling-Automaten nicht gefunden (für die Flaschen vom letzten Urlaub); als ich bereits an der Kasse stehe, wird Detlev im Eingangsbereich fündig. Da wir einen Nebeneingang zu Rema 1000 benutzt haben, ist uns der Apparat nicht aufgefallen.

Wir fahren dann auf der 15 weiter nach Westen, zunächst am Innvikfjorden entlang, dann bald am Ufer des Hornindalsvatn und ab Nordfjordeid am Eidsfjorden und Nordfjord. Bei Maurstad biegen wir auf die 61 nach Norden ab. Es ist noch erstaunlich früh, so dass wir uns genug Zeit nehmen können für ein Mittagsessen. Leider ist der einzige Parkplatz mit Bank/Tisch besetzt. So fahren wir ein keines Stück weiter bis zu einer Parkbucht, in deren Nähe eine keine Brücke ist, auf der wir sitzen können. Aber kaum sind wir aus dem Auto ausgestiegen, kommen die Schafe angelaufen, 4 Stück. Sie sind so neugierig und versuchen sogar, unsere Stofftasche mit den Troll Lebensmitteln anzuknabbern!! Wir geben ihnen natürlich nichts und versuchen, die Schafe zu verscheuchen. Vermutlich sind wir zu zaghaft – wir sind ja auch keine Schafhirten oder (zu Kurt zwinker)? Letztendlich lassen sie uns erst mal in Ruhe, die Schafe, so dass wir unser Lager auf der Brücke aufschlagen. Doch die Schafe pirschen sich schnell immer näher an uns heran und werden schließlich recht zudringlich. Detlev packt das Essen schnell ein, ich verscheuche die Schafe. Sie trollen sich endlich und wir können in Ruhe essen. Aber wir werden keine Sekunde aus den Augen gelassen :)

Als wir weiterfahren, windet sich die Straße ins Tal und wir sehen bald unsere Hütte bei der Kvilehytta (kleines Gasthaus). Wir müssen kurz warten – sind vor 16.00 Uhr da – und bekommen dann den Schlüssel zu Hütte 2. Die fünf grasgedeckten Hütten liegen direkt am Berg mit Blick auf den Ort Åheim und den Vanylsfjorden bis zum offenen Meer. Rechter Hand geht der Blick in ein Tal, wo der Berg schrecklich zugerichtet ist – irgendwas wird dort abgebaut, vermutlich Stein, denn im Tal am Fjord ist die Firma "North Cape minerals". Die Hütte ist gemütlich. Wir haben ein keines Bad mit Dusche und Fenster, zwei Schlafzimmer (eines wird als Abstellraum erkoren), in denen das untere Bett groß genug für uns beide ist, sehr schön! Abendlicher Ausblick Und ein großer Wohnraum mit Küche, Esstisch/Stühlen und 2- und 3-sitziger Couch + Tisch. Auch eine Terrasse gibt es mit einem runden Tisch und Stühlen. Wir räumen erst mal nahezu alles aus dem Auto aus und richten uns ein.

Den Nachmittag und Abend verbringen wir teils auf dem Balkon, teils in der Hütte ganz in Ruhe. Draußen ist es aber recht kühl. Die Wolken hängen tief in den Bergen, nur am Horizont ist ein heller Streifen. Abends irgendwann gibt es irgendwo ein kleines Loch in der Wolkendecke und ein dicker Sonnenstrahl trifft auf den Fjord. Das ist sicher ein kleiner Gruß...

Strecke: Vågå - Åheim
Übernachtung: Ferienhaus in Åheim
Wetter: Wolkig, ab und zu blinzelt die Sonne durch. 6 - 19°C.
Bilder vom 16.07.2005.

 
 

Sonntag, 17. Juli 2005

Bereits kurz vor 6.00 Uhr bin ich wach und muss aufstehen. Gar nicht so einfach, wenn man Westkap-Blick an der Wand eingekeilt liegt und den anderen nicht wecken will! Irgendwie gelingt es mir. Selbst die Tür kann ich lautlos wieder schließen. Nachdem ich im Bad fertig bin, freue ich mich, dass heute Sonntag ist und alles still. So setze ich mich mit meiner Bibel auf die Couch und mache selbst einen kleinen "Gottesdienst" mit Gebet und Bibellesen. Sehr fein!

Gegen 8.00 Uhr decke ich den Frühstückstisch, denn inzwischen habe ich Hunger und bisher nur Tee getrunken. Auch Detlev regt sich nun. Nach dem Frühstück verbringen wir viel Zeit in der Hütte. Erst gegen 15.00 Uhr brechen wir auf. Eigentlich wollen wir Westkap wandern, aber wo? Na ja, letztendlich fahren wir stattdessen zum Westkap, was ca. 40 Km von uns entfernt ist. Die Straße dorthin ist teilweise mal wieder abenteuerlich schmal und unübersichtlich. Vor allem, wenn schnelle Norweger entgegenkommen :) Trotz Wolken haben wir am Westkap einen – wie ich finde – guten Blick auf die Küste, die Berge und das Meer. Wir schauen uns eine ganze Weile um, dann geht's auf anderem Weg (über Selje) zurück nach Åheim. Es ist Zeit für unsere gekaufte geräucherte Makrele! Lecker. Dann lesen und spielen wir noch ein bisschen. Wieder ein ruhiger Abend.

