www.beiderbeck.de
  Willkommen
  Gästebuch
  Berichte
  Bilder
  Über uns
  Kontakt

Reisebericht USA

1. - 30. Oktober 2000


1. Oktober 2000

Wir haben es endlich geschafft! Nach einem endlos erscheinenden Flug sind wir gut in San Francisco gelandet. Heute früh sollte unsere Maschine in Frankfurt um 7.30 Uhr starten. Leider lag London im Nebel, so dass wir nicht landen konnten. Somit mussten wir "ewig" warten, bis wir Starterlaubnis bekamen. Wir bangten bereits um unseren Anschluss, den wir in London-Heathrow aber noch bequem schafften. Der Flug FRA -> LHR war sehr gut, schöner Blick auf London. Der Flug LHR -> SFO war okay, einige leichte Turbulenzen. Aber es war sehr, sehr eng (ich saß in der Mitte, Detlev am Gang) und ziemlich warm und hat sooo lange gedauert.
Nach einigen Schwierigkeiten mit dem Shuttle Bus - wir fanden die Haltestelle nicht - sind wir nun im Travelodge North S. F. Airport angekommen und haben geduscht. Gleich werden wir noch gegenüber zu McDonalds gehen und dann bald ins Bett. Für unseren Körper ist es schließlich schon 2.30 Uhr in der Nacht! Von San Francisco haben wir bisher leider wenig gesehen, aber das wird sich hoffentlich noch ändern. Übrigens haben wir hier Superwetter: Sonnenschein und richtig warm!
Strecke: Anflug Frankfurt/Main - London - San Francisco (Kalifornien)
Wetter: Sonne pur, wolkenlos
Heute haben wir keine Bilder gemacht - leider.


2. Oktober 2000

Gestern sind wir doch nicht mehr rausgegangen, waren einfach zu müde. Gegen 18.00 Uhr Ortszeit sind wir ins Bett gefallen.
Heute waren wir dann schon sehr früh hellwach. Nach einem "Frühstück", bestehend aus heimischen Butterkeksen und Tee mit Wasser aus der Kaffeemaschine im Hotelzimmer, haben wir bis zum Sonnenaufgang gewartet. Dann haben wir uns auf die Socken gemacht - ein kleiner Spaziergang in der Gegend. War allerdings nicht sooo schön. Kurz nach 9.00 Uhr haben wir vom Hotelzimmer aus bei Cruise America angerufen und einem Termin für 13.00 Uhr vereinbart. Dann haben wir unsere 7 Sachen zusammengesammelt und die Koffer am Front Desk untergestellt, um noch einen Spaziergang in die andere Richtung zu machen. Zuvor waren wir jedoch noch bei McDonalds essen - sehr witzig. Bis 10.30 Uhr gabs Frühstück, danach Lunch. Der Gang danach war fein, wir waren an einer Bucht an der Bay in der Nähe des Flughafens und haben sogar einen Kolibri gesehen.
Als wir um 13.00 Uhr abgeholt wurden (mit einer Schweizer Familie zusammen), haben wir das erste Mal die Skyline von San Francisco sehen können - wow! -, bei der Fahrt über die Oakland Bay Bridge konnte man sogar Alcatraz und die Golden Gate Bridge erahnen.
Bei Cruise America mussten wir ziemlich lange warten, nachdem wir ein deutschsprachiges Video als Einführung gesehen hatten. Irgendwann war es dann soweit - unser Wohnmobil stand in voller Größe vor unserer Nase! Als es nach dem Aus-/Einpacken losgehen konnte, war uns (besonders natürlich Detlev) ganz schön mulmig zumute.
Wir fuhren durch Oakland, wo Cruise America ist, und über die Oakland Bay Bridge nach San Francisco rein. Die Fahrt durch die Stadt war sehr abenteuerlich, vor allem wegen der Steigungen/Gefälle. Plötzlich lag die Golden Gate Bridge im schönsten tiefstehenden Sonnenlicht vor uns! Leider verpassten wir beide View Points... Die Landschaft nördlich von San Francisco ist hügelig und schön. Auf der Suche nach einem bestimmten Campingplatz haben wir uns leider mehrmals verfahren und letztendlich einen ganz anderen gefunden (Novato RV Park). Dieser hatte genau EINEN Platz frei - Halleluja!
Gegen 21.00 Uhr sind wir sehr müde in die Koje im Alkoven gestiegen. Die Nacht war ziemlich eng und kalt. Wir sind noch etwas skeptisch unserem Gefährt gegenüber...
Strecke: San Francisco - Oakland - San Francisco - Novato (Kalifornien)
Wetter: Sonne pur und wolkenloser Himmel
Bilder vom 02.10.2000.


3. Oktober 2000

Morgens bezahlen wir die $ 31,50 ($ 35 minus 10 % wegen AAA) und kaufen teure Getränke auf dem Campingplatz. Dann gehts los in Richtung Yosemite National Park. Es ist eine sehr schöne Strecke durch verschiedenste Landschaften. Zwischen Novato und Vallejo ist es sogar teilweise ziemlich sumpfig und wir haben Ausblicke auf die Bay. Nach einer abenteuerlich engen Brücke (im Bau) fahren wir in Concord erst mal einkaufen, essen und tanken. Für den Einkauf erwischen wir einen asiatischen Laden. Essen: "The Mediteranean" - total nett dort. Wir haben Falaffel gegessen. Auch das Tanken meistern wir nach kurzen Anlaufschwierigkeiten gut.
Über die Straße 680 bei Dublin fahren wir auf die 580, dann auf der 205 bis Mossdale. Dort beginnt die kleinere Str. 120. Die Landschaft ist größtenteils sehr karg. Erst jetzt an der 120 gibt es mehr grün - Plantagen und Felder, Büsche, Bäume. Je näher wir unserem Ziel kommen, um so grüner wird es. Bei/Hinter Jacksonville liegt ein herrlicher See vor uns. Nach einer Pause  gehts dann langsam aber sicher den Berg hinauf. Wir hören "99 Luftballons" im Radio, natürlich nicht auf Deutsch :). Der Weg vom See bis zum Parkeingang ist total schön. Die Straße ist gut ausgebaut, der Wald herrlich und es gibt immer wieder tolle Ausblicke. Den Park "betreten" wir dann über den Big Oak Flat Entrance, wo wir bei einer supernetten Rancherin einen National Park Pass für $ 50 erstehen. Dieser ist ein Jahr für alle Nationalparks der USA gültig. Gleich hinter dem Parkeingang geht es zu einem Campingplatz mitten im Wald - Hodgdon Meddow. Total schön und ohne Strom- bzw. Wasseranschluss. Aber saubere Spültoiletten! Unsere gesamten Vorräte packen wir am Abend in die unverzichtbare Bärenbox *grusel* Hoffentlich bekommen wir keine unerwünschten Besucher!
Strecke: Novato - Concord - Mossdale - Jacksonville - Yosemite National Park (Kalifornien)
Wetter: Sonne
Bilder vom 03.10.2000.


