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Reisebericht USA
1. - 30. Oktober 2000
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1. Oktober 2000Wir haben es endlich geschafft! Nach einem
endlos erscheinenden Flug sind wir gut in San Francisco gelandet. Heute
früh sollte unsere Maschine in Frankfurt um 7.30 Uhr starten.
Leider lag London im Nebel, so dass wir nicht landen konnten. Somit
mussten wir "ewig" warten, bis wir Starterlaubnis bekamen. Wir bangten
bereits um unseren Anschluss, den wir in London-Heathrow aber noch
bequem schafften. Der Flug FRA -> LHR war sehr gut, schöner
Blick auf London. Der Flug LHR -> SFO war okay, einige leichte
Turbulenzen. Aber es war sehr, sehr eng (ich saß in der Mitte,
Detlev am Gang) und ziemlich warm und hat sooo lange gedauert.
Nach einigen Schwierigkeiten mit dem Shuttle Bus - wir fanden die
Haltestelle nicht - sind wir nun im Travelodge North S. F.
Airport angekommen und haben geduscht. Gleich werden wir noch
gegenüber zu McDonalds gehen und dann bald ins Bett. Für
unseren Körper ist es schließlich schon 2.30 Uhr in der
Nacht! Von San Francisco haben wir bisher leider wenig gesehen, aber
das wird sich hoffentlich noch ändern. Übrigens haben wir
hier Superwetter: Sonnenschein und richtig warm!
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| Strecke: Anflug Frankfurt/Main - London - San Francisco (Kalifornien) |
Wetter: Sonne pur, wolkenlos
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| Heute haben wir keine Bilder gemacht - leider. |
2. Oktober 2000Gestern sind wir doch nicht mehr rausgegangen, waren einfach zu müde. Gegen 18.00 Uhr Ortszeit sind wir ins Bett gefallen.
Heute waren wir dann schon sehr früh hellwach. Nach einem
"Frühstück", bestehend aus heimischen Butterkeksen und Tee
mit Wasser aus der Kaffeemaschine im Hotelzimmer, haben wir bis zum
Sonnenaufgang gewartet. Dann haben wir uns auf die Socken gemacht - ein
kleiner Spaziergang in der Gegend. War allerdings nicht sooo
schön. Kurz nach 9.00 Uhr haben wir vom Hotelzimmer aus bei Cruise
America angerufen und einem Termin für 13.00 Uhr vereinbart. Dann
haben wir unsere 7 Sachen zusammengesammelt und die Koffer am Front
Desk untergestellt, um noch einen Spaziergang in die andere Richtung zu
machen. Zuvor waren wir jedoch noch bei McDonalds essen - sehr witzig.
Bis 10.30 Uhr gabs Frühstück, danach Lunch. Der Gang danach
war fein, wir waren an einer Bucht an der Bay in der Nähe des
Flughafens und haben sogar einen Kolibri gesehen.
Als wir um 13.00 Uhr abgeholt wurden (mit einer Schweizer Familie
zusammen), haben wir das erste Mal die Skyline von San Francisco sehen
können - wow! -, bei der Fahrt über die Oakland Bay Bridge
konnte man sogar Alcatraz und die Golden Gate Bridge erahnen.
Bei Cruise America mussten wir ziemlich lange warten, nachdem wir ein
deutschsprachiges Video als Einführung gesehen hatten. Irgendwann
war es dann soweit - unser Wohnmobil stand in voller Größe
vor unserer Nase! Als es nach dem Aus-/Einpacken losgehen konnte, war
uns (besonders natürlich Detlev) ganz schön mulmig zumute.
Wir fuhren durch Oakland, wo Cruise America ist, und über die
Oakland Bay Bridge nach San Francisco rein. Die Fahrt durch die Stadt
war sehr abenteuerlich, vor allem wegen der Steigungen/Gefälle.
Plötzlich lag die Golden Gate Bridge im schönsten
tiefstehenden Sonnenlicht vor uns! Leider verpassten wir beide View
Points... Die Landschaft nördlich von San Francisco ist
hügelig und schön. Auf der Suche nach einem bestimmten
Campingplatz haben wir uns leider mehrmals verfahren und letztendlich
einen ganz anderen gefunden (Novato RV Park). Dieser hatte genau EINEN
Platz frei - Halleluja!
Gegen 21.00 Uhr sind wir sehr müde in die Koje im Alkoven
gestiegen. Die Nacht war ziemlich eng und kalt. Wir sind noch etwas
skeptisch unserem Gefährt gegenüber...
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| Strecke: San Francisco - Oakland - San Francisco - Novato (Kalifornien) |
Wetter: Sonne pur und wolkenloser Himmel
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| Bilder vom 02.10.2000. |
3. Oktober 2000Morgens bezahlen wir die $ 31,50 ($ 35 minus
10 % wegen AAA) und kaufen teure Getränke auf dem Campingplatz.
Dann gehts los in Richtung Yosemite National Park. Es ist eine sehr
schöne Strecke durch verschiedenste Landschaften. Zwischen Novato
und Vallejo ist es sogar teilweise ziemlich sumpfig und wir haben
Ausblicke auf die Bay. Nach einer abenteuerlich engen Brücke (im
Bau) fahren wir in Concord erst mal einkaufen, essen und tanken.
Für den Einkauf erwischen wir einen asiatischen Laden. Essen: "The
Mediteranean" - total nett dort. Wir haben Falaffel gegessen. Auch das
Tanken meistern wir nach kurzen Anlaufschwierigkeiten gut.
Über die Straße 680 bei Dublin fahren wir auf die 580, dann
auf der 205 bis Mossdale. Dort beginnt die kleinere Str. 120. Die
Landschaft ist größtenteils sehr karg. Erst jetzt an der 120
gibt es mehr grün - Plantagen und Felder, Büsche, Bäume.
Je näher wir unserem Ziel kommen, um so grüner wird es.