Strecke: Åheim - Westkap - Åheim
Übernachtung: Ferienhaus in Åheim
Wetter: Wolkig, zwischendurch etwas Sonne. Trocken. Bis 21°C.
Bilder vom 17.07.2005.

 
 

Montag, 18. Juli 2005

Heute machen wir einen Ausflug nach Ålesund. 100 km sind zu fahren; wir brauchen 3 Stunden. Dann stehen wir in einem Parkhaus am Hafen von Ålesund, wo wir mit Kreditkarte (ohne PIN) zahlen können. Wir schauen uns die Stadt zu Fuß an, Hafen meist am Hafen. Wo gibt's hier reker? Wann kommt die Hurtigrute?

Als wir noch mal am Hafen entlang gehen, verkauft dort ein Fischer frische reker und wir machen uns erfreut über ½ kg Krabben her. Lecker!! Und das bei mittlerweile schönstem Sonnenschein. Dann holen wir uns noch etwas "Anständiges" zu essen und machen uns gestärkt auf den Weg auf den Aksla, den Hausberg von Ålesund. Vom Hausberg Aksla Puh. Aber die Aussicht ist toll! Wir sehnen uns nach kurzen Hosen; das Wetter ist echt gut. Wir genießen alles ausführlich und machen uns an den Abstieg. Dann holen wir uns etwas zum Trinken und ein paar Postkarten, bevor wir zum Parkhaus zurücklaufen. Wir machen uns auf die Rückfahrt, kaufen aber in Moa (bei Ålesund) noch mal richtig ein. Dann geht's zurück zur Hütte. An einer der zwei Fähren müssen wir ca. 40 min warten, so dass wir erst um ca. 21.00 Uhr da sind.

In der Hütte angekommen gibt es Abendessen auf dem sonnigen Balkon. Als wir später die Fotos herunterholen, machen wir leider Fehler, so dass ein paar Bilder von gestern vom Westkap verloren gehen – sehr schade!

Strecke: Åheim - Ålesund - Åheim
Übernachtung: Ferienhaus in Åheim
Wetter: Wolkig bis sonnig. 19 - 24°C.
Bilder vom 18.07.2005.

 
 

Dienstag, 19. Juli 2005

Hüttentag. Wir fahren nur zum Einkaufen ("Brot") und Tanken nach Åheim Regenwetter hinunter. Dann geht's noch die eine Straße von Åheim aus in ein Tal, wo wir nach Wandermöglichkeiten schauen. Aber es ist ziemlich gruselig: Erst dieser kaputte Berg mit der Firma, die Steine (oder was auch immer) abbaut, dann die teilweise extrem enge Straße, der dunkle Wald, die tiefhängenden Wolken und schließlich der einsetzende Regen. Uns vergeht die Lust zu wandern, so dass wir zurückfahren, uns eine Packung Eis holen und es uns in der Hütte so richtig gemütlich machen. Zwischendurch blitzt und donnert es sogar zweimal.

Strecke: Åheim
Übernachtung: Ferienhaus in Åheim
Wetter: Wolken, Regen, kurzes Gewitter. 17 - 20°C.
Bilder vom 19.07.2005.

 
 

Mittwoch, 20. Juli 2005

Noch ein Hüttentag... Als wir aufstehen, sehen wir draußen so ziemlich gar nichts mehr – total dicker Nebel und wir mittendrin. Kalt und freucht, sehr ungemütlich, zumindest draußen. Eigentlich wollten wir etwas Wäsche waschen... Na ja, wir Kannesteinen machen uns einen ruhigen, entspannten Tag mit Hörspielhören, Rätseln, Spielen, Lernen (Detlev) und Lesen; essen gut zu Mittag und machen, weil es etwas freundlicher aussieht, doch noch die Wäsche. Schließlich ist es relativ windig; wir hoffen, das trocknet sie. Dann fahren wir abends doch noch los, und zwar nach Måløy. 10 km hinter dem Ort (enge Straße) kommen wir am felsigen Strand an (kleiner Parkplatz) – und am "Kannesteinen". Dies ist ein von allen Seiten ausgewaschener Stein (also oben breiter als unten) – interessant. Auch sonst sind die ganzen Felsen und Steine dort ziemlich ausgewaschen. Man kann gut herumklettern, das hätte mir als Kind total gefallen :) Wieder nach Måløy unterwegs kaufen wir noch ein und fahren dann zu unserer Hütte zurück. Die Brücke bei Måløy ist übrigens auch sehr interessant gebaut – S-förmig. Insgesamt wieder ein sehr ruhiger, erholsamer Tag. Aber mich kribbelts langsam in den Beinen... Nicht, dass ich der sportliche Typ bin, aber wandern tu ich trotzdem sehr gerne.

Strecke: Åheim - Kannesteinen bei Måløy - Åheim
Übernachtung: Ferienhaus in Åheim
Wetter: Dichter Nebel, später nur noch wolkig ;). Um 15°C.
Bilder vom 20.07.2005.

 
 

Donnerstag, 21. Juli 2005

Hüttentag. Die einzige "Aufregung": Schafe sind auf das Hüttengelände der Kvilahytta eingedrungen, da am Eingang beim "Ferrist" gebaut wird.

Strecke: Åheim
Übernachtung: Ferienhaus in Åheim
Wetter: Wolken, Regen. Höchstens 15°C.
Bilder vom 21.07.2005.