4. Oktober 2000

Mit den ersten Sonnenstrahlen des neuen Tages fahren wir gegen 7.20 Uhr ab. Die Tioga Road (120) durch den Nationalpark ist total schön! Herrliche Wälder, Berge und Seen. Ein Genuss! Die Straße ist trotz der Höhenunterschiede gut zu fahren. Die Amis scheinen keine Serpentinen zu kennen. Der Tioga-Pass ist 3031 m hoch und zugleich Parkausgang. Hinter dem Pass geht es in Serpentinen - es gibt sie also doch - stetig bergab bis hinunter zum Monolake, den wir uns nur von einem View Point aus betrachten. Wir wenden uns dann nach rechts und fahren auf der Straße 395 in Richtung Süden, welche uns an wunderbaren Bergpanoramen vorbeiführt. Auch den höchsten Berg, den Mt. McKinley, bekommen wir zu Gesicht. Mit der 190 bewegt sich die Straße wieder bergauf. Death Valley, wir kommen! Es ist total genial. So tolle Berge, aber auch sowas von heiß! Jetzt (kurz nach 17.00 Uhr) hält man es draußen kaum aus (ca. 38°C), dabei ist es heute wohl eher kalt, wie man uns an der Rezeption des RV-Campgrounds in Stovepipe Wells versicherte... Wegen der großen Hitze verkriechen wir uns erst einmal in unser klimatisiertes Wohnmobil. Mit einem schönen Sonnenuntergang klingt dieser anstrengende, aber schöne Tag aus. Der Campingplatz hat full hook up. Nach dem Sonnenuntergang genießen wir den grandiosen sternklaren Nachthimmel in der Wüste. Sogar die Milchstraße kann man gut sehen. Wow!
Strecke: Yosemite National Park - Monolake - Death Valley (Kalifornien)
Wetter: Sonne
Bilder vom 04.10.2000.


5. Oktober 2000

Die Nacht war kurz und ziemlich unruhig durch die ständig anspringende Klimaanlage. Ich stehe bereits um 5.00 Uhr auf, Detlev kurz nach 5.30 Uhr. Beim Frühstücken erleben wir einen wunderschönen Sonnenaufgang. Dann gehts los. Zunächst schauen wir uns die Sand Dunes in der Nähe von Stovepipe Wells an, dann fahren wir durchs Valley und an der Furnace Creek Oase (mit Hotel) vorbei zum Zabriskie Point - supertolle Aussicht! Dann fahren wir noch nach Badwater, den tiefsten Punkt der USA mit 86 m unter dem Meeresspiegel. Die Berg- und Wüstenlandschaft im Death Valley NP ist toll, aber sehr karg. Nach dem nur 383 m hohen Jubilee Pass ändert sich die Landschaft nicht gerade und nach dem Salsberry Pass (1002 m) und damit der Parkgrenze ebenfalls nicht. Der Weg in Richtung Las Vegas führt uns durch verschiedenste Berglandschaften und Ebenen.
Kurz vor Pahrump passieren wir die "Grenze" nach Nevada, die nur aus einem kleinen Schild besteht. Einige Meilen vor Las Vegas fahren wir von der 160 in den Red Rock Canyon ab. Total rote Felsformation, sehr schön. Nach Las Vegas rein fahren wir von Westen her. Die Straße führt erst mal durch endlose "normale" amerikanische Wohngebiete. Schließlich biegen wir auf eine Parallelstraße zum berühmten "Strip" ein, um beim Hotel Circus Circus den RV Park anzusteuern. Da sind wir nun und ruhen uns ein wenig aus. Auch hier in Las Vegas ist es ziemlich heiß. Später wollen wir losziehen und uns ganz viel anschauen.

0.20 Uhr: Wir sind gerade von unserer "Strip"-Tour wiedergekommen. Es ist total verrückt hier! Wahnsinn! Sooo große Hotels und soviel Licht, Casinos und Menschen. Piratenshow am Treasure Island, Vulkanausbruch am Mirage und weiße Tiger, Wasserspiele (Fontänen nach Musik) am Bellagio, Eifelturm und Arc de Triomphe, Skyline von New York mit Freiheitsstatue und Achterbahn, Riesenpyramide und und und. Wir sind total k. o. Draußen ist es immer noch angenehm warm. Nun aber schlafen...
Strecke: Death Valley (Kalifornien) - Pahrump (Nevada) - Red Rock Canyon - Las Vegas (Nevada)
Wetter: Sonne
Bilder vom 05.10.2000.


6. Oktober 2000

Riesen Frühstücksbuffet ("all you can eat") im Circus Circus. Wir futtern uns voll; Mittagessen fällt heute aus :) Dann schauen wir uns den Adventure Dome des Hotels an und spielen dort Minigolf. Sogar hier fährt eine Achterbahn haarscharf über unseren Köpfen hinweg. Jetzt machen wir Siesta, damit wir für nachmittags und abends gerüstet sind.