Bei/Hinter Jacksonville liegt ein herrlicher See vor uns. Nach einer
Pause gehts dann langsam aber sicher den Berg hinauf. Wir
hören "99 Luftballons" im Radio, natürlich nicht auf Deutsch
:). Der Weg vom See bis zum Parkeingang ist total schön. Die
Straße ist gut ausgebaut, der Wald herrlich und es gibt immer
wieder tolle Ausblicke. Den Park "betreten" wir dann über den Big
Oak Flat Entrance, wo wir bei einer supernetten Rancherin einen
National Park Pass für $ 50 erstehen. Dieser ist ein Jahr für
alle Nationalparks der USA gültig. Gleich hinter dem Parkeingang
geht es zu einem Campingplatz mitten im Wald - Hodgdon Meddow. Total
schön und ohne Strom- bzw. Wasseranschluss. Aber saubere
Spültoiletten! Unsere gesamten Vorräte packen wir am Abend in
die unverzichtbare Bärenbox *grusel* Hoffentlich bekommen wir
keine unerwünschten Besucher!
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| Strecke: Novato - Concord - Mossdale - Jacksonville - Yosemite
National Park (Kalifornien) |
| Wetter: Sonne |
| Bilder vom 03.10.2000. |
4. Oktober 2000Mit den ersten Sonnenstrahlen des neuen Tages
fahren wir gegen 7.20 Uhr ab. Die Tioga
Road (120) durch den Nationalpark ist total schön! Herrliche
Wälder, Berge
und Seen. Ein Genuss! Die Straße ist trotz der
Höhenunterschiede gut zu fahren. Die Amis scheinen keine
Serpentinen zu kennen. Der Tioga-Pass ist 3031 m hoch und zugleich
Parkausgang. Hinter dem Pass geht es in Serpentinen - es gibt sie also
doch - stetig bergab bis hinunter zum Monolake, den wir uns nur von
einem View Point aus betrachten. Wir wenden uns dann nach rechts und
fahren auf der Straße 395 in Richtung Süden, welche uns an
wunderbaren Bergpanoramen vorbeiführt. Auch den höchsten
Berg, den Mt. McKinley, bekommen wir zu Gesicht. Mit der 190 bewegt
sich die Straße wieder bergauf. Death Valley, wir kommen! Es ist
total genial. So tolle Berge, aber auch sowas von heiß! Jetzt
(kurz nach 17.00 Uhr) hält man es draußen kaum aus (ca.
38°C), dabei ist es heute wohl eher kalt, wie man uns an der
Rezeption des RV-Campgrounds in Stovepipe Wells versicherte... Wegen
der großen Hitze verkriechen wir uns erst einmal in unser
klimatisiertes Wohnmobil. Mit einem schönen Sonnenuntergang klingt
dieser anstrengende, aber schöne Tag aus. Der Campingplatz hat
full hook up. Nach dem Sonnenuntergang genießen wir den
grandiosen
sternklaren Nachthimmel in der Wüste. Sogar die Milchstraße
kann man gut sehen. Wow!
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| Strecke: Yosemite National Park - Monolake - Death Valley (Kalifornien) |
| Wetter: Sonne |
| Bilder vom 04.10.2000. |
5. Oktober 2000Die Nacht war kurz und ziemlich unruhig durch
die ständig anspringende Klimaanlage. Ich stehe bereits um 5.00
Uhr auf, Detlev kurz nach 5.30 Uhr. Beim Frühstücken erleben
wir einen wunderschönen
Sonnenaufgang. Dann gehts los. Zunächst schauen wir uns die Sand
Dunes in der Nähe von Stovepipe Wells an, dann fahren wir durchs
Valley und an der Furnace Creek Oase (mit Hotel) vorbei zum Zabriskie
Point - supertolle Aussicht! Dann fahren wir noch nach Badwater, den
tiefsten Punkt der USA mit 86 m unter dem Meeresspiegel. Die Berg- und
Wüstenlandschaft im Death Valley NP ist toll, aber sehr karg.
Nach dem nur 383 m hohen Jubilee Pass ändert sich die Landschaft
nicht gerade und nach dem Salsberry Pass (1002 m) und damit der
Parkgrenze ebenfalls nicht. Der Weg in Richtung Las Vegas führt
uns durch verschiedenste Berglandschaften und Ebenen.
Kurz vor Pahrump passieren wir die "Grenze" nach Nevada, die nur aus
einem kleinen Schild besteht. Einige Meilen vor Las Vegas fahren wir
von der 160 in den Red Rock Canyon ab. Total rote Felsformation, sehr
schön. Nach Las Vegas rein fahren wir von Westen her. Die
Straße führt erst mal durch endlose "normale" amerikanische
Wohngebiete. Schließlich biegen wir auf eine Parallelstraße
zum berühmten "Strip" ein, um beim Hotel Circus Circus den RV Park
anzusteuern. Da sind wir nun und ruhen uns ein wenig aus. Auch hier in
Las Vegas ist es ziemlich heiß. Später wollen wir losziehen
und uns ganz viel anschauen.
0.20 Uhr: Wir sind gerade von unserer "Strip"-Tour wiedergekommen. Es
ist total verrückt hier! Wahnsinn! Sooo große Hotels und
soviel Licht, Casinos und Menschen. Piratenshow am Treasure Island,
Vulkanausbruch am Mirage und weiße Tiger, Wasserspiele
(Fontänen nach Musik) am Bellagio, Eifelturm und Arc de Triomphe,
Skyline von New York mit Freiheitsstatue und Achterbahn, Riesenpyramide
und und und. Wir sind total k. o. Draußen ist es immer noch
angenehm warm. Nun aber schlafen...
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| Strecke: Death Valley (Kalifornien) - Pahrump (Nevada) - Red
Rock Canyon - Las Vegas (Nevada) |
| Wetter: Sonne |
| Bilder vom 05.10.2000. |
6. Oktober 2000Riesen Frühstücksbuffet ("all you
can eat") im Circus Circus. Wir futtern uns voll; Mittagessen
fällt heute aus :) Dann schauen wir uns den Adventure Dome des
Hotels an und spielen dort Minigolf. Sogar hier fährt eine
Achterbahn haarscharf über unseren Köpfen hinweg. Jetzt
machen wir Siesta, damit wir für nachmittags und abends
gerüstet sind.
21.30 Uhr: Puh, wir sind völlig geschafft wieder zurück.
Heute sind wir mit dem Bus ($ 1,50) bis zum Ende des "Strip" gefahren.