 
 

Freitag, 22. Juli 2005

Irgendwie scheint es heute nicht ganz so dunkel zu sein... Scheint dort hinten nicht sogar ein bisschen die Sonne? Ich streike und will keinen weiteren Hüttentag; so ziehen wir am späten Vormittag los. Detlev möchte gerne auf die Insel Runde, die wir schon einmal vor 4 Jahren besucht und in sehr nasser Erinnerung haben. Mal sehen, was uns erwartet.

Die Wolken hängen relativ tief in den Bergen und in Richtung Runde sieht es sogar aus, als regnete es. Okay, es geht über mehrere Brücken, die die einzelnen Inseln verbinden, und bald schon sind wir auf der Vogelinsel. Auf dem sogenannten letzten Parkplatz vor dem Vogelfelsen parken wir, ziehen uns windgeschützt an und laufen los.

Insel Runde Es geht auf den Berg, aber dieses Mal einen anderen Weg – was sich im Nachhinein als viel besser erweist! Wir sehen von oben sehr gut auf die Vogelfelsen – totales Theater bei den Möwen als 2 Raubvögel in die Nähe kommen – und finden einen windgeschόtzten Platz, von wo aus man gut die Papageientaucher beobachten kann. Natürlich sind die viel zu flink und vor allem zu weit weg für ein gutes Foto mit unserem Apparat, aber wir sehen diese lustigen Vögel ja life! :) Auf Runde ist es sehr windig und man sollte wasserdichte Schuhe anziehen, da die Wege sehr matschig sind, teilweise auch steinig. Wandschuhe sind da wohl am besten geeignet. Und ein Ohrenschutz ist wichtig (Kaputze, feste Mütze oder so) – der Wind ist nicht zu unterschätzen! Wir haben jedenfalls dieses Mal alles richtig gemacht :) und landen abends wieder in unserer Hütte bei Åheim. Na gut, ehe wir ankommen, gehen wir kurz einkaufen. Später werden wir wohl schon mal ein paar Sachen zusammenpacken, denn morgen geht es wieder auf Tour.

Strecke: Åheim - Insel Runde - Åheim
Übernachtung: Ferienhaus in Åheim
Wetter: Wolkig, ab und zu Sonnenflecken, 13 - 16°C
Bilder vom 22.07.2005.

 
 

Samstag, 23. Juli 2005

Gemütliches Frühstück. Einpacken. Hütte saubermachen. Auf geht's! Das Wetter sieht sehr vielversprechend aus: Zunächst ein Mix aus Sonne und Wolken, aber es wird immer wolkenärmer. Heute fahren wir erst mal die 61 bis zum Syvdsfjorden und folgen dann der 652, welche um diesem Fjord herumführt, dann am Rovdefjorden und Voldafjorden entlang. Bei Lauvstad müssen wir eine ganze Weile auf die Fähre warten. Trotz Sonnenschein ist es kühl durch den heftigen Wind. Die Fähre bringt uns schwankend nach Volda und dort fahren wir auf kleiner Straße (durch Wohngebiet) bis zur Str. 655, der wir in Richtung Osten folgen. Sehr schön hier.

Hütte Es wird noch besser: Der Hjørundfjorden mit seinen hohen Bergen liegt vor uns und das kleine Städtchen Sæbø liegt wunderschön in der Sonne. Da die Fähre gerade kommt (fährt am frühen Nachmittag selten), haben wir hier keinen längeren Aufenthalt. Bei dieser Überfahrt fotografiere ich viel :) - jeder Berg, jede Hütte, alles ist so schön!

Dann führt die Straße am Norangsfjorden entlang - wow - bis zu dem kleinen Ort Øye, der sogar ein kleines Hotel hat. Nun gehts ins Norangsdalen - wow, wow! Der Weg ist geteert; vor 4 Jahren war er das nicht und wir hatten uns eigentlich geschworen, hier nie wieder durchzufahren :) Landschaftlich ist die Strecke wirklich toll - und ein bisschen gruselig als die Straße vom hellen Sonnenlicht an einer schmalen Stelle des Tals durch den Schatten einer sehr hohen Felswand geht. Kurz dahinter kommt ein Parkplatz mit Sitzmöglichkeit und Tisch. Dort machen wir endlich Mittagspause (ca. 14.30 Uhr) - irgendwie haben wir das bisher vor lauter Staunen vergessen.

Hjørundfjorden Nach dem Essen geht es weiter auf der 655 durch das Norangs- und dann Nibbedalen bis wir auf die Str. 60 stoßen. Dieser folgen wir nach links in Richtung Norden (Stranda steht am Schild). Wir fahren an Hellesylt vorbei und haben dann von der Straße aus wunderbare Ausblicke auf den Sunnylvsfjorden und teilweise den Geirangerfjorden. Vor dem letzten Tunnel (über 3 km) gibt es noch mal einen größeren Parkplatz mit einigen Tischen. Leider sind wir an einem Wasserfall an der Straße vorbeigefahren - aber Wasserfälle gibt es ja noch mehr in Norwegen :)

Hinter dem Tunnel geht es durch das Strandadalen bis nach Stranda. Dort nehmen wir die Fähre nach "drüben". Die Straße führt hoch am Norddalsfjorden entlang mit ebenfalls einigen sehr netten Ausblicken auf Fjord und Berge. Als wir durch Linge fahren, sind wir froh, dass wir nicht mit der Fähre Richtung Geiranger fahren müssen, denn die Schlange am Kai ist sehr lang. Wir folgen der 63 durch eine wunderschöne Landschaft mit Wasserfällen (aha!) und hohen Bergen bis zum Trollstigen, wo eifriges Getümmel herrscht. Wir schauen Norddalsfjorden uns trotzdem die Serpentinen den Berg hinab an und sehen auch, wo gebaut wird (wegen Steinschlaggefahr auf einer Teilstrecke). Dann fahren wir hinab, werden auf der Stigbrua bei geöffnetem Seitenfenster auf der Beifahrerseite nass, und lesen unten auf dem Parkplatz, wo das Trollschild ist (Detlev muss mich unbedingt daneben fotografieren...), das mit dem Umbau der Straße.