21.30 Uhr: Puh, wir sind völlig geschafft wieder zurück. Heute sind wir mit dem Bus ($ 1,50) bis zum Ende des "Strip" gefahren. Dort steht das Mandalay Bay, ein riesiges Hotel mit großem Aquarium in der Hotelhalle. Außerdem sind wir dort ins Shark Reef gegangen, einem Aquarium mit vielen Becken, u. a. mit Haien (Eintritt: $ 13,95). Danach haben wir uns noch viele verschiedene andere Hotels angeschaut. Im MGM Grand haben wir unser Glück am Einarmigen Banditen versucht und $ 10 verspielt. Die Wasserspiele vor dem Bellagio haben uns auch heute fasziniert. Das Venetia ist auch nicht übel. Nun räumen wir noch ein bisschen auf und gehen dann schlafen.
Strecke: Las Vegas (Nevada)
Wetter: Sonne, Sonne, Sonne
Bilder vom 06.10.2000.


 

7. Oktober 2000

Nach einem üppigen Frühstück im Circus Circus und vielen missglückten Telefonversuchen machen wir uns wieder auf den Weg. Unser heutiges Ziel ist der Zion National Park. Zwischendurch fahren wir von der 15 in den Valley of Fire State Park ab. Tolle rote durchlöcherte Felsen/Berge. Ein kleiner Abstecher zum Lake Mead ist ein Reinfall. Total überbevölkert von Bootsbesitzern (Wochenende) und ziemliche hässliche Stelle dort. Dann gehts auf der 15 weiter. Dabei überschreiten wir nicht nur die Grenze nach Arizona und Utah, sondern auch die Zeitgrenze. Unser Tag hat also eine Stunde weniger, da wir die Uhr vorstellen müssen. Die bergig-felsige Landschaft ist die ganze Strecke über sehr schön. Bei Washington biegen wir auf die Straße 9 ein. In Springdale, kurz vor dem Parkeingang, beziehen wir auf dem Zion Canyon Campground Quartier. Der Platz ist total schön: zwischen Bäumen am Virgin River mit den Bergen dahinter. Auf drei Seiten supertolle Berge. Wir lassen uns häuslich nieder, essen etwas und unternehmen dann einen Erkundungsgang mit Postkartenkauf. Es kehrt Ruhe ein.
Strecke: Las Vegas (Nevada) - Valley of Fire State Park - Lake Mead - ein Stück durch Arizona - Washington (Utah) - Zion National Park (Utah)
Wetter: Wieder wunderbare Sonne
Bilder vom 07.10.2000.


8. Oktober 2000

Happy Birthday, Detlev! Nach dem Frühstück und einem geglückten Telefonat mit meinen Eltern laufen wir zu den Shuttle Bussen am Visitor Center und fahren bis zum Ende der Strecke - Temple of Sinawa. Hier nehmen wir den Riverside Walk bis zu der Stelle, wo der Weg durchs Wasser führt. Wir ruhen uns aus und fahren dann mit dem Shuttle Bus bis "The Grotto", wo wir zu den lower Emerald Pools wandern. Der Weg ist total schön. An den Emerald Pools gibt es zwei kleine Wasserfälle. Der Weg endet für uns an der Zion Lodge, wo wir wieder in einen Shuttle Bus zum Visitor Center steigen.
Zum Abendessen gibt es Kartoffeln und Pilze. Der Salat, auf den wir uns schon so gefreut haben, schmeckt leider nicht besonders. Abends gehen wir in die 21.00 Uhr-Vorstellung ins Zion Canyon Theater und sehen uns einen Film über den Zion National Park und andere Nationalparks in Utah auf der Giant Screen an. Sehr nett. Nun sind wir sehr müde. Erwähnenswert sind auch noch die Rehe, die hier überhaupt nicht scheu sind. Süß war auch die Maus und die Eidechse, die wir heute gesehen haben.

Strecke: Zion National Park (Utah)
Wetter: Sonne
Bilder vom 08.10.2000.


9. Oktober 2000

Wieder "on the road". Heute geht es zunächst durch den Zion NP (Str. 12), wobei wir einen engen Tunnel passieren müssen, der extra für den Gegenverkehr gesperrt wird, damit wir in der Straßenmitte fahren können ($ 10). Gleich hinter dem Tunnel gibt es einen kleinen Trail zu einem Overlook. Da sind ganz kleine Hörnchen, die mich foppen: immer, wenn ich gerade den Auslöser drücke, laufen sie weg. Dann geht es weiter bis wir in Long Valley auf die Straße zum Cedar Breaks National Monument einbiegen. Die Landschaft besteht bisher abwechselnd aus Nadel-/Mischwäldern und sogenannten Meadows. Die Abbruchkante des Cedar Break NM ist sehr schön. Aber relativ schnell sind wir dort auch wieder vorbei. Bevor wir zum Bryce Canyon National Park kommen, verläuft die Straße durch den Red Canyon, der seinem Namen alle Ehre macht. Kurz vor dem Parkeingang zum Bryce Canyon NP lassen wir uns auf dem RV Park des Ruby's Inn nieder; sehr nett zwischen kleinen Kiefern. Dann machen wir uns auf den Weg, den Nationalpark zu erkunden und fahren die Straße bis zum Ende, also zum Rainbow Point, von wo die Aussicht einfach genial ist! Leider geht uns hier unser Fotoapparat kaputt als er (mit Tasche) zu Boden fällt... Auf dem Rückweg klappern wir fast alle View Points ab. Super! Wenn ich doch nur anständige Bilder machen könnte - ich vermisse den Apparat jetzt schon! Hier ist es auf über 2000 m (Rainbow Point 2778 m) Höhe ziemlich kalt und windig. Wieder auf dem Campingplatz angelangt gehen wir erst mal einkaufen und essen dann Pizza aus der Mikrowelle - total pappig! Die Funktion des Ofens checken wir irgendwie nicht.
Gerade fängt es an zu regnen. Dabei haben wir bisher täglich wolkenlosen Himmel und Sonnenschein genießen können.
Strecke: Zion National Park (Utah) - Long Valley, Cedar Breaks National Monument - Red Canyon - Bryce Canyon National Park (Utah)
Wetter: Sonnig, später immer wolkiger, abends Regen
Bilder vom 09.10.2000.