Dort steht das Mandalay Bay, ein riesiges Hotel mit großem
Aquarium in der Hotelhalle. Außerdem sind wir dort ins Shark Reef
gegangen, einem Aquarium mit vielen Becken, u. a. mit Haien (Eintritt:
$ 13,95). Danach haben wir uns noch viele verschiedene andere Hotels
angeschaut. Im MGM Grand haben wir unser Glück am Einarmigen
Banditen versucht und $ 10 verspielt. Die Wasserspiele vor dem Bellagio
haben uns auch heute fasziniert. Das Venetia ist auch nicht übel.
Nun räumen wir noch ein bisschen auf und gehen dann schlafen.
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Strecke: Las Vegas (Nevada)
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Wetter: Sonne, Sonne, Sonne
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| Bilder vom 06.10.2000. |
7. Oktober 2000Nach einem üppigen Frühstück
im Circus Circus und vielen missglückten Telefonversuchen machen
wir uns wieder auf den Weg. Unser heutiges Ziel ist der Zion National
Park. Zwischendurch fahren wir von der 15 in den Valley
of Fire State Park ab. Tolle rote durchlöcherte Felsen/Berge. Ein
kleiner Abstecher zum Lake Mead ist ein Reinfall. Total
überbevölkert von Bootsbesitzern (Wochenende) und ziemliche
hässliche Stelle dort. Dann gehts auf der 15 weiter. Dabei
überschreiten wir nicht nur die Grenze nach Arizona und Utah,
sondern auch die Zeitgrenze. Unser Tag hat also eine Stunde weniger, da
wir die Uhr vorstellen müssen. Die bergig-felsige Landschaft ist
die ganze Strecke über sehr schön. Bei Washington biegen wir
auf die Straße 9 ein. In Springdale, kurz vor dem Parkeingang,
beziehen wir auf dem Zion Canyon Campground Quartier. Der Platz ist
total schön: zwischen Bäumen am Virgin River mit den Bergen
dahinter. Auf drei Seiten supertolle Berge. Wir lassen uns
häuslich nieder, essen etwas und unternehmen dann einen
Erkundungsgang mit Postkartenkauf. Es kehrt Ruhe ein.
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| Strecke: Las Vegas (Nevada) - Valley of Fire State Park - Lake
Mead - ein Stück durch Arizona - Washington (Utah) - Zion National
Park (Utah) |
| Wetter: Wieder wunderbare Sonne |
| Bilder vom 07.10.2000. |
8. Oktober 2000
Happy Birthday, Detlev! Nach dem Frühstück und einem
geglückten Telefonat mit meinen Eltern laufen wir zu den Shuttle
Bussen am Visitor Center und fahren bis zum Ende der Strecke - Temple
of Sinawa. Hier nehmen wir den Riverside Walk bis zu der Stelle, wo der
Weg durchs Wasser führt. Wir ruhen uns aus und fahren dann mit dem
Shuttle Bus bis "The Grotto", wo wir zu den lower Emerald Pools
wandern. Der Weg ist total schön. An den Emerald Pools gibt es zwei
kleine Wasserfälle. Der Weg endet für uns an der Zion Lodge,
wo wir wieder in einen Shuttle Bus zum Visitor Center steigen.
Zum Abendessen gibt es Kartoffeln und Pilze. Der Salat, auf den wir uns
schon so gefreut haben, schmeckt leider nicht besonders. Abends gehen
wir in die 21.00 Uhr-Vorstellung ins Zion Canyon Theater und sehen uns
einen Film über den Zion National Park und andere Nationalparks in
Utah auf der Giant Screen an. Sehr nett. Nun sind wir sehr müde.
Erwähnenswert sind auch noch die Rehe, die hier überhaupt
nicht scheu sind. Süß war auch die Maus und die Eidechse,
die wir heute gesehen haben.
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| Strecke: Zion National
Park (Utah) |
| Wetter: Sonne |
| Bilder vom 08.10.2000. |
9. Oktober 2000Wieder "on the road". Heute geht es
zunächst durch den Zion NP (Str. 12), wobei wir einen engen Tunnel
passieren müssen, der extra für den Gegenverkehr gesperrt
wird, damit wir in der Straßenmitte fahren können ($ 10).
Gleich hinter dem Tunnel gibt es einen kleinen Trail zu einem
Overlook. Da sind ganz kleine Hörnchen, die mich foppen: immer,
wenn ich gerade den Auslöser drücke, laufen sie weg. Dann
geht es weiter bis wir in Long Valley auf die Straße zum Cedar
Breaks National Monument einbiegen. Die Landschaft besteht bisher
abwechselnd aus Nadel-/Mischwäldern und sogenannten Meadows. Die
Abbruchkante des Cedar Break NM ist sehr schön. Aber relativ
schnell sind wir dort auch wieder vorbei. Bevor wir zum Bryce Canyon
National Park kommen, verläuft die Straße durch den Red
Canyon, der seinem Namen alle Ehre macht. Kurz vor dem Parkeingang zum
Bryce Canyon NP lassen wir uns auf dem RV Park des Ruby's Inn nieder;
sehr nett zwischen kleinen Kiefern. Dann machen wir uns auf den Weg,
den Nationalpark zu erkunden und fahren die Straße bis zum Ende,
also zum Rainbow Point, von wo die Aussicht einfach genial ist! Leider
geht uns hier unser Fotoapparat kaputt als er (mit Tasche) zu Boden
fällt... Auf dem Rückweg klappern wir fast alle View Points
ab. Super! Wenn ich doch nur anständige Bilder machen könnte
- ich vermisse den Apparat jetzt schon! Hier ist es auf über 2000
m (Rainbow Point 2778 m) Höhe ziemlich kalt und windig. Wieder auf
dem Campingplatz angelangt gehen wir erst mal einkaufen und essen dann
Pizza aus der Mikrowelle - total pappig! Die Funktion des Ofens checken
wir irgendwie nicht.
Gerade fängt es an zu regnen. Dabei haben wir bisher täglich
wolkenlosen Himmel und Sonnenschein genießen können. |
| Strecke: Zion National Park (Utah) - Long Valley, Cedar Breaks
National Monument - Red Canyon - Bryce Canyon National Park (Utah) |
| Wetter: Sonnig, später immer wolkiger, abends Regen |
| Bilder vom 09.10.2000. |
10. Oktober 2000Auf unser geplantes Sonnenaufgangserlebnis
am Sunrise Point im Bryce Canyon NP müssen wir leider verzichten.