Danach fahren wir zum Trollstigen Campingplatz, wo wir die letzte Hütte bekommen, aber auch nur, weil die angemeldete Person nicht erschienen ist und nicht angerufen hat (18.45 Uhr). Wir richten uns ein, essen und fahren dann noch mal nach Åndalsnes, um uns über die Raumabahn (Dampfeisenbahn-Sonderfahrt) zu informieren. Beim Campingplatz weiß leider niemand Bescheid. In Åndalsnes ist Touristinfo + Bahnhofsschalter bereits geschlossen und es stehen nirgends die Abfahrtszeiten für morgen. Schade. Mal sehen, wie das dann klappt. Zurück in der Hütte lassen wir den restlichen Abend ruhig ausklingen. Ziemlich kalt hier.

Strecke: Åheim - einige Km vor Åndalsnes
Übernachtung: Trollstigen Camping, 300 NOK (Hütte mit 4 Betten)
Wetter: Sonne und ab und zu Wolken, 13 - 17°C
Bilder vom 23.07.2005

 
 

Sonntag, 24. Juli 2005

Um 6.30 Uhr sind wir wach, bleiben aber noch liegen und schlafen noch mal ein - bis 9.00 Uhr! Nach dem Frühstück packen wir ein und machen sauber (logisch). Dann geht es los nach Åndalsnes, welches ja nur ein paar Kilometer entfernt liegt. In der Touristeninformation gibt es Infos und Karten für die Raumabahn (Spezialfahrt mit historischer Dampflockbahn für 590 NOK, 2 Personen). Wir haben noch ca. 1 1/2 Std. Zeit. Diese nutzen wir zum Mittagessen am Kai. Dann fährt die Bahn vor. Ungezählte Fotoapparate klicken. Wir steigen in einen alten, nostalgischen Waggon der 3. Klasse und bald schon geht die Fahrt los. Die Bahn fährt von Åndalsnes nach Bjorli und zurück. Es geht durch das schöne Raumatal, vorbei an Raumabahn unzähligen Wasserfällen, hohen Felswänden (wie den Trollveggen) und Brücken - wirklich total interessant. Auch 2 - 3 Tunnel gibt es.

In Bjorli haben wir 45 min Aufenthalt und nutzen sie, um ein Eis zu essen. Um 15.45 Uhr geht es auf der gleichen Strecke zurück. Oft kann man wunderbar sehen, wie sich die Rauma (Fluss) durchs Tal schlängelt, mal ganz ruhig und langsam, mal wild tosend und stürzend. Sehr schön. Um 17.05 Uhr sind wir wieder am Ausgangspunkt in Åndalsnes. Die Bahnfahrt hat sich wirklich gelohnt (sowieso Detlevs Kindheitstraum, seit er mit seinen Eltern mal hier war, aber nicht mit dieser Bahn fahren konnte).

Isterdalen Für uns heißt es nun: Auf zum Trollstigen und dann auf Hüttensuche! Auf den Serpentinen ist noch ganz schön was los, aber die Reisebusse begegnen uns nur ganz unten :) Oben angelangt fahren wir sofort weiter bis zu den ersten Campingplätzen an der Strecke. 2 x keine freien Hütten (obwohl die teilweise frei aussehen, wahrscheinlich reserviert). Erst bei Skoglund Camping, einige Kilometer vor Valldal kommen wir in einer recht geräumigen Hütte unter. Merkmal: Kein Geschirr (egal, wir haben eh eigenes), keine Kaffeemaschine (egal, wir trinken keinen Kaffee), nur 1 Herdplatte (wie kocht man da Spaghetti?). Ansonsten total okay.

Strecke: Åndalsnes - kurz vor Valldal
Übernachtung: Skoglund Camping, 320 NOK (4 Betten)
Wetter: Morgens etwas wolkig, dann sonnig, 15 - 21°C, windig.
Bilder vom 24.07.2005.

 
 

Montag, 25. Juli 2005

Heute stehen wir gegen 7.30 Uhr auf und sind ca. 2 Stunden später unterwegs (Str. 63) nach Linge, dort mit der Fähre über den Norddalsfjorden (um Punkt 10.00 Uhr Abfahrt) nach Eidstal. Wir folgen der 63 und gelangen so bald an den Ørneveien (Adlerweg), der hinunterführt an den Geirangerfjorden. Dort wird der eine Aussichtspunkt - wie auch der hoch hinter dem Ort Geiranger - neu gebaut. Man kann gut parken und die Sicht über Geirangerfjorden Fjord und Berge genießen.