10. Oktober 2000

Auf unser geplantes Sonnenaufgangserlebnis am Sunrise Point im Bryce Canyon NP müssen wir leider verzichten. Nachts hat es immer wieder geregntet und auch jetzt schwimmen wir fast weg. Wir brechen auf in hoffentlich trocknere Gefilde. In das Fenster an der Sitzgruppe regnet es zu allem Überfluss rein...
Also los: Auf der 12 geht es bis Torrey. Der Weg wäre sicherlich traumhaft, wenn es nicht so furchtbar viel regnen würde. Als wir ziemlich hoch über einen Pass fahren müssen, haben wir sogar Schneematsch und sind mitten in den Wolken! Bei Torrey biegen wir auf die East 24 ab. Im Capitol Reef National Park, den wir durchqueren, ist es kurzzeitig sogar etwas sonnig, was aber nicht lange anhält. Nach einer kurzen Pause und Tanken in Hanksville entscheiden wir uns für die East 95. Diese Straße führt uns u. a. durch die Glen Canyon National Recreation Area mit unserer ersten Überquerung des Colorado River. Dahinter verläuft die Straße am White Canyon entlang; leider kann man nur sehr selten hinunterblicken. Ein Berg/Felsen zu unserer Rechten, den wir auch (mit der Videokamera - blöde Qualität) fotografieren, heißt Jacobs Chair und sieht auch wirklich aus wie ein Stuhl. Etwas später machen wir noch einen Abstecher in das Natural Bridges National Monument. Sehr schön, aber weitläufig. Wir haben nur wenig Zeit, da wir noch einen Campingplatz brauchen und uns im Moment mitten "in der Pampa" befinden. Also gehts rasch weiter. Die 95 endet an der 191, die wir in Richtung North fahren. In dem kleinen Örtchen Blanding finden wir einen einfachen RV Park mit full hookup. Nach einem Marsch zur nächsten Tankstelle (nein, es regnet nicht mehr) mit Taco Bell (Fast-Food-Restaurant), Essen und zurück, machen wir es uns nun in unserem warmen Wohnmobil bequem. Morgen fahren wir nach Moab. Das ist ziemlich nah, ca. 70 km.
Strecke: Bryce Canyon National Park (Utah) - Torrey - Capitol Reef NP - Hanksville - Glen Canyon National Recreation Area - Natural Bridges NM - Blanding (Utah)
Wetter: Viel Regen, Schneematsch, abends trocken, aber wolkig, kurzzeitig Sonne.
Bilder vom 10.10.2000.


11. Oktober 2000

Mit prasselndem Regen über uns wachen wir auf und wollen gar nicht so recht aufstehen. Nach dem Frühstück lässt der Regen nach, aber alles ist noch grau in grau. So machen wir uns schließlich trotzdem auf den Weg nach Moab. Von der Landschaft bekommen wir nur sehr eingeschränkt etwas mit, da wir durch die Wolken/Nebel fahren müssen. Auch Regen fällt immer wieder. Irgendwann hängen dann die Wolken nicht mehr so tief (oder die Straße verläuft weiter unten) und man kann ein wenig mehr sehen. Ab und zu kommt jetzt sogar die Sonne hervor. In Moab ist es noch trüb und wir gehen erst mal etwas essen, bevor wir unseren Campingplatz "Moab Valley Campark" suchen und einchecken. Da der Himmel etwas hoffen lässt, fahren wir gleich zum Arches National Park los, dessen Eingang nur 3 Meilen vom Campingplatz entfernt ist. Wow! Echt beeindruckend. Erst ist es noch sehr wolkig, dann klart es immer mehr auf. Die "Windows" und "Arches" sind wirklich toll! Und einen Kojoten sehen wir. Schade, dass mein Fotoapparat kaputt ist, heute vermisse ich ihn sehr. So habe ich halt nur mit der Videokamera hantiert... Gegen Abend wird das Wetter viel besser und wir können sogar die schneebedeckten La Sal Mountains sehen, die bis zu ca. 3800 m hoch sind. Mal sehen, ob wir morgen noch den Canyonlands National Park und Dead Horse Point State Park anschauen können. Hoffen wir, dass sich das Wetter hält.
Strecke: Blanding (Utah) - Moab - Arches NP - Moab (Utah)
Wetter: Vormittags noch Regen und bewölkt, dann trocken und wolkig, später kommt sogar die Sonne durch.
Bilder vom 11.10.2000.


12. Oktober 2000

Zunächst fahren wir zum "Island in the Sky-District" des Canyonlands National Parks. Dort schauen wir uns fast alle View Points an und klettern auf den Whale Rock. Den Green River Overlook können wir uns aufgrund der schlechten Straße nicht zu Gemüte führen. Am besten gefällt mir der Buck Canyon Overlook und der Grand View Point Overlook ganz am Ende des Parkabschnitts. Auf dem Rückweg fahren wir noch zum Dead Horse Point State Park, wo der Colorado River eine große Schleife zieht. Ein sehr schöner Ausblick.
Dann geht es zurück nach Moab, wo wir für meine Schwester Viola und Uwe eine Nachricht in ihrem vorgebuchten Hotel (Big Horn Lodge) eine Nachricht hinterlassen und etwas essen gehen. Abends fahren wir auf der 191 South bis nach Bluff. Hier übernachten wir auf dem Cottonwood Campground.
Strecke: Moab - Canyonlands NP - Dead Horse Point State Park - Moab - Bluff (Utah)
Wetter: Sonnig, einige Wolken.
Bilder vom 12.10.2000.