Nachts hat es immer wieder geregntet und auch jetzt schwimmen wir fast
weg. Wir brechen auf in hoffentlich trocknere Gefilde. In das Fenster
an der Sitzgruppe regnet es zu allem Überfluss rein... Also los:
Auf der 12 geht es bis Torrey. Der Weg wäre sicherlich traumhaft,
wenn es nicht so furchtbar viel regnen würde. Als wir ziemlich
hoch über einen Pass fahren müssen, haben wir sogar
Schneematsch und sind mitten in den Wolken! Bei Torrey biegen wir auf
die East 24 ab. Im Capitol Reef National Park, den wir durchqueren, ist
es kurzzeitig sogar etwas sonnig, was aber nicht lange anhält.
Nach einer kurzen Pause und Tanken in Hanksville entscheiden wir uns
für die East 95. Diese Straße führt uns u. a. durch die
Glen Canyon National Recreation Area mit unserer ersten
Überquerung des Colorado River. Dahinter verläuft die
Straße am White Canyon entlang; leider kann man nur sehr selten
hinunterblicken. Ein Berg/Felsen zu unserer Rechten, den wir auch (mit
der Videokamera - blöde Qualität) fotografieren, heißt
Jacobs Chair und sieht auch wirklich aus wie ein Stuhl. Etwas
später machen wir noch einen Abstecher in das Natural Bridges
National Monument. Sehr schön, aber weitläufig. Wir haben nur
wenig Zeit, da wir noch einen Campingplatz brauchen und uns im Moment
mitten "in der Pampa" befinden. Also gehts rasch weiter. Die 95 endet
an der 191, die wir in Richtung North fahren. In dem kleinen
Örtchen Blanding finden wir einen einfachen RV Park mit full
hookup. Nach einem Marsch zur nächsten Tankstelle (nein, es regnet
nicht mehr) mit Taco Bell (Fast-Food-Restaurant), Essen und
zurück, machen wir es uns nun in unserem warmen Wohnmobil bequem.
Morgen fahren wir nach Moab. Das ist ziemlich nah, ca. 70 km.
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| Strecke: Bryce Canyon National Park (Utah) - Torrey - Capitol
Reef NP - Hanksville - Glen Canyon National Recreation Area - Natural Bridges
NM - Blanding (Utah) |
| Wetter: Viel Regen, Schneematsch, abends
trocken, aber wolkig, kurzzeitig Sonne. |
| Bilder vom 10.10.2000. |
11. Oktober 2000Mit prasselndem Regen über uns wachen
wir auf und wollen gar nicht so recht aufstehen. Nach dem
Frühstück lässt der Regen nach, aber alles ist noch grau
in grau. So machen wir uns schließlich trotzdem auf den Weg nach
Moab. Von der Landschaft bekommen wir nur sehr eingeschränkt etwas
mit, da wir durch die Wolken/Nebel fahren müssen. Auch Regen
fällt immer wieder. Irgendwann hängen dann die Wolken nicht
mehr so tief (oder die Straße verläuft weiter unten) und man
kann ein wenig mehr sehen. Ab und zu kommt jetzt sogar die Sonne
hervor. In Moab ist es noch trüb und wir gehen erst mal etwas
essen, bevor wir unseren Campingplatz "Moab Valley Campark" suchen und
einchecken. Da der Himmel etwas hoffen lässt, fahren wir gleich
zum Arches National Park los, dessen Eingang nur 3 Meilen vom
Campingplatz entfernt ist. Wow! Echt beeindruckend. Erst ist es noch
sehr wolkig, dann klart es immer mehr auf. Die "Windows" und "Arches"
sind wirklich toll! Und einen Kojoten sehen wir. Schade, dass mein
Fotoapparat kaputt ist, heute vermisse ich ihn sehr. So habe ich halt
nur mit der Videokamera hantiert... Gegen Abend wird das Wetter viel
besser und wir können sogar die schneebedeckten La Sal Mountains
sehen, die bis zu ca. 3800 m hoch sind. Mal sehen, ob wir morgen noch
den Canyonlands National Park und Dead Horse Point State Park anschauen
können. Hoffen wir, dass sich das Wetter hält.
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| Strecke: Blanding (Utah) - Moab - Arches NP - Moab (Utah) |
| Wetter: Vormittags noch Regen und bewölkt, dann trocken
und wolkig, später kommt sogar die Sonne durch. |
| Bilder vom 11.10.2000. |
12. Oktober 2000Zunächst fahren wir zum "Island in the
Sky-District" des Canyonlands
National Parks. Dort schauen wir uns fast alle View Points an und
klettern auf den Whale Rock. Den Green River Overlook können wir
uns aufgrund der schlechten Straße nicht zu Gemüte
führen. Am besten gefällt mir der Buck Canyon Overlook und
der Grand View Point Overlook ganz am Ende des Parkabschnitts. Auf dem
Rückweg fahren wir noch zum Dead Horse Point State Park, wo der
Colorado River eine große Schleife zieht. Ein sehr schöner Ausblick.
Dann geht es zurück nach Moab, wo wir für meine Schwester
Viola und Uwe eine Nachricht in ihrem vorgebuchten Hotel (Big Horn
Lodge) eine Nachricht hinterlassen und etwas essen gehen. Abends fahren
wir auf der 191 South bis nach Bluff. Hier übernachten wir auf dem
Cottonwood Campground.
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| Strecke: Moab - Canyonlands NP - Dead Horse Point State Park
- Moab - Bluff (Utah) |
| Wetter: Sonnig, einige Wolken. |
| Bilder vom 12.10.2000. |
13. Oktober 2000Von Bluff fahren wir nach Four Corners, dem
einzigen Punkt der USA, an dem
vier Bundesstaaten zusammentreffen (191 South, 160 East/North, 41, 262
und über die 163 wieder nach Bluff). Dort, also bei Four Corners,
machen wir die Bekanntschaft eines Indianers, der uns eine bemalte
Fliese verkauft ($ 5) bzw. aufschwatzt :) Four Corners liegt in einem
riesigen Indianer-Reservat. Danach geht es von Bluff aus die 163 South
und durch das Monument
Valley. Etwas enttäuschend... Da es noch relativ früh ist,
fahren wir weiter nach Page am Lake Powell (über 160 South und
98), anstatt im Valley oder in Kayenta zu übernachten. Wir machen
am Glen Canyon Dam einen kleinen Zwischenstop. Der Glen Canyon Dam
staut den Colorado River zum riesigen Lake Powell. Ein kleines Stück auf
der 89 und wir sind am Wahweap RV Park and Trailer Village angelangt.