Dann geht die Straße 63 direkt durch die Touristenhochburg Geiranger. Am Fährkai liegt eine Fähre - neuerdings fährt eine Touristenfähre von Sylte am Norddalsfjorden nach Geiranger. Wir bleiben auf der Straße, die sich serpentinenartig den Ort am Berg hinaufschlängelt. Und dann geht es immer höher in die Berge. Uns fällt auf, dass hier noch viel mehr Schnee liegt als im letzten Jahr und Djupvatnet vor 4 Jahren. Okay, letztes Jahr waren wir im August hier. Beim Djupvatnet auf 1000 m Höhe (wo es zum Dalsnibba abgeht) treibt sogar noch Eis auf dem See.

Nun stoßen wir auf die Str. 15, der wir nach Osten (also links herum) folgen. Hinter Grotli begleitet uns der Fluss Otta das Tal hinab. Bei Dønfoss sehen wir uns den netten Campingplatz mit Schwimmbad an, der direkt an einem Wasserfall der Otta - Høgfossen - liegt. Sehr hübsch, vielleicht steuern wir ihn nächstes Mal an (Womo-Preis 140 NOK ohne Strom, der kostet 35 NOK extra).

In Bismo gehen wir einkaufen und tätigen ein paar Telefonate. Mattes ist Vater geworden, da wollen wir doch gratulieren; sein Sohn heißt Finn Merlin.

Bei Lom - noch so eine Touri-Hochburg - fahren wir dann rechts weg auf die Str. 55, welche sehr zu empfehlen ist - superschöne Landschaft, Wald, Fjell, Schneereste, Wasserfälle, Gletscherblick etc. Die Straße geht relativ "gemütlich" bis auf 1440 m ü. M. hoch und dann in ungezählten Serpentinen bis auf Meereshöhe am Lustrafjorden (Ausläufer des Sognefjordens) hinunter.

Fjell Bei Fortun, kurz vor dem Fjord, fragen wir das erste Mal nach einer Hütte - nichts frei. Wir landen dann in Luster auf dem Campingplatz und bekommen die letzte (kleine 2-Bett-) Hütte. Kurz nach uns kommt jemand an die Rezeption und plötzlich spricht der junge Mann dort deutsch! Was "quälen" wir uns eigentlich mit englisch und 1 - 2 Wörtern norwegisch? :)

Die Hütte liegt 3 m vom Fjord ab, ist ganz gemütlich und die Zufahrt mit dem Auto von Zelten verbaut, die auch Fjordblick zwischen den Hütten wollen. Außerdem ist hier irgendwo ein Nest: so viele Deutsche auf einen Haufen... Aber vermutlich liegt das daran, dass hier deutsch gesprochen wird.

Morgen wollen wir zum Nigardsbreen, einer Gletscherzunge des großen Jostedalsbreen. Ich bin mal gespannt.

Strecke: Valldal - Luster
Übernachtung: Campingplatz in Luster, 300 NOK (kleine 2-Bett-Hütte)
Wetter: Wolkig, zwischendurch auch Sonne, 13 - 21°C.
Bilder vom 25.07.2005.

 
 

Dienstag, 26. Juli 2005

Heute geht es zunächst weiter am Lustra- und Gaupnefjorden entlang bis Gaupne. Von dort zweigt die Straße 604 ins Jostedalen ab. Wir folgen dieser Straße gut 30 km bis zum Gletscherzentrum. Von hier aus kann man die Gletscherzunge Nigardsbreen schon sehen.

Wir fahren den Bomveg (25 NOK) bis zu einem großen Parkplatz am See, ziehen uns Haus Wanderschuhe an und los gehts. Man kann auch ein Stück mit einem Boot fahren (Erwachsene 30 NOK), aber das ist ja uncool :) Der Weg zum Gletscher ist sehr interessant - über Felsen, durch kleine Flussläufe - und wir brauchen, obwohl es kürzer aussieht, ca. 1 Stunde. Bei den Bächen sind wir am Anfang immer ganz brav von Stein zu Stein gehoppelt bis dann (beim Rückweg) andere Wanderer an uns vorbei einfach so durchlaufen. Danach versuchen wir es auch sicherer :) Hinzu begegnen wir nahezu Niemandem, denn es ist noch recht früh.

Als wir an der Brücke ankommen, die über einen Gletscherflussarm auf Felsen führt, ziehen wir uns wärmer an. Hier weht ein eisiger Wind. Dann geht es über Felsbänder zwischen Gletscherwasserströmen hinauf und bis auf eine gute Sicherheitsdistanz (Absperrleine) an die beeindruckend große, breite Gletscherzunge heran. Wow! Mehrere größere Gletschertore, überall Eisschollen und ein sehr starker eisiger Wind (meine Ohren!!) - es ist total faszinierend!

Wir genießen den Anblick, machen Fotos und gehen, als wir völlig durchgepustet sind, Nigardsbreen wieder hinunter zur Brücke und wandern zum Parkplatz zurück. Dort essen wir etwas und beobachten von Ferne die Menschen am und auf dem Gletscher (geführte Touren), die klein wie Ameisen erscheinen. Nächstes Mal müssen wir uns unbedingt Handschuhe, Schal ect. mitnehmen, damit wir auch mal auf das Eis kommen. Hier gibt es ganz leichte Touren. Aber das muss warten.