13. Oktober 2000

Von Bluff fahren wir nach Four Corners, dem einzigen Punkt der USA, an dem vier Bundesstaaten zusammentreffen (191 South, 160 East/North, 41, 262 und über die 163 wieder nach Bluff). Dort, also bei Four Corners, machen wir die Bekanntschaft eines Indianers, der uns eine bemalte Fliese verkauft ($ 5) bzw. aufschwatzt :) Four Corners liegt in einem riesigen Indianer-Reservat. Danach geht es von Bluff aus die 163 South und durch das Monument Valley. Etwas enttäuschend... Da es noch relativ früh ist, fahren wir weiter nach Page am Lake Powell (über 160 South und 98), anstatt im Valley oder in Kayenta zu übernachten. Wir machen am Glen Canyon Dam einen kleinen Zwischenstop. Der Glen Canyon Dam staut den Colorado River zum riesigen Lake Powell. Ein kleines Stück auf der 89 und wir sind am Wahweap RV Park and Trailer Village angelangt. Der Campingplatz liegt erhöht, man kann einen Teil des Lake Powell sehen mit schöner Felskulisse im Hintergrund. Wir erleben einen herrlichen Sonnenuntergang am See und freuen uns auf morgen. Detlev hat heute einen Platz im Grand Canyon Trailer Village reservieren lassen. Nun sind wir etwas beruhigter.
Strecke: Bluff (Utah) - Four Corners - Bluff - Monument Valley - Glen Canyon Dam - Page (Arizona)
Wetter: Sonne!
Bilder vom 13.10.2000.


14. Oktober 2000

Nach einem ruhigen Vormittag fahren wir gegen Mittag mit den Indianern zum nahe gelegenen Antelope Canyon im Navajo-Gebiet. Eintritt $ 5, Shuttle zum Canyon $ 12,50! Ohne Shuttle kommt man aber nicht gut hin... Nun ja, es hat sich gelohnt. Zunächst werden wir mit einem offenen Wagen zum Canyon gefahren. Dort haben wir eine Stunde Zeit, um uns alles anzuschauen. Dieser sogenannte Slot-Canyon ist so eng, dass die Sonne fast nie den Boden erreicht. Total faszinierend! Ganz eng, dass man gerade noch durchgehen kann, das Gestein (Sandstein) gedreht herausgewaschen und -geblasen. An der höchsten Stelle sind die Wände 120 ft. hoch. Es sieht wirklich super aus, wenn das Licht oben hereinfällt. Das in Bildern festzuhalten muss selbst für einen Profi schwer sein. Da muss man sich schon super auskennen mit der Belichtung und dergleichen.
Wir gehen dann in Page einkaufen und ruhen uns am Nachmittag aus. Abends können wir wieder einen wunderschönen Sonnenuntergang hoch über dem Lake Powell genießen.
Jetzt fiebern wir auch langsam dem Grand Canyon entgegen.
Strecke: Page - Antelope Canyon - Page (Arizona)
Wetter: Sonne pur.
Bilder vom Antelope Canyon.


15. Oktober 2000

Am 15. Tag unserer Reise ist es soweit, wir fahren über die 89 und 64 zum Osteingang des Grand Canyon National Park. Unser erster Aussichtspunkt ist daher Desert View mit dem Watchtower. Man, ist es hier voll! Grauenhaft. Der Blick in den Canyon ist schön; von hier aus kann man auch den Colorado River sehen. Danach klappern wir die anderen View Points an der Strecke bis zum Grand Canyon Village ab. Dort fahren wir zum Campingplatz, dem Trailer Village und stellen fest, dass dies gar nicht der Platz ist, wo wir reserviert hatten. Irgendwie war das wohl ein Missverständnis. Aber wir bekommen trotzdem noch einen Stellplatz, denn wir sind früh dran. Um 17.30 Uhr verlassen wir das Gelände, um zum Visitor Center zu laufen und den Sonnenuntergang am "Rim" zu erleben. Der Platz ist nun bis auf den letzten Platz belegt. Der Sonnenuntergang ist schon ziemlich weit fortgeschritten als wir am Rim ankommen, so dass wir dieses Erlebnis wohl getrost auf morgen verschieben müssen. Es wird schnell sehr kalt und sehr dunkel. Wir "düsen" (soweit das ohne Taschenlampe geht) zurück zum warmen Wohnmobil und haben auch keine Lust mehr, heute noch zum IMAX-Kino zu fahren. Morgen haben wir eine Wanderung vor... Nachts sollen übrigens -2°C werden! Gut, dass wir eine Heizung haben. Am Tage waren ca. 19°C, aber ziemlich kalter Wind am Canyonrand.
Strecke: Page - Grand Canyon NP (Arizona)
Wetter: Sonne, im NP ca. 19°C am Tage, ziemlich kalter Wind. Nachts soll es leicht frostig werden...
Bilder vom 15.10.2000.


16. Oktober 2000

Heute haben wir uns zu Fuß auf den Weg gemacht. Bis zum Beginn des "Bright Angel Trail" sind es ca. 2 km. Diese sind noch sehr leicht, aber dann geht es in engen Serpentinen stetig bergab auf einem schmalen Weg. Nach 2 Std. nur Bergabmarsch einigen wir uns umzukehren. Wir haben bis dahin auf diesem Trail ca. 2,5 Meilen zurückgelegt. Nun beginnt der beschwerliche Aufstieg! Kurz bevor wir wieder oben sind, kommen uns 2 Mulis entgegen - natürlich mit nett winkenden Reitern. Als wir den Weg geschafft haben, sind wir froh, den Shuttle Bus bis zum Campingplatz nehmen zu können! Wir sind halt nichts gewöhnt. :) Wir ruhen uns gaaanz viel aus.
Abends fahren wir zum IMAX-Theater und schauen uns den Film über den Grand Canyon an. Dann spielen wir - wieder zurück im Wohnmobil - noch Kniffel und schreiben Postkarten. Schööön.
Strecke: Grand Canyon NP (Arizona)
Wetter: Sonne.
Bilder vom 16.10.2000.