Der Campingplatz liegt erhöht, man kann einen Teil des Lake Powell
sehen mit schöner Felskulisse im Hintergrund. Wir erleben einen
herrlichen Sonnenuntergang am See
und freuen uns auf morgen. Detlev hat heute einen Platz im Grand Canyon
Trailer Village reservieren lassen. Nun sind wir etwas beruhigter.
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| Strecke: Bluff (Utah) - Four Corners - Bluff - Monument Valley
- Glen Canyon Dam - Page (Arizona) |
| Wetter: Sonne! |
| Bilder vom 13.10.2000. |
14. Oktober 2000Nach einem ruhigen Vormittag fahren wir
gegen Mittag mit den Indianern zum nahe gelegenen Antelope
Canyon im Navajo-Gebiet. Eintritt $ 5, Shuttle zum Canyon $ 12,50! Ohne
Shuttle kommt man aber nicht gut hin... Nun ja, es hat sich gelohnt.
Zunächst werden wir mit einem offenen Wagen zum Canyon gefahren.
Dort haben wir eine Stunde Zeit, um uns alles anzuschauen. Dieser
sogenannte Slot-Canyon ist so eng, dass die Sonne fast nie
den Boden erreicht. Total faszinierend! Ganz eng, dass man gerade noch
durchgehen kann, das Gestein (Sandstein) gedreht herausgewaschen und
-geblasen. An der höchsten Stelle sind die Wände 120 ft.
hoch. Es sieht wirklich super aus, wenn das Licht oben
hereinfällt. Das in Bildern festzuhalten muss selbst für
einen Profi schwer sein. Da muss man sich schon super auskennen mit der
Belichtung und dergleichen.
Wir gehen dann in Page einkaufen und ruhen uns am Nachmittag aus.
Abends können wir wieder einen wunderschönen Sonnenuntergang
hoch über dem Lake Powell genießen. Jetzt fiebern wir auch langsam dem Grand Canyon entgegen. |
Strecke: Page - Antelope Canyon - Page (Arizona)
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Wetter: Sonne pur.
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| Bilder vom Antelope Canyon. |
15. Oktober 2000Am 15. Tag unserer Reise ist es soweit, wir
fahren über die 89 und 64 zum Osteingang des Grand Canyon National
Park. Unser erster Aussichtspunkt ist daher Desert View mit dem
Watchtower. Man, ist es hier voll! Grauenhaft. Der Blick in den Canyon
ist schön; von hier aus kann man auch den Colorado River sehen.
Danach klappern wir die anderen View Points an der Strecke bis zum
Grand Canyon Village ab. Dort fahren wir zum Campingplatz, dem Trailer
Village und stellen fest, dass dies gar nicht der Platz ist, wo wir
reserviert hatten. Irgendwie war das wohl ein Missverständnis.
Aber wir bekommen trotzdem noch einen Stellplatz, denn wir sind
früh dran. Um 17.30 Uhr verlassen wir das Gelände, um zum
Visitor Center zu laufen und den Sonnenuntergang am "Rim" zu erleben.
Der Platz ist nun bis auf den letzten Platz belegt. Der Sonnenuntergang
ist schon ziemlich weit fortgeschritten als wir am Rim ankommen, so
dass wir dieses Erlebnis wohl getrost auf morgen verschieben
müssen. Es wird schnell sehr kalt und sehr dunkel. Wir
"düsen" (soweit das ohne Taschenlampe geht) zurück zum warmen
Wohnmobil und haben auch keine Lust mehr, heute noch zum IMAX-Kino zu
fahren. Morgen haben wir eine Wanderung vor... Nachts sollen
übrigens -2°C werden! Gut, dass wir eine Heizung haben. Am
Tage waren ca. 19°C, aber ziemlich kalter Wind am Canyonrand. |
| Strecke: Page - Grand Canyon NP (Arizona) |
Wetter: Sonne, im NP ca. 19°C am Tage, ziemlich
kalter Wind. Nachts soll es leicht frostig werden...
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| Bilder vom 15.10.2000. |
16. Oktober 2000Heute haben wir uns zu Fuß auf den Weg
gemacht. Bis zum Beginn des "Bright Angel Trail" sind es ca. 2 km.
Diese sind noch sehr leicht, aber dann geht es in engen Serpentinen
stetig bergab auf einem schmalen Weg. Nach 2 Std. nur Bergabmarsch
einigen wir uns umzukehren. Wir haben bis dahin auf diesem Trail ca.
2,5 Meilen zurückgelegt. Nun beginnt der beschwerliche Aufstieg!
Kurz bevor wir wieder oben sind, kommen uns 2 Mulis entgegen -
natürlich mit nett winkenden Reitern. Als wir den Weg geschafft haben,
sind wir froh, den Shuttle Bus bis zum Campingplatz nehmen zu
können! Wir sind halt nichts gewöhnt. :) Wir ruhen uns gaaanz
viel aus.
Abends fahren wir zum IMAX-Theater und schauen uns den Film über
den Grand Canyon an. Dann spielen wir - wieder zurück im Wohnmobil
- noch Kniffel und schreiben Postkarten. Schööön.