Wir fahren dann wieder durch das schöne Tal zurück bis Gaupne (kaufen dort Erdbeeren) und von dort rechts entlang auf die Str. 55. Die Straße führt bald vom Fjord weg. Bei Hafslo am Hafslovatnet finden wir einen netten Campingplatz. Da wir die Ersten sind, können wir uns eine der drei kleinen Hütten (gibt auch gröίe) aussuchen. Wir nehmen die Nr. 2, welche fast direkt am Ufer liegt. Dann fährt Detlev noch mal einkaufen, damit wir bald kochen können.

Wir genießen einen entspannten Nachmittag und Abend und beschließen, noch eine Nacht zu bleiben.

Strecke: Luster - Hafslo
Übernachtung: Campingplatz am Hafslovatnet, 290 NOK (4 Betten), frei Duschen.
Wetter: Wolken, etwas Sonne, ein paar Regentropfen.
Bilder vom 26.07.2005.

 
 

Mittwoch, 27.07.2005

Hüttentag. Wir freuen uns über den blauen Himmel und die immer kleiner und weniger werdenden Wolken. Zwischendurch holen wir uns die Paddel für ein Kanu und kämpfen gegen Wind und Wellen an. Das ist total anstrengend für uns - warum sieht das bei den anderen immer so locker aus? Als wir dann wieder zurückkommen, wollen wir wenigstens problemlos "einparken", so vor aller Augen, was natürlich prompt schief geht. Ich lach' mich kaputt! Zuerst fahren wir gegen die Felsen am Ufer - zumindest ein bisschen - und dann landen wir zwischen den Ruderbooten. Dieser blöde Wind! :) Aber als Detlev aussteigt, kommt das Kanu an richtiger Stelle an Land. Dann verfrachten wir es noch mit viiiel Kraft und Mühe auf den Ständer. Komisch, wie haben die anderen das nur hinbekommen? Egal. Wir genießen die Sonne - trotzdem ist es relativ kühl durch den Wind - und machen uns einen ruhigen Tag.

Detlev Ach ja, nicht vergessen möchte ich Detlevs heutige Schwimmstunde. Er hat sich "todesmutig" in den See gewagt - "Warum ist denn das Wasser sooo kalt?" *lach* Na ja, wenn ein Gletscher in der Nähe ist... Jetzt, gegen 21.15 Uhr, verschwindet die Sonne hinter dem Berg. Sofort wird es kühler, aber es verspricht ein schöner Abend zu werden. Keine einzige Wolke mehr zu sehen. Die Wellen plätschern an die Felsen, die Bäume bewegen sich leicht im Wind. Urlaub.

Strecke: Hafslo
Übernachtung: Campingplatz am Hafslovatnet, 290 NOK (4 Betten), frei Duschen.
Wetter: Morgens noch einige Wolken, dann sonnig, warm, aber sehr windig.
Bilder vom 27.07.2005.

 
 

Donnerstag, 28. Juli 2005

Wir wachen auf und die Sonne scheint - wie schön! Doch schon beim Frühstück beginnt es zu regnen. Alles zieht sich superschnell zu und die Berge sind kaum noch zu sehen. Schon krass, dieser Wetterwechsel! Als wir einpacken, lässt es etwas nach, so dass wir nur mäßig durchnässt losfahren :)

Zunächst folgen wir der Str. 55 bis zur Brücke bei Sogndal. Diese überqueren wir und fahren nun auf der 5 bis zum Fähranleger in Manheller. Hier wird auch die Maut für den 6,6 km langen Tunnel davor fällig; alles wird zusammen bezahlt (123 NOK). Die Fähre - wir müssen mit dem Auto nach oben hochfahren *grusel* - bringt uns über den Fjord.

Aurlandsfjord Blumen Bei Lærdalsøyri fahren wir hinter der Brücke die Straße rechts herum und nehmen dann den Snøvegen (bzw. Aurlandsvegen steht am Schild). Diese Straße ist eng und kurvig, aber das war ja zu erwarten :) Das Wetter lässt übrigens hoffen, seit der Fähre sehen wir ab und zu Wolkenlücken. Irgendwann fahren wir leider in die Wolken hinein - die Straße geht bis auf 1300 m - und sehen nur noch ab und zu ein paar Schneefelder am Straßenrand. Schade, hier ist es sicher total schön.

Als die Straße wieder abwärts führt, können wir kurz mal durch die Wolken einen Blick auf den Aurlandsfjorden werfen. Wow, die Aussicht von hier muss wirklich super sein! Die Straße führt in vielen Kurven abwärts bis nach Aurland. Sogar zwei Wohnmobile kommen uns hier entgegen, so dass wir bis zur letzten Ausweichstelle zurückfahren müssen. Im Ort treffen wir auf einen Bus!

In Aurland nehmen wir dann die E16 am Fjord entlang nach Flåm, wo wir übernachten wollen. Puh, ist das teuer hier! Beim Campingplatz "in der City" ist bereits jetzt (mittags) alles belegt; ein anderer liegt 3 km außerhalb, mal sehen, ob wir dahin fahren... Erstmal in die Touristinfo. Dort ist ein Schwarzes Brett, wo auch Campingplätze/Hütten draufstehen. Wir sehen, dass der andere Platz anscheinend noch teurer ist und rufen kurzerhand beim Gudvangen Camping an (Vangs Camping ist belegt) und sichern uns dort eine Hütte. Die Sonne scheint mittlerweile und es wird immer besser.