17. Oktober 2000

Nach dem Auschecken und Abstellen unseres Gefährts auf dem Parkplatz an der Post im Grand Canyon Village fahren wir mit einem Shuttle Bus den West Rim Drive entlang, die westliche Straße am Rim, die für den restlichen Verkehr gesperrt ist. Unterwegs steigen wir immer wieder aus und genießen die Landschaft. Dabei falle ich an einem View Point eine kleine Treppe hinunter in ein Gebüsch und hole mit eine zerfetzte Jeans und ein aufgeschlagenes Knie. Deshalb fahren wir schnellstmöglich zu unserem Mobil zurück, um mich zu verarzten und umzuziehen (kurze Hosen, alles andere tut weh). Dann laufen wir zum Visitor Center, wo wir uns mit Viola und Uwe treffen - das ist ein Wiedersehen! Gemeinsam beschließen wir, noch mal den Westrim entlangzufahren (Shuttle Bus), weil man sich dabei auch gut unterhalten kann und trotzdem etwas sieht. Zwischendurch laufen wir immer wieder ein Stück. Es war sehr, sehr schön.
Am späteren Nachmittag fahren wir nach Williams, wo Viola und Uwe ein Hotelzimmer bewohnen und suchen uns dort einen Campingplatz. Dann kochen/essen/quatschen wir bis in die Nacht in unserem Wohnmobil.
Strecke: Grand Canyon NP - Williams (Arizona)
Wetter: Sonne
Bilder vom 17.10.2000.


18. Oktober 2000

Morgens fahren wir nach Williams zum Tanken und Propangas auffüllen. Außerdem wollen wir noch unseren mageren Reifen aufpumpen. An einer kleinen Werkstatt neben einer Tankstelle finden wir nach einigem Suchen endlich kostenlose Luft. Als die Werkstattmitarbeiter allerdings den Reifen anschauen, sehen sie rot: Der eine Reifen ist ziemlich kaputt und drei weitere total abgefahren - "illegal", sagen sie. Na ja, im Endeffekt müssen 4 Reifen gewechselt werden. Es ist gar nicht so einfach, jemanden von Cruise America zu erreichen. Wir hoffen, dass wir das Geld zurückbekommen! Die Reifen haben zusammen $ 850 gekostet...
Mittags verabschieden wir uns von Viola und Uwe, die zwischenzeitlich vom nahen Hotel aus herüberkamen, und fahren weiter. Die neuen Reifen sind super! Ein ganz neues Fahrgefühl. Von Williams fahren wir die 40 bis Flagstaff, dann kurz die 17 bis zum Abzweig der alten 89, die durch eine herrliche Landschaft (Berge, Wald) bis nach Prescott führt. Dort gehen wir bei "Jack in the Box" etwas essen. Danach gehts auf der 89 in Richung Norden bis zur 40. Von dort schaffen wir es bis hinter Kingman zu einem RV-Park direkt am Highway und ziemlich laut. Aber die Toiletten und Duschen sind total sauber. Ist doch auch 'was. Der Abend klingt ruhig aus. Mein Knie tut nach dem Duschen wieder mehr weh und hat "gesuppt" - Mist. Draußen ist es noch angenehm warm.
Strecke: Williams (Arizona) - Flagstaff - Prescott - kurz hinter Kingman (Arizona)
Wetter: Sonnig bis wolkig
Bilder gibt es nur wenige von diesem Tag.


19. Oktober 2000

Auf gehts! Über die 40 in Richtung Westen fahren wir bis zur Ausfahrt zur 95. Diese fahren wir über Lake Havasu City, wo wir uns die London Bridge anschauen, und dann bis nach Parker. Auf diesem Teil der Strecke haben wir immer wieder Regen und auch Gewitter. Bei Parker überqueren wir den Colorado River und sind somit wieder in Kalifornien. Kurz hinter der "Grenze" kommen wir in eine Inspektion, wo wir nach Obst ect. gefragt werden. Da wir nicht am ersten, sondern erst am 2. Stoppschild anhalten (versehentlich natürlich), ist die Dame dort nicht gerade freundlich. Wir müssen unsere eine Banane und den einen Apfel nicht abgeben und befahren dann die 62 auf dem Weg zum Joshua Tree National Park mit den gleichnamigen Bäumen und knubbeligen Felsen. In Twentynine Palms essen wir und begeben uns dann fahrend in den Nationalpark. Die Joshua Trees sind wirklich total witzig und die Landschaft ungewöhnlich. Es gefällt uns.
Nachdem wir alles angeschaut haben, fahren wir auf der 62 weiter bis zur 10 East, dann die 86 bis Salton City, wo wir einen Campingplatz am Salton Sea finden (West Shores).
Strecke: Kingman - Lake Havasu City - Parker (Kalifornien) - Twentynine Palms - Joshua Tree NP - Salton City (Kalifornien)
Wetter: Regen, Gewitter,wolkig, später sonnig
Bilder vom 19.10.2000.


20. Oktober 2000

Wir fahren los. Zunächst die 86 South bis zur 78 West. Diese führt uns durch den Anza Borrego State Park, eine sehr interessante "Wüste", später durch ein wunderbares Wald-/ Berggebiet. Bei dem Ort Julian gelangen wir auf die 79 South, die wir bis zur 8 West (Richtung San Diego) fahren. Der bis dahin strahlend blaue Himmel wird immer dunstiger, je näher wir San Diego kommen. Nach einigem Suchen und Verfahren finden wir unseren gewünschten Campingplatz "Campland on the Bay" und bekommen erst einmal einen Schock wegen des Preises - $ 42 für eine Nacht! Nun ja...
Bald brechen wir wieder auf, um uns Sea World anzuschauen. Eintritt $ 40 pro Person + $ 9 fürs Parken. Wucher! Da wir erst mittags dort sind, können wir von 13.00 - 17.00 Uhr nur von einer Show zur anderen laufen. Die Wale sind ziemlich groß :) Die Vogelschau ist sehr gut und interessant. Die Delphine sind niedlich, aber die Show etwas lahm. Wir haben  schon einmal eine bessere gesehen. Während dieser Show zieht sich der Himmel immer mehr zu und es wird merklich kühler. Bei der Seelöwen-/Seeotter-Show bibbern wir schon. Diese Show sollte wohl sehr lustig sein. Hm. Es war okay. Vielleicht liegt es an der Kälte. Wir schauen uns noch die Pinguine und einige Haie an. Zum Schluss gehen wir noch ins 4 D-Kino, wo ein Piratenfilm läuft. War echt lustig! Aber als wir dann wieder im Wohnmobil sitzen und die Heizung anschalten können, sind wir doch sehr froh.
Abends machen wir noch einen kurzen Spaziergang zum Strand und sehen auf der gegenüberliegenden Bay-Seite ein wunderschönes Feuerwerk.
Wir beschließen, doch morgen schon weiterzufahren.
Strecke: Salton City - Anza Borrego State Park - Julian - San Diego (Kalifornien)
Wetter: Sonne. Bei/In San Diego dunstig und kühl.
Bilder vom 20.10.2000.