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| Strecke: Grand Canyon NP (Arizona) |
| Wetter: Sonne. |
| Bilder vom 16.10.2000. |
17. Oktober 2000Nach dem Auschecken und Abstellen unseres
Gefährts auf dem Parkplatz an der Post im Grand Canyon Village
fahren wir mit einem Shuttle Bus den West Rim Drive entlang, die
westliche Straße am Rim, die für den restlichen Verkehr
gesperrt ist. Unterwegs steigen wir immer wieder aus und genießen
die
Landschaft. Dabei falle ich an einem View Point eine kleine Treppe
hinunter in ein Gebüsch
und hole mit eine zerfetzte Jeans und ein aufgeschlagenes Knie. Deshalb
fahren wir schnellstmöglich zu unserem Mobil zurück, um mich
zu verarzten und umzuziehen (kurze Hosen, alles andere tut weh). Dann
laufen wir zum Visitor Center, wo wir uns mit Viola und Uwe treffen -
das ist ein Wiedersehen! Gemeinsam beschließen wir, noch mal den
Westrim entlangzufahren (Shuttle Bus), weil man sich dabei auch gut
unterhalten kann und trotzdem etwas sieht. Zwischendurch laufen wir
immer wieder ein Stück. Es war sehr, sehr schön.
Am späteren Nachmittag
fahren wir nach Williams, wo Viola und Uwe ein Hotelzimmer bewohnen und
suchen uns dort einen Campingplatz. Dann kochen/essen/quatschen wir
bis in die Nacht in unserem Wohnmobil. |
| Strecke: Grand Canyon NP - Williams (Arizona) |
| Wetter: Sonne |
| Bilder vom 17.10.2000. |
18. Oktober 2000Morgens fahren wir nach Williams zum Tanken
und Propangas auffüllen. Außerdem wollen wir noch unseren
mageren Reifen aufpumpen. An einer kleinen Werkstatt neben einer
Tankstelle finden wir nach einigem Suchen endlich kostenlose Luft. Als
die Werkstattmitarbeiter allerdings den Reifen anschauen, sehen sie
rot: Der eine Reifen ist ziemlich kaputt und drei weitere total
abgefahren - "illegal", sagen sie. Na ja, im Endeffekt müssen
4 Reifen gewechselt werden. Es ist gar nicht so einfach, jemanden von
Cruise America zu erreichen. Wir hoffen, dass wir das Geld
zurückbekommen! Die Reifen haben zusammen $ 850 gekostet...
Mittags verabschieden wir uns von Viola und Uwe, die zwischenzeitlich
vom nahen Hotel aus herüberkamen, und fahren weiter. Die neuen
Reifen sind super! Ein ganz neues Fahrgefühl. Von Williams fahren
wir die 40 bis
Flagstaff, dann kurz die 17 bis zum Abzweig der alten 89, die durch
eine herrliche Landschaft (Berge, Wald) bis nach Prescott führt.
Dort gehen wir bei "Jack in the Box" etwas essen. Danach gehts auf der
89 in Richung Norden bis zur 40. Von dort schaffen wir es bis hinter
Kingman zu einem RV-Park direkt am Highway und ziemlich laut. Aber die
Toiletten und Duschen sind total sauber. Ist doch auch 'was. Der Abend
klingt ruhig aus. Mein Knie tut nach dem Duschen wieder mehr weh und
hat "gesuppt" - Mist. Draußen ist es noch angenehm warm. |
Strecke: Williams (Arizona) - Flagstaff - Prescott - kurz hinter
Kingman (Arizona)
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Wetter: Sonnig bis wolkig
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| Bilder gibt es nur wenige von diesem Tag. |
19. Oktober 2000Auf gehts! Über die 40 in Richtung
Westen fahren wir bis zur Ausfahrt zur 95. Diese fahren wir über
Lake Havasu City, wo wir uns die London Bridge anschauen, und dann bis
nach Parker. Auf diesem Teil der Strecke haben wir immer wieder Regen
und auch Gewitter. Bei Parker überqueren wir den Colorado River
und sind somit wieder in Kalifornien. Kurz hinter der "Grenze" kommen
wir in eine Inspektion, wo wir nach Obst ect. gefragt werden. Da wir
nicht am ersten, sondern erst am 2. Stoppschild anhalten (versehentlich
natürlich), ist die Dame dort nicht gerade freundlich. Wir
müssen unsere eine Banane und den einen Apfel nicht abgeben und
befahren dann die 62 auf dem Weg zum Joshua Tree National Park mit den
gleichnamigen Bäumen und
knubbeligen Felsen. In Twentynine Palms essen wir und begeben uns dann
fahrend in den Nationalpark. Die Joshua Trees sind wirklich total
witzig und die Landschaft ungewöhnlich. Es gefällt uns.
Nachdem wir alles angeschaut haben, fahren wir auf der 62 weiter bis
zur 10 East, dann die 86 bis Salton City, wo wir einen Campingplatz am
Salton Sea finden (West Shores).
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| Strecke: Kingman - Lake Havasu City - Parker (Kalifornien) -
Twentynine Palms - Joshua Tree NP - Salton City (Kalifornien) |
Wetter: Regen, Gewitter,wolkig, später sonnig
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| Bilder vom 19.10.2000. |
20. Oktober 2000Wir fahren los. Zunächst die 86 South bis
zur 78 West. Diese führt uns durch den Anza Borrego State Park,
eine sehr interessante "Wüste", später durch ein wunderbares
Wald-/ Berggebiet. Bei dem Ort Julian gelangen wir auf die 79 South,
die wir bis zur 8 West (Richtung San Diego) fahren. Der bis dahin
strahlend blaue Himmel wird immer dunstiger, je näher wir San
Diego kommen. Nach einigem Suchen und Verfahren finden wir unseren
gewünschten Campingplatz "Campland on the Bay" und bekommen erst
einmal einen Schock wegen des Preises - $ 42 für eine Nacht! Nun
ja...
Bald brechen wir wieder auf, um uns Sea World anzuschauen. Eintritt $
40 pro Person + $ 9 fürs Parken. Wucher! Da wir erst mittags dort
sind, können wir von 13.00 - 17.00 Uhr nur von einer Show zur
anderen laufen. Die Wale sind ziemlich groß :) Die Vogelschau ist
sehr gut und interessant. Die Delphine sind niedlich, aber die Show
etwas lahm. Wir haben schon einmal eine bessere gesehen.
Während dieser Show zieht sich der Himmel immer mehr zu und es
wird merklich kühler. Bei der Seelöwen-/Seeotter-Show bibbern
wir schon. Diese Show sollte wohl sehr lustig sein. Hm. Es war okay.