Kjosfossen Dann kaufen wir uns ein Ticket für die Flåmsbana. Diese fährt durch das Flåmsdalen bis nach Myrdal in über 800 m Höhe. Es ist wohl die steilste Nicht-Zahnradbahn der Welt. An einem großen Wasserfall, dem Kjosfossen, gibt es extra eine Plattform zum Aussteigen und Fotografieren (Vorsicht, es ist ziemlich nass!) mit - wie ich finde - alberner Gesangs-/Tanzeinlage von 2 Frauen auf Felsen beim Wasserfall. Na ja. Detlev findet es lustig :) In Myrdal bleiben wir im Zug - man kann natürlich auch aussteigen und den nächsten zurücknehmen oder weiterfahren oder wandern ect. - und genießen die Fahrt noch einmal auf der anderen Fensterseite sitzend. Wieder in Flåm sehen wir die Massen schon auf den Zug warten. Gut, dass sie per Absperrseil noch zurückgehalten werden bis alle ausgestiegen sind.

Flåm Wir fahren dann nach Gudvangen (es regnet hier!?), wo wir tanken und zum Campingplatz außerhalb des "Ortes" fahren. Hm. Nicht besonders schön und direkt an der E16. Egal, wir haben reserviert und sind k. o. Die Hütte ist ziemlich dunkel, auch mit Licht; es gibt keine Leselampe. Ansonsten okay. Der Ausblick auf die Felswände des Nærøydalen mit den dünnen Wasserfällen ist sehr schön. Der Regen hört auch irgendwann auf, die Wolken verschwinden und ab ca. 21.00 Uhr ist der Himmel nahezu wolkenlos und die Berggipfel von der Sonne beschienen. In diesem relativ engen Tal sitzen wir natürlich längst im Schatten. Die Straße wird jetzt auch langsam ruhiger. Aber es ist recht kalt.

So, nun werde ich zum Abwaschen verdonnert :) Morgen müssen wir erst mal richtig einkaufen; heute nur das Nötigste an der Tankstelle im Nærmat von Gudvangen.

Strecke: Hafslo - Gudvangen
Übernachtung: Gudvangen Camping, 336 NOK (4-Bett-Hütte, etwas oll)
Wetter: Wechselhaft Wolken, Regen, Wolken, tiefhängende Wolken, sonne, Wolken/Regentropfen.
Bilder vom 28.07.2005.

 
 

Freitag, 29. Juli 2005

Blauer Himmel - da steht man doch noch mal so gerne auf! Wir machen uns früh auf den Weg. Zunächst fahren wir durchs Nærøydalen, dann über die Serpentinenstraße (die wir im letzten Jahr mit dem Womo abwärts gefahren sind) hoch, am Stalheim-Hotel vorbei und dann wieder auf die E16. Beim Tvinde-Camping halten wir an, um den Wasserfall Tvindefossen anzuschauen und zu fotografieren.

Tvindefossen Kurz vor Voss gehen wir einkaufen und suchen dann ein Telefon - allerdings erfolglos. Es geht weiter auf der 13 bis nach Granvin, wo wir telefonieren und endlich einen Übernachtungsplatz in Kristiansand reservieren können. Nun fahren wir am Granvinfjorden entlang bis nach Kvanndal, wo die Fähre nach Utne gerade abfährt. Schade. So müssen wir hier 1 Stunde warten (und Eisessen), denn die nächste Fähre geht erst um 12.00 Uhr. Aber die Sonne scheint und wir haben ja Zeit. Alles kein Problem. Die Aussicht ist schön und wir sind die ersten in der Schlange :)

Sørfjorden Dann geht es über den Utnefjorden (Hardangerfjorden) nach Utne hinüber. Die Sonne ist so hell, dass ich kaum Fotos mache, aber das ist nicht so schlimm. Ab Utne fahren wir auf der 550 am langen Sørfjorden nach Süden. Kurz vor Odda, da wo der Folgefonn-Tunnel beginnt, tanken wir (Diesel 9,90 NOK). Dann fahren wir zum Campingplatz in Odda, wo wir übernachten wollen. Keine Hütten! Also zurück nach Odda in die Touristeninformation, wo wir die Telefonnummer von dem Platz bekommen, an dem wir bereits vorbeigefahren sind, ca. 15 km vor Odda. Dort gibt es noch eine Hütte für uns. Gut, dann mal los, zurück zum Ei...(?) Camping!

Der Platz liegt etwas erhöht am Fjord (mit Zugang) und die Hütte ist super: 1 Etagenbett, 1 Tisch, 2 Stühle, 2 Kochplatten, Kühlschrank, Töpfe/Geschirr und Waschbecken (kalt); natürlich auch Terrasse mit Fjordblick. Es ist angenehm warm in der Sonne. Als diese jedoch hinter dem Berg verschwindet, wird es schnell kühl.

Ursprünglich wollten wir heute zum Buarbreen wandern, aber das machen wir nun halt morgen.

Strecke: Gudvangen - kurz vor Odda
Übernachtung: Ei... Camping, 230 NOK (sehr schöne 2-Bett-Hütte, mit Spülbecken)
Wetter: Sonne mit einigen Wolken, 17 - 24°C
Bilder vom 29.07.2005.