21. Oktober 2000

Wir fahren weiter nach Los Angeles, und zwar möglichst nah am Meer, weil ich unbedingt an einen Stand am Pazifik will. Diesen haben wir nämlich bishier nicht gesehen. Zunächst gehen wir aber noch einkaufen, was wie immer sehr abenteuerlich ist. Irgendwie erwischen wir dieses Mal einen Laden, der fast nur Großpackungen anbietet.
Dann gehts durch San Diego bis wir die alte 101 finden. Nun fahren wir parallel zum Meer. Bei Oceanside müssen wir allerdings auf die 5 und hinter San Clemente fahren wir dann auf die 1 bis nach Los Angeles. Da sich die 1 ganz schön hinzieht, nehmen wir die 405 bis kurz vor dem Airport. Dort fahren wir zum Dockweiler State Beach, wo ein RV Park direkt am Strand ist ($ 23/Nacht inkl. Tax). Klar, dass wir fast sofort ans Wasser laufen und Schuhe und Strümpfe im Sand landen! Leider ist es durch die Flugzeuge hier sehr laut.
Strecke: San Diego - Los Angeles (Kalifornien)
Wetter: Wolken, Sonne, ein kurzer Regenschauer am Vormittag.
Bilder vom 21.10.2000.


22. Oktober 2000

Nach einer relativ ruhigen Nacht brechen wir heute zu einer "Sightseeing-Tour" auf. Zunächst gehts über den Imperial Hwy zur 405 North bis zur 10 East. Grand Ave. raus (Olive St.) und dann quer durch bis zum Sunset Blvd. Alles klar? :) Den fahren wir bis Vine St., wo wir einen Abstecher zum Hollywood Blvd. machen. Dort parken wir etwas abseits und gehen auf dem "Walk of Frame" entlang bis zum "Men's Chinese Theatre", wo die Hand- und Fußabdrücke einiger Berühmtheiten im Boden sind. Sehr interessant und voll. Zurück zum Wohnmobil. Wieder auf dem Sunset Blvd. fahren wir bis zu dessen Ende, vorbei an Bel Air, durch Beverly Hills und Brentwood. Noble Gegenden... Dann gehts auf der 1 South durch Santa Monica und Venice (wo wir leider nirgends an den Strand und das Meer kommen wegen sauteurer Parkplatzgebühren von $ 21!!) weiter bis zum Imperial Hwy und zum RV Park am Strand. Den Rest des Tages verbringen wir bis zum Sonnenuntergang am Strand und im Wasser. Es ist wirklich schön! Aber anscheinend mag mein Knie das Salzwasser nicht besonders... aua. Leider habe ich mir - wahrscheinlich in San Diego bei Sea World - eine Erkältung geholt.
Strecke: Los Angeles und Umgebung
Wetter: Sonne, einige kleine Wölkchen.
Bilder vom 22.10.2000.


23. Oktober 2000

Heute fahren wir nach Disneyland. Hinzu verfahren wir uns natürlich und abends auf dem Weg nach Pomona (noch LA?) noch einmal. Sonst ist es ein sehr schöner, aber anstrengender Tag gewesen. Leider geht es mir nicht besonders gut. In Pomona finden wir einen KOA-Campingplatz zum Übernachten.
Strecke: Los Angeles - Pomona
Wetter: Sonnig, aber leicht bewölkt.
Bilder von Disneyland.


24. Oktober 2000

Von Pomona fahren wir über die total überfüllte 10 und 101 zu den Universal City Studios. Es ist ganz toll - hat uns sehr gut gefallen!
Abends fahren wir dann über den vollen Santa Monica Blvd. (bei Sonnenuntergangs-Licht sehr schön) zur Küste und dort auf der 1 bis zum Point Mugo State Park, wo wir einen Campingplatz in deinem Canyon finden. Es ist sehr dunkel und auch etwas gruselig dort.
Strecke: Los Angeles - Point Mugo State Park
Wetter: Heiter.
Bilder von Los Angeles - Universal Studios.


25. Oktober 2000

Weiter geht es auf der 1 über Santa Barbara - wo wir eine Pause machen, weil es dort so schön ist - und auf die 101 nach Arroyo Grande, wo Viola und Uwe untergekommen sind. Wir besuchen sie im Hotel, duschen erst mal ausgiebig :) und quatschen dann noch eine Weile. Später fahren wir weiter bis nach Morro Bay, wo wir einen Platz für die Nacht finden. Wir machen noch einen Spaziergang zu den Dünen und genießen den Sonnenuntergang und einen Riesenregenbogen im leichten Nieselregen!
Strecke: Point Mugo State Park - Santa Barbara - Arroyo Grande - Morro Bay
Wetter: Wolkig, aber auch Sonne dabei. Abends Nieselregen.
Bilder von Santa Barbara und der Morro Bay.