Vielleicht liegt es an der Kälte. Wir schauen uns noch die
Pinguine und einige Haie an. Zum Schluss gehen wir noch ins 4 D-Kino,
wo ein Piratenfilm läuft. War echt lustig! Aber als wir dann
wieder im Wohnmobil sitzen und die Heizung anschalten können, sind wir
doch sehr froh.
Abends machen wir noch einen kurzen Spaziergang zum Strand und sehen
auf der gegenüberliegenden Bay-Seite ein wunderschönes
Feuerwerk.
Wir beschließen, doch morgen schon weiterzufahren.
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| Strecke: Salton City
- Anza Borrego State Park - Julian - San Diego (Kalifornien) |
| Wetter: Sonne. Bei/In San Diego dunstig und kühl. |
| Bilder vom 20.10.2000. |
21. Oktober 2000Wir fahren weiter nach Los Angeles, und zwar
möglichst nah am Meer, weil ich unbedingt an einen Stand am Pazifik
will. Diesen haben wir nämlich bishier nicht gesehen.
Zunächst gehen wir aber noch einkaufen, was wie immer sehr
abenteuerlich ist. Irgendwie erwischen wir dieses Mal einen Laden, der
fast nur Großpackungen anbietet.
Dann gehts durch San Diego bis wir die alte 101 finden. Nun fahren wir
parallel zum Meer. Bei Oceanside müssen wir allerdings auf die 5
und hinter San Clemente fahren wir dann auf die 1 bis nach Los Angeles.
Da sich die 1 ganz schön hinzieht, nehmen wir die 405 bis kurz
vor dem Airport. Dort fahren wir zum Dockweiler State Beach, wo ein RV
Park direkt am Strand ist ($ 23/Nacht inkl. Tax). Klar, dass wir fast
sofort ans Wasser laufen und Schuhe und Strümpfe im Sand landen!
Leider ist es durch die Flugzeuge hier sehr laut.
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Strecke: San Diego - Los Angeles (Kalifornien)
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Wetter: Wolken, Sonne, ein kurzer Regenschauer am Vormittag.
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| Bilder vom 21.10.2000. |
22. Oktober 2000Nach einer relativ ruhigen Nacht brechen wir
heute zu einer "Sightseeing-Tour" auf. Zunächst gehts über
den Imperial Hwy zur 405 North bis zur 10 East. Grand Ave. raus (Olive
St.) und dann quer durch bis zum Sunset Blvd. Alles klar? :) Den fahren
wir bis Vine St., wo wir einen Abstecher zum Hollywood Blvd. machen.
Dort parken wir etwas abseits und gehen auf dem "Walk of Frame" entlang
bis zum "Men's Chinese Theatre", wo die Hand- und
Fußabdrücke einiger Berühmtheiten im Boden sind. Sehr
interessant und voll. Zurück zum Wohnmobil. Wieder auf dem Sunset
Blvd. fahren wir bis zu dessen Ende, vorbei an Bel Air, durch Beverly
Hills und Brentwood. Noble Gegenden... Dann gehts auf der 1 South durch
Santa Monica und Venice (wo wir leider nirgends an den Strand und das
Meer kommen wegen sauteurer Parkplatzgebühren von $ 21!!) weiter
bis zum Imperial Hwy und zum RV Park am Strand. Den Rest des Tages
verbringen wir bis zum Sonnenuntergang am Strand und im Wasser. Es ist
wirklich schön! Aber anscheinend mag mein Knie das Salzwasser
nicht besonders... aua. Leider habe ich mir - wahrscheinlich in San
Diego bei Sea World - eine Erkältung geholt.
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Strecke: Los Angeles und Umgebung
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Wetter: Sonne, einige kleine Wölkchen.
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| Bilder vom 22.10.2000. |
23. Oktober 2000Heute fahren wir nach Disneyland. Hinzu
verfahren wir uns natürlich und abends auf dem Weg nach Pomona
(noch LA?) noch einmal. Sonst ist es ein sehr schöner, aber
anstrengender Tag gewesen. Leider geht es mir nicht besonders gut. In
Pomona finden wir einen KOA-Campingplatz zum Übernachten.
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Strecke: Los Angeles - Pomona
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Wetter: Sonnig, aber leicht bewölkt.
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| Bilder von Disneyland. |
24. Oktober 2000Von Pomona fahren wir über die total
überfüllte 10 und 101 zu den Universal City Studios. Es ist
ganz toll - hat uns sehr gut gefallen!
Abends fahren wir dann über den vollen Santa Monica Blvd. (bei
Sonnenuntergangs-Licht sehr schön) zur Küste und dort auf der
1 bis zum Point Mugo State Park, wo wir einen Campingplatz in deinem
Canyon finden. Es ist sehr dunkel und auch etwas gruselig dort.
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Strecke: Los Angeles - Point Mugo State Park
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| Wetter: Heiter. |
| Bilder von Los Angeles - Universal Studios. |
25. Oktober 2000Weiter geht es auf der 1 über Santa
Barbara - wo wir eine Pause machen, weil es dort so schön ist -
und auf die 101 nach Arroyo Grande, wo Viola und Uwe untergekommen
sind. Wir besuchen sie im Hotel, duschen erst mal ausgiebig :) und
quatschen dann noch eine Weile. Später fahren wir weiter bis nach
Morro Bay, wo wir einen Platz für die Nacht finden. Wir machen
noch einen Spaziergang zu den Dünen und genießen den
Sonnenuntergang und einen Riesenregenbogen im leichten Nieselregen!
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Strecke: Point Mugo State Park - Santa Barbara - Arroyo Grande - Morro Bay
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Wetter: Wolkig, aber auch Sonne dabei. Abends Nieselregen.