 
 

Samstag, 30. Juli 2005

Heute sollten wir dringend einkaufen, das Wochenende steht vor der Tür, was man im Urlaub schnell mal vergisst. Also fahren wir nach Odda und gehen dort zu Coop - der erst um 9.00 Uhr öffnet; wir sind etwas zu früh hier. Wir kaufen auch Käse für meine Schwiegereltern und für uns zu Hause, da es ja unsere letzten 2 Tage in Norwegen sind.

Dann fahren wir nach Buer über eine recht enge, aber um diese Zeit ziemlich leere Straße zum Parkplatz, von dem aus man loswandern kann. Von hier aus kann man die Gletscherzunge noch nicht richtig sehen, nur die benachbarte.

Wanderung Der Wanderweg beginnt sehr moderat, wird aber nach der Überquerung einiger Wasserläufe recht anstrengend. Über Felsen, teilweise mit Seil, Brücken, eine Treppe/Leiter - insgesamt für uns ganz schön krass. Aber wir schaffen es schließlich und sind beeindruckt von der breiten, aus mehreren Teilen bestehenden Gletscherzunge. Wir halten Abstand zum Eis und machen relativ windgeschützt Mittagspause, aber man könnte bis ans Eis ran. Eine Gruppe macht sich gerade für den (geführten) Aufstieg bereit. Buerbreen Und wir machen uns auf den Rückweg. Hinzu haben wir 2 Stunden gebraucht. Hinunter sind die Felsen teilweise irgendwie noch steiler und rutschiger... und auch jetzt ist es mächtig warm, obwohl doch der Gletscher relativ nah ist und dieser fette Gletscherfluss neben uns ins Tal donnert. Puh. Als wir wieder am Auto sind, haben wir uns erst mal eine Pause verdient :)

Låtefossen Gegen 15.30 Uhr fahren wir weiter - und zwar auf der 13 nach Süden. Hier gibt es einige größere Wasserfälle; am Låtefossen (Doppelwasserfall) halten wir und kaufen Eis und Moreller (Kirschen). Dann gehts weiter. Bald laufen die Str. 13 und die E134 zusammen weiter. Wir nehmen dann kurz vor dem ersten Tunnel den Weg über das Røldalsfjell - sehr nett mit schönen Ausblicken, zunächst auf den Folgefonn, dann auf die "Haupt"-Straße und später auf viele schöne Berge und den Røldalsvatnet. Die enge Straße gelangt schon bald wieder auf die E134, der wir über Røldal folgen. Schnell führt sie aufs Haukelifjell.

Wir sind schon ziemlich müde und k. o. Kurz vor Haukeligrend fahren wir in Flothyl auf einen Campingplatz am See - hübsch gelegen, aber relativ nah an der E134. Diese ist jedoch jetzt am Abend sehr schwach befahren und somit ist es ruhig.

Strecke: Odda - Flothyl
Übernachtung: Flothyl Camping, 230 NOK (5 Betten, 2 Zimmer)
Wetter: Hauptsätsächlich sonnig, bis 25°C
Bilder vom 30.07.2005.

 
 

Sonntag, 31. Juli 2005

Heute fahren wir die Str. 9 durch das Setesdal bis nach Kristiansand durch. Es gibt nicht viel Aufregendes zu berichten. Das Wetter ist ziemlich bescheiden - die Wolken hängen tief, es regnet immer wieder. So sind wir dann gegen Mittag bereits in Kristiansand angekommen. Dort entscheiden wir spontan, hier nicht mehr zu übernachten, sondern heute schon mit der Fähre weiterzufahren. So fragen wir im Terminal, wann Platz für uns wäre. Und: Die nächste Fähre legt in ca. 1/2 Stunde ab!

Abschied Wir buchen das Ticket um und brauchen uns nicht mal in einer Schlange anzustellen, sondern dürfen sofort an Bord fahren. Sehr nett. Wir schauen vom Deck aus zu, wir wir ablegen und suchen uns dann einen ruhigen Ort für die Überfahrt. Hoffentlich ist in Dänemark schönes Wetter, dann können wir dort noch einen Tag am Strand verbringen und auch übernachten.

Aber es kommt anders, in Dänemark ist das Wetter auch nicht besser, so dass wir kurzerhand bei Detlevs Eltern anrufen und ausmachen, dass wir durchfahren und in der Nacht dort eintrudeln. So wird es dann noch eine anstrengende Fahrt ohne großartige Unterbrechungen. Irgendwo in DK gehen wir bei einem Fastfood-Restaurant etwas essen - sehr interessant. Gegen 1.30 Uhr oder so kommen wir schließlich in Braunschweig an und sinken bald darauf in das (schwieger-)elterliche Ehebett - welch' eine Wohltat!
Strecke: Flothyl - Kristiansand - Hirtshals - Braunschweig
Übernachtung: Bei unseren Eltern/Schwiegereltern
Wetter: wolken, Regen!
Bilder vom 31.07.2005.

 
 

Montag, 1. August 2005

Ein wunderbarer Tag im Kreise der Familie. Detlevs Neffe Patrick ist auch gerade bei seinen Großeltern zu Besuch. Sehr schön.
Strecke: Braunschweig (D)
Übernachtung: Bei unseren Eltern bzw. Schwiegereltern

 
 

Dienstag, 2. August 2005

Heute machen wir uns endgültig auf den Heimweg. Dort kommen wir ohne größere Staus oder andere Probleme an.
Strecke: Braunschweig - Dreieich
Übernachtung: zu Hause :)

 
 

Bilder

Bildergalerie aller Fotos der Reise.

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