26. Oktober 2000

Nach dem Frühstück machen wir uns wieder auf den Weg. Glücklicherweise hat es aufgehört zu regnen. Heute führt uns unser Weg auf dem Highway No. 1 immer an der Küste entlang. Zwischendurch regnet es dann doch heftiger und wir haben zur Abwechslung mal wieder einen nassen Boden. Nun ja, die ollen Handtücher von Cruise America müssen erneut dafür herhalten. Dann geht es besser. Die Strecke bis Monterey ist sehr schön, wenn wir auch immer zwischendurch Regen haben. In Monterey regnet es ebenfalls. Unser "Campingplatz" ist nicht viel mehr als ein Parkplatz vor einem Motel mit Strom und Wasser, heißt "Cypress Tree Inn" und kostet $ 28 die Nacht. Nach kurzer Zeit regnet es zum (geschlossenen) Fenster rein, welches augenscheinlich undicht ist. Wir tun sämtliche Tücher unter die Stelle, aber erst nachdem wir neu in den Stellplatz einfahren, bessert sich die Lage etwas. Jetzt läuft es an zwei Stellen am Fenster auf der anderen Seite hinein, aber viel weniger. Leider können wir nun nicht mehr am Tisch sitzen, weil die Sitzkissen nass werden, wenn wir sie an ihrem Platz lassen würden. Deshalb liegen hier nun überall Sitz- und Rückenkissen herum... Gerade hört es auf zu regnen - juchu.
Vorhin hat Detlev gleich bei Cruise America angerufen. Man konnte ihm nicht helfen, gab ihm aber eine Adresse und Telefonnummer in der Nähe, wo wir wohl morgen hinmüssen. Hoffentlich schaffen wir es dann noch zum Aquarium. Aber vielleicht lässt sich auch alles per Telefon klären.
Unseren ersten Koffer haben wir heute schon gepackt - nur dreckige Wäsche.
Strecke: Morro Bay - Highway No. 1 - Monterey (Kalifornien)
Wetter: Wolken und jede Menge Regen.
Bilder von heute.


27. Oktober 2000

Wir besuchen das Monterey Bay Aquarium und lassen es ruhig angehen. Unser Reisetagebuch kommt heute etwas zu kurz. Fahren tun wir bis nach Morgan Hill, wo wir einen schönen Campingplatz finden.
Strecke: Monterey - Morgan Hill (Kalifornien)
Wetter: Bewölkt. Etwas Regen, etwas Sonne.
Bilder vom Monterey Bay Aquarium.


28. Oktober 2000

Unsere letzten Stunden mit dem Wohnmobil brechen an. Wir bringen es zurück nach Oakland. Mit einem Taxi geht es dann nach San Francisco, wo wir im gleichen Hotel wie am ersten Tag die letzte Nacht verbringen. Schade, es war trotz der Pannen mit den Reifen und dem Wassereintritten schön.
Die Fahrzeugrückgabe ist ein Kapitel für sich, auf das wir hier nicht näher eingehen möchten. Nur soviel: Es war sehr unerfreulich, so dass es uns die letzte Zeit in Amerika doch ziemlich vermiest hat. Aber so haben wir wenigstens einen Grund uns so richtig auf zu Hause zu freuen :)
Strecke: Morgan Hill - Oakland - San Francisco (Kalifornien)
Wetter: Nicht im Reisebericht vermerkt. Aus der Erinnerung eher wolkig bis locker bewölkt.


29. Oktober 2000

Nach dem gestrigen Nachmittag haben wir nicht besonders gut geschlafen. Wir lassen uns heute viel Zeit und checken dann aber doch schon sehr früh aus und lassen uns zum Flughafen bringen, wo wir leider noch viele Stunden auf unseren Flug warten müssen. Wegen eines technischen Defekts fliegen wir erst am späten Abend mit vierstündiger Verspätung ab.
Strecke: Rückflug: San Francisco - London - Frankfurt/Main.
Wetter: Heiter bis wolkig.


30. Oktober 2000

Meine Zeitrechnung ist etwas durcheinander. Wir fliegen gegen die Zeit. Durch den verspäteten Abflug landen wir in London auch viel zu spät, so dass wir unseren Anschlussflug verpassen. Nun heißt es anstehen... Viele andere Passagiere vor uns in der Schlange bekommen keinen Flug mehr (es ist schon wieder spät am Abend) und müssen auf dem Flughafen ein Nachtlager aufschlagen. Wir hoffen. Und dann die gute Nachricht: Es geht noch ein Flieger nach Frankfurt, und der fliegt ziemlich bald. Wir freuen uns. Und sind sehr müde. Als wir in Frankfurt am Main landen ist es bereits kurz nach 0.00 Uhr am 1. November. Wir warten auf die Koffer - und das völlig umsonst, denn die sind in London geblieben... Na ja, egal, das stört jetzt auch fast nicht mehr. Am Schalter sagt man uns, dass uns die Koffer in den nächsten Tagen nach Hause gebracht werden (wurden sie auch). Wir steigen in ein Taxi, da um diese Zeit ja kein Bus mehr fährt und fallen zu Hause übermüdet, aber glücklich in unser Bett.

Strecke: Rückflug: San Francisco - London - Frankfurt/Main.
Wetter: Keine Ahnung! Aber zwischen London und Frankfurt war es ziemlich windig...


Fazit

Diese Reise mit einem von Deutschland aus gemieteten Wohnmobil war sehr anstrengend, aber auch wunderschön. Wir hatten einige Pannen (kaputter Fotoapparat, es regnete rein, leichte Knieverletzung und zerfetzte Jeans nach Sturz, die Reifen mussten gewechselt werden, die Leute bei der Wohnmobilfirma waren unfreundlich und frech...) zu überstehen.
Die Landschaft war teilweise total öde, teilweise atemberaubend schön, teilweise bizarr und unwirklich. Wir hatten von Schneematsch bis 38°C im Death Valley eigentlich jede Temperatur und jedes Wetter. Am Meer war es eher kühl. Wenn wir noch einmal wieder kommen sollten - und das haben wir vor - dann werden wir wohl aber eher in den "grüneren" Gebieten unterwegs sein (z. B. Nord-Kalifornien, Oregon oder so). Tagelange Ödlandschaften sind ziemlich langweilig. Die Entfernungen sind nicht zu unterschätzen! Und noch etwas: Das Lied "It Never Rains In California" stimmt nicht! :)
Insgesamt gefahren: ca. 4000 Meilen

Eine Bildergalerie mit unseren Urlaubseindrücken gibt es natürlich auch.

© 2004 - 2010 by M. & D. Beiderbeck