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| Bilder von Santa Barbara und der Morro Bay. |
26. Oktober 2000Nach dem Frühstück machen wir uns
wieder auf den Weg. Glücklicherweise hat es aufgehört zu
regnen. Heute führt uns unser Weg auf dem Highway No. 1 immer an
der Küste entlang. Zwischendurch regnet es dann doch heftiger und
wir haben zur Abwechslung mal wieder einen nassen Boden. Nun ja, die
ollen Handtücher von Cruise America müssen erneut dafür
herhalten. Dann geht es besser. Die Strecke bis Monterey ist sehr
schön, wenn wir auch immer zwischendurch Regen haben. In Monterey
regnet es ebenfalls. Unser "Campingplatz" ist nicht viel mehr als ein
Parkplatz vor einem Motel mit Strom und Wasser, heißt "Cypress
Tree Inn" und kostet $ 28 die Nacht. Nach kurzer Zeit regnet es zum
(geschlossenen) Fenster rein, welches augenscheinlich undicht ist. Wir
tun sämtliche Tücher unter die Stelle, aber erst nachdem wir
neu in den Stellplatz einfahren, bessert sich die Lage etwas. Jetzt
läuft es an zwei Stellen am Fenster auf der anderen Seite hinein,
aber viel weniger. Leider können wir nun nicht mehr am Tisch
sitzen, weil die Sitzkissen nass werden, wenn wir sie an ihrem Platz
lassen würden. Deshalb liegen hier nun überall Sitz- und
Rückenkissen herum... Gerade hört es auf zu regnen - juchu.
Vorhin hat Detlev gleich bei Cruise America angerufen. Man konnte ihm
nicht helfen, gab ihm aber eine Adresse und Telefonnummer in der
Nähe, wo wir wohl morgen hinmüssen. Hoffentlich schaffen wir
es dann noch zum Aquarium. Aber vielleicht lässt sich auch alles
per Telefon klären.
Unseren ersten Koffer haben wir heute schon gepackt - nur dreckige Wäsche.
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Strecke: Morro Bay - Highway No.
1 - Monterey (Kalifornien)
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Wetter: Wolken und jede Menge Regen.
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| Bilder von heute. |
27. Oktober 2000Wir besuchen das Monterey Bay Aquarium und
lassen es ruhig angehen. Unser Reisetagebuch kommt heute etwas zu kurz.
Fahren tun wir bis nach Morgan Hill, wo wir einen schönen
Campingplatz finden.
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Strecke: Monterey - Morgan Hill (Kalifornien)
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Wetter: Bewölkt. Etwas Regen, etwas Sonne.
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| Bilder vom Monterey Bay Aquarium. |
28. Oktober 2000Unsere letzten Stunden mit dem Wohnmobil
brechen an. Wir bringen es zurück nach Oakland. Mit einem Taxi
geht es dann nach San Francisco, wo wir im gleichen Hotel wie am ersten
Tag die letzte Nacht verbringen. Schade, es war trotz der Pannen mit
den Reifen und dem Wassereintritten schön.
Die Fahrzeugrückgabe ist ein Kapitel für sich, auf das wir
hier nicht näher eingehen möchten. Nur soviel: Es war sehr
unerfreulich, so dass es uns die letzte Zeit in Amerika doch ziemlich
vermiest hat. Aber so haben wir wenigstens einen Grund uns so richtig
auf zu Hause zu freuen :)
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Strecke: Morgan Hill - Oakland - San Francisco (Kalifornien)
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Wetter: Nicht im Reisebericht vermerkt. Aus der Erinnerung eher wolkig bis locker bewölkt.
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29. Oktober 2000Nach dem gestrigen Nachmittag haben wir
nicht besonders gut geschlafen. Wir lassen uns heute viel Zeit und
checken dann aber doch schon sehr früh aus und lassen uns zum
Flughafen bringen, wo wir leider noch viele Stunden auf unseren Flug
warten müssen. Wegen eines technischen Defekts fliegen wir erst am
späten Abend mit vierstündiger Verspätung ab.
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| Strecke: Rückflug: San
Francisco - London - Frankfurt/Main. |
Wetter: Heiter bis wolkig.
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30. Oktober 2000
Meine Zeitrechnung ist etwas
durcheinander. Wir fliegen gegen die Zeit. Durch den verspäteten
Abflug landen wir in London auch viel zu spät, so dass wir unseren
Anschlussflug verpassen. Nun heißt es anstehen... Viele andere
Passagiere vor uns in der Schlange bekommen keinen Flug mehr (es ist
schon wieder spät am Abend) und müssen auf dem Flughafen ein
Nachtlager aufschlagen. Wir hoffen. Und dann die gute Nachricht: Es
geht noch ein Flieger nach Frankfurt, und der fliegt ziemlich bald. Wir
freuen uns. Und sind sehr müde. Als wir in Frankfurt am Main
landen ist es bereits kurz nach 0.00 Uhr am 1. November. Wir warten auf
die Koffer - und das völlig umsonst, denn die sind in London
geblieben... Na ja, egal, das stört jetzt auch fast nicht mehr. Am
Schalter sagt man uns, dass uns die Koffer in den nächsten Tagen
nach Hause gebracht werden (wurden sie auch). Wir steigen in ein Taxi,
da um diese Zeit ja kein Bus mehr fährt und fallen zu Hause
übermüdet, aber glücklich in unser Bett.
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| Strecke: Rückflug: San
Francisco - London - Frankfurt/Main. |
Wetter: Keine Ahnung! Aber zwischen London und Frankfurt war es ziemlich windig...
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Fazit
Diese Reise mit einem von Deutschland aus gemieteten Wohnmobil war sehr
anstrengend, aber auch wunderschön. Wir hatten einige Pannen (kaputter
Fotoapparat, es regnete rein, leichte Knieverletzung und zerfetzte Jeans
nach Sturz, die Reifen mussten gewechselt werden, die Leute bei der Wohnmobilfirma
waren unfreundlich und frech...) zu überstehen.
Die Landschaft war teilweise total öde, teilweise atemberaubend
schön, teilweise bizarr und unwirklich. Wir hatten von Schneematsch
bis 38°C im Death Valley eigentlich jede Temperatur und jedes Wetter. Am Meer war es eher
kühl. Wenn wir noch einmal
wieder kommen sollten - und das haben wir vor - dann werden wir wohl aber
eher in den "grüneren" Gebieten unterwegs sein (z. B. Nord-Kalifornien,
Oregon oder so). Tagelange Ödlandschaften sind ziemlich langweilig.
Die Entfernungen sind nicht zu unterschätzen! Und noch etwas: Das Lied "It Never Rains In California" stimmt
nicht! :) |
Insgesamt gefahren: ca. 4000 Meilen
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| Eine Bildergalerie mit unseren Urlaubseindrücken
gibt es natürlich auch. |